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Reise ans andere Ende der Welt

Diese Kategorie dokumentiert unsere erste große Weltreise. Wir bereisten zwischen September und November 2018 die Länder Länder Hongkong, Japan, Fiji und Neuseeland. Zugegebenermaßen fehlen zwar einige Kontinente. Es ist daher eher eine Reise ans andere Ende der Welt.

Die Kategorie wird Stück für Stück vervollständigt. Einige Bilder und Dokumente werden für die Öffentlichkeit verborgen sein.

Reise nach Hong-Kong, Japan, Fiji und Neuseeland

Dieser Artikel dokumentiert unsere erste große Weltreise. Wir bereisten zwischen September und November 2018 die Länder Länder Hongkong, Japan, Fiji und Neuseeland. Es ist zugegebenermaßen nicht ganz eine Weltreise, es fehlen noch ganze Kontigente. Es ist eher eine Reise ans andere Ende der Welt.

Der unbequeme Flug mit KLM

Im Rahmen der Reisevorbereitung sagte uns jemand, dass KLM nicht die schlechteste Fluggesellschaft sei. Es war aber der mit Abstand schlechteste aller Flüge.

An der Lage des Gates im Flughafen kann man meistens auch erkennen, in welchem Segment eine Fluggesellschaft unterwegs ist. Und anders als bei HK-Express, wo wir im allerletzten Winkel des Flughafens starteten, war KLM durchaus sehr zentral gelegen. Doch als wir ins Flugzeug einstiegen, trübte sich diese Laune. Optisch erwartete uns ein Flugzeug, dessen Ausstattung wir auf frühe 90er tippten: alte Leuchtstoffröhren im dreckigen Weißton leuchten die Kabine aus.

Fangen wir bei den Sitzen an: Diese waren eng in jeglicher Hinsicht. Wir spürten beidseitig die Armlehnen und konnten auch kaum die Beine ausstrecken. Unter den Vordersitzen passte auch der Rucksack nicht, weil entweder da Bügel hindurch liefen – oder irgendwelche Blechboxen installiert worden sind. Zudem waren sie auch unbequem, was wir am Gesäß und im Rücken spürten.

Wir saßen unweit der Treppe zur Business Class (Doppelstöckiger Flieger), dadurch wurde der Bereich auch während des Fluges nicht abgedunkelt, die Treppe blieb immer erhellt.

In den Vordersitzen gab es bereits Bildschirme mit einem prähistorischen Multimedia-Programm und schwergängigen Touch-Displays. Die Bildschirme waren extrem verschwommen und reflektierten das Licht der Treppe. Einen Film ließ sich damit nur mit Qualen schauen.

Zudem fehlte es im Flugzeug auch an Steckdosen im Sitzbereich. Das ist besonders ärgerlich bei einem Zehn-Stunden-Flug, wenn man die Flugzeit zum Aussortieren der unzähligen ca. 17.000 Bilder nutzen wollte und der Akku aber höchstens eine Stunde mitmacht. Ein Flugbegleiter bot an, die Geräte in seiner Pausenkabine zu laden. Wie löblich, nur da lud schon fast immer irgendein anderes Gerät. Und eigentlich kann das auch nicht die Lösung sein.

Ich saß während des Fluges öfters auf der Treppe, weil sie einfach bequemer war. Und mehr Beinfreiheit bot.

Und während am Anfang auf die Flugbegleiter-Taste hingewiesen wurde (zum Beispiel wenn das Laptop in Brand gerät), blieb diese auf dem Flug wirkungslos. Man konnte diese zwar drücken, dann leuchtete ein kleines Lämpchen. Und wenn du nach hinten geblickt hast, leuchtete in jeder dritten Reihe bereits ein Lämpchen. Aber es kam niemand. Und als doch mal einer die Runde etliche Stunden später abging, waren – welche Ironie – die Anliegen auch schon Geschichte. Ein eventuell in Brand geratener Laptop vermutlich auch.

Eine Stewardess pferchte mich irgendwann eher unfreundlich von der Treppe weg. Aber zugegeben: Die Laune war ohnehin schon im Tiefflug.

Unser Fazit: Es war der mit Abstand schlechteste aller Langstreckenflüge. Einziger Wermutstropfen für KLM: Nach der pünktlichen Ankunft in Amsterdam flogen wir mit der selben Gesellschaft weiter nach Hamburg – und dieser Flug war weitaus angenehmer.

Neuseeland: DX Mail und der blaue Briefkasten

Als wir die ersten Ansichtskarten in einem Touri-Shop im Zentrum von Auckland kauften, wurden wir gleich gefragt, ob wir auch Briefmarken fürs Ausland kaufen wollen. „Natürlich”, sagten wir spontan zu – und freuten uns über diesen tollen Service. An vielen Orten dieser Welt hören wir Sätze „Nein, leider nicht. Da müssen sie schon zur Post – und die öffnet erst Montag wieder.”

Und die Briefmarken sahen auch toll aus. Mit Kiwis, Maoris oder anderen landestypsischen Dingen (siehe Hochglanz-PDF). Selbstklebend. Immer im 5er-Pack. Allerdings stand kein Postwert drauf.

Diese Freude legte sich, als wir beim Schreiben der Karten die Rückseite dieser Aufkleber gelesen haben. In Neuseeland gibt es mindestens zwei verschiedene Briefdienstleister: New Zealand Post und DX Mail. Und diese Unternehmen haben unterschiedliche Briefkästen. Die von New Zealand Post sind rot, wir haben Briefmarken für DX Mail – und konnten demnach unsere Karten in jeden blauen Briefkasten werfen.

Nachdem die ersten Karten fertig geschrieben waren, fanden wir in den Dörfern nördlich von Auckland nirgends einen solchen blauen Briefkasten. Aber keine Panik, noch hatten wir ja noch einige Tage Zeit. Und DX Mail hat auch eine Suchfunktion für Briefkästen. Wir waren inzwischen in Dargaville – und es gab für den Ort exakt eine Adresse, die ganz passend irgendwo zwischen Motel und Stadtzentrum lag.

Wir fuhren also dahin, aber weit und breit kein Briefkasten in Sicht. Auch keine Postfiliale. Oder wenigstens ein Kiosk. Nein, da war ein Autohaus. War das ein Fehler?

Ich ging also hinein – und fragte einen Autoverkäufer, ob es hier einen DX-Briefkasten gäbe. Er war über die Anfrage überrascht, vermutlich nicht so alltäglich. Aber nachdem er verstanden hat, dass ich Karten verschicken wollte, wurde ich einmal quer durch das gesamte Gebäude geführt. Zunächst der Verkaufsraum, dann die Werkstatt, noch ein Gang – und dann stand ich mitten in einem Büro. Aktenschränke hier. Verkaufsprospekte da. Und so in der Ecke gab es zwei, drei Kisten mit dem Logo von DX-Mail.

Ich konnte die Postkarten mit in die eine Kiste werfen. Und vier Tage später (inklusive Wochenende) würden sie abgeholt werden. Etwas suspekt war es mir schon, aber ich ging das Risiko ein – und habe die Karten eingeworfen. Und tatsächlich kamen die Karten tatsächlich an. Unbekannt ist, ob sie den Luft- oder Wasserweg gegangen sind.

Etliche Tage später entdeckten wir in Feilding (Nähe Palmerston North) einen echten Briefkasten von DX-Mail in freier Natur. Einfach so.

Ich möchte ehrlich gesagt aber nicht wissen, wieviele Touris die Rückseite der Briefmarken nicht lesen – und ihre Karten dann in den falschen Briefkasten werfen. Kommen sie dann an? Keine Ahnung. Das Dumme ist allerdings, das selbst das Verkaufspersonal in den Touri-Shops keine Ahnung hat, ja noch nicht einmal selbst die Rückseite gelesen haben. Als wir kurz vor unserer Rückfahrt in Akaroa noch einmal Briefmarken kaufen wollten, wurden diese auch damit angepriesen, dass man sie ja in jeden Briefkasten hauen könnte. Als wir dem Verkaufspersonal die Rückseite vorgelesen hatten, waren sie sichtlich überrascht. Und wussten auch nicht mehr weiter. Dann blieb also wieder nur die Postfiliale übrig. Und die öffnet erst Montag.

Merke: Wann immer sie dir in Touri-Shops Briefmarken anbieten: Prüfe!

Die Karotte von Neuseeland

Wir schreiben den 05.11.2018. Unsere Rückreise hat begonnen, wir saßen im Flieger von Christchurch nach Auckland, um von da nach Hong Kong weiter zu fliegen. Wir blätterten im Magazin der Flugzeitschrift. Häufig gibt es ja auch Karten mit den Flugverbindungen der jeweiligen Gesellschaft. So auch hier. Neben den größten Ortschaften Neuseelands gab es Piktogramme. Z.B. der Auckland-Turm oder das Parlament in Wellington. Auch der Egmont-Vulkan ist deutlich. Doch was um alles ist in der Welt ist diese Karotte da in der Mitte – unterhalb des Taupo-Sees?

Wir fragten die Frau neben uns. Sie war Neuseeländerin und hatte ebenso keinerlei Ahnung. Dafür erfuhren wir, dass sie nach Auckland flog, um ihrer blinden Tochter einen Überraschungsbesuch zum Geburtstag abzuhalten.

Glücklicherweise konnte einer aus der Reihe davor die Antwort geben: Es ist das Erkennungszeichen eines kleinen Ortes. Wir googlen später: Karotte Neuseeland – und führt direkt zu dem Örtchen Ohakune. Dort steht als Skulptur eine große Karotte.

Die Ironie des Schicksals: Genau durch diesen Ort waren wir bei unserer Reise gefahren – und haben diese Moorrübe nicht entdeckt. Dabei ist uns diese Kultur der Skulpturen mit alltäglichen Gegenständen schon bekannt gewesen. Nicht weit davon entfernt gab es den Ort Taihape. Dieser bezeichnet sich als Gummistiefel-Hauptstadt, da dort jährlich Wettbewerbe im Gummistiefel-Weitwurf durchgeführt werden. Folglich steht dort eine Skulptur eines großen Gummi-Stiefels.

In gewisser Hinsicht brauchen diese ländlich geprägten Orte ein Identifizierungsmerkmal. Ansonsten kann man sie nicht unterscheiden. Viele dieser Dörfer sind einfach zersiedelt – und weisen nur kleine Ortskerne auf, die Reisenden allenfalls für den Nahrungsmittelnachschub von Bedeutung sind. Und dafür gibt es oftmals Kaufhallen von nur eine Handvoll Ketten.

Auch den Ort Kawakawa würde vermutlich niemand bewusst ansteuern – wenn es da nicht die Hundertwasser-Toilette gäbe. Ja, ein kleine, öffentliche Bedürfnisanstalt soll die am meisten fotografierte Toilette weltweit sein. Und wir waren natürlich auch da – und erfreuten uns an den kleinen Details des Künstlers.

Und das zieht sich gewissermaßen durch das ganze Land. Eine abseits gelegene, kaum genutzt Fernstraße ist der „Forgotten World Highway”. Er ist eine 155 Kilometer lang und wird täglich von ca. 150 Fahrzeugen genutzt. Auf der gesamten Länge gibt es keine Tankstelle und keine nennenswerten Orte. Noch nicht einmal solche, die eine Karotte oder einen Gummistiefel als ihr Highlight ausweisen. Aber hey, ist der Forgotten World Highway. Da unsere Reiseroute ihn tangierte, waren wir so verrückt und befuhren ihn auch. Aber nur einige Kilometer.

Nicht weit davon gibt es die „Bridge To Nowhere”. Eine Brücke, die nix mit nix verbindet und nur über das Wasser erreichbar ist. So verrückt waren wir nun nicht. Aber das sind eben die kleinen Besonderheiten von Neuseeland.

Glühwürmchen in Neuseeland

In Neuseeland gibt es Glühwürmchen, diese haben aber mit den Glühwürmchen in Europa/USA nix gemein. Da fliegt nix. Die hängen einfach nur an der Decke, werfen Fäden, die dann bläulich schummern mit dem Zweck, Beute anzulocken.

Wir hatten drei Mal die Gelegenheit, diese zu beobachten.

Kawiti Glow Worm Caves

Die Kawiti Caves waren ein Zufallsfund am Anfang unserer Rundreise. Bei der Fahrt zwischen Whangarei und Paihia/Kawakawa entdeckten wir ein Hinweisschild am Wegesrand. Wir zederten anfangs noch, ob wir diese besuchen. Oder anders: Es gibt in Neuseeland so viele schöne Dinge, die man am Wegesrand sich anschauen könnte.

Als wir ankamen, hatten wir Glück: eine Führung ging wenige Minuten später los. Und wir waren eine Gruppe von vier Personen. Diese Sehenswürdigkeit war nicht überlaufen.

Die Höhle selbst war sehr komfortabel zu begehen – und war auch großzügig ausgebaut. Wir liefen größtenteils auf Blanken. Wir waren mit Taschenlampen ausgestattet.

Unsere Führerin erzählte uns voller stolz, dass die Höhle und das Land noch den ursprünglichen Maori-Bewohnern gehören. Beeindruckend war das Vergleich, dass andere Juwelen erben würden – und sie erben eben Glühwürmchen. Und daher sehen sie es als wichtige Aufgabe an, diese auch für künftige Generationen zu erhalten. Somit durften wir die Höhle auch nur Führung betreten.

Nachdem wir einige Meter tief in der Höhle drin waren, sollten wir die Lichter erlöschen lassen. Wir brauchten einige Sekunden, um uns an den Moment der absoluten Finsternis zu gewöhnen. Und der ist wichtig, damit wir die Glühwürmchen sehen können. Denn hell sind sie nicht. Im Gegenteil. Der Moment, an dem die Decke der Höhle zu einem Sternenhimmel mutiert ist dafür unbezahlbar. Unbezahlbar schön. Wie kleine, winzige Diamanten eben.

Fotografieren war in der Höhle nicht erlaubt. Andererseits: was hätte man da auch fotografieren können? Selbst mit hohem ISO-Wert und einigen Sekunden Belichtungszeit wirst du auf den Bildern nicht viel erkennen. Außer schwarz.

Die Führerin erklärt uns auch den natürlichen Kreislauf. Wenn der Busch vor der Höhle zerstört werden würde, würden die Busch-Fledermäuse ihren Lebensraum verlieren und in die Höhle einwandern. Dadurch würden sie die Glühwürmchen verdrängen – und der Sternenhimmel wäre wohl verloren.

Dann ging es wieder zurück zum Ausgang. Es wurde heller.

Nun muss ich gestehen: ein Bild habe ich dennoch mit der GoPro gemacht (ohne Blitz). Wie zu erwarten: alles schwarz!

(Kosten für 2 Personen umgerechnet ca. 35 Euro)

Waitomo Caves

Kein Reisebericht über die neuseeländischen Glühwürmchen ohne die Erwähnung der Waitomo Caves. Sie liegen ziemlich in der Mitte der Nordinsel zwischen Hamilton und … grob Nichts. Somit stand auch diese Höhle mit auf unseren Must-Sees der Reise. Leider zu Unrecht!

Nach einer nicht enden wollenden Fahrt über Landstraßen erreichten wir den Parkplatz der Höhlen. Von da ging es durch einen Fußgängertunnel in ein imposantes Empfangsgebäude. Dort wurde uns erst einmal eine Menge Geld abgeknüpft (zu zweit ca. 62 Euro). Dann warteten wir zusammen mit vielen anderen auf einigen Bänken. Im Wartebereich gibt es ein kleines Café. Und da gerade zu viele ankamen, wurde die Gruppe geteilt.

Die Höhlen am Anfang waren schon sehr beeindruckend. Unser Guide, ebenso ein Maori, erklärte uns die geologischen Zusammenhänge. Die dortigen Stalaktiten und Stalagmiten basieren auf Kalkstein. Die einzelnen Räume bekamen Vergleiche. Der eine war aufgrund der gigantischen Höhe eine Kathedrale. Der nächste war eben aufgrund der Stalagmiten die Kunstgallerie. Alles noch hell erleuchtet, kein Glühwürmchen in Sicht.

Wir standen dann am hinteren Rand der Art Gallery. Hier war es etwas dunkler. Und da wir die Glühwürmchen schon Kawiti kannten, erkannten wir diese Fäden wieder. Aber wir waren wohl die einzigen. Fast niemand von den anderen 20 Personen der Gruppe blickte an die Decke. Sie folgten alle den spannenden Erzählungen des Guides, der irgendwelche Maori-Geschichten seiner Großmutter zum Besten gab. Und das finde ich schon schade, wenn die Leute eben wegen dieser besonderen Tierchen diesen hohen Eintrittspreis bezahlen.

Dann ging es wieder zurück durch diese Kathedrale. Nur verließen wir diese durch eine andere Tür. Es ging einige Treppenstufen bergab, bis wir an einem unterirdischen See mit Bootssteg waren. Hier war es schon deutlich dunkler. Und es gab viele Glühwürmchen. Ein regelrechter Glühwürmchenteppich.

Nachdem alle an Board waren, steuerte unser Guide das Boot. Wir drehten eine wirklich kleine Runde, ehe es zum Ausgang ging. Doch kaum hatten wir uns an die Dunkelheit gewöhnt und wollten das Wunder genießen, schien bereits das erste Licht vom Ausgang der Höhle. Und von da an, näherte sich rasend schnell der Ausgang. Im nächsten Moment standen wir vor der Höhle am Bootssteg. Die Tour war zu Ende.

Wie man aus der Beschreibung entnehmen kann, war ich enttäuscht – und habe diese Fahrt bereut. Wenn ich in Neuseelands bekanntester Glühwürmchenhöhle viel Geld bezahle, um dann lang und breit durch Höhlenräume geführt werde, die sicherlich imposant sind und auch Geschichten lauschen kann, die sicherlich spannend sind, aber ich am Ende des Tages gefühlt drei bis fünf Minuten überhaupt die Glühwürmchen-Teppiche sehen darf, so finde ich das daneben. Da war Kawiti halb so teuer – und wesentlich entspannter.

Dafür gab es aber am Ausgang noch einen sehr großen Touristen-Shop. Aber hier gab es das zweite Manko: den Betreibern der Höhle fehlt es an professionellen Fotografen. Die Postkarten sahen alle wie Gewollt, aber nicht Gekonnt aus. Zugegeben: das ganze ist auch nicht einfach.

Pancake Rocks

Unser dritter und letzter Kontakt mit Glühwürmchen war in der Nähe der Pancake Rocks auf der Südinsel. Hinter unserem kleinen Motel Paparoa Park ging ein kleiner Weg am Hang entlang. Dort hatten sich auch einige Glühwürmchen angesiedelt. Es wurde eine kleine „Aussichtsplattform” errichtet. Allerdings gab es hier auch keine so großen Lichterteppiche, es waren eher vereinzelte Punkte.

Also gingen wir abends, als alles dunkel war, hinters Haus. Wir waren allein und hatten nun alle Zeit der Welt, diese kleinen Würmchen aus direkter Nähe zu betrachten. Natürlich gingen wir nicht einfach so dahin – wir hatten unsere Kameras und Stative dabei. Spannend war vor allem, dass die leuchtenden Punkte extrem klein waren. So wie ein Pixel eines LCD-Bildschirmes, eher noch kleiner. Und so dunkel, dass sie auch nichts von der Umgebung irgendwie mit Licht versorgten.

Wenn man mit sehr hohen ISO-Werten und langen Belichtungen arbeitet (teilweise fünf Minuten), dann kann man auf den Bildern auch helle Pünktchen erkennen. Allerdings auch nicht viel mehr – denn bei dieser Belichtungszeit reicht ein feiner Windhauch aus, um den leuchtenden Faden schwingen zu lassen. Da die Würmchen eher bläulich strahlten, konnte man die Umgebung mit rotem Licht anstrahlen. Um irgendetwas auf Bildern zu sehen.

Zugegeben: etwas gruselig ist es dann schon in der totalen Finsternis. Nachdem wir gut eine halbe Stunde mit unseren Kameras hantierten, hörten wir ein Knacksen. Es folgten Schritte. Und Stimmen. Am Ende waren es nur andere Reisende, die ebenso die Würmchen einmal sehen wollten. Aber auch nicht viel mehr.

Fazit

Zusammenfassend fand ich die dritte Option am besten. Auch wenn es kein so spektakulärer Sternenhimmel war, war es ungemein von Vorteil, dieses kleine Wunderwerk ohne irgendeinen zeitlichen Druck anzuschauen. Die Kawiti-Caves waren ein angenehmer Wegesrand-Fund. Die berühmten Waitomo-Caves ein Flop.

Es gibt daneben noch viele weitere solcher Höhlen, was aber auch binnen drei Wochen nicht zu schaffen ist. Auf unserer Liste der Reiseziele stand noch Te Anau (Südinsel, Nähe Queenstown). Dies mussten wir aber aus Zeitgründen aufgeben. Neben den kommerziellen Höhlen soll es auch einige freie geben.

Lebensmitteleinkauf in Japan

Da wir keine All-Inclusive-Tour machen und auch nicht nur durch die Gastronomien schlendern wollen, kommt man um Kaufhallen nicht herum. In Hong Kong war das alles noch einfach: Nahezu alles war bilingual auch in Englisch beschriftet. In Japan ist das nicht der Fall.

So fühlten wir uns bei den ersten Kaufhallen wie die reinsten Analphabeten. Ein Sortiment, dass einem völlig unbekannt ist, kombiniert mit Schriftzeichen, die ebenso einem völlig unbekannt sind.

Und ja, die haben einige merkwürdige Besonderheiten in ihren Sortimenten. Kleine getrocknete Fische zum Beispiel. Oder Seetang. Oder „Hühnerspieße”, die nur aus Hühnerhaut bestehen.

Hinzu kommt dass Japan anscheinend keine guten Lebensmittelfotografen hat. Im Gastronomiebereich bauen sie lieber das Essen in Kunststoff nach:

Was macht man dann? Man beschränkt sich erst einmal auf das, was man kennt. Obst und Gemüse, da kann man nichts falsch machen. Bemerkenswert sind die Größenverhältnisse des Obstes.

  • Karotten sind meist richtig fett, sie haben den Umfang, den bei uns Gurken haben
  • Und Gurken und Auberginen sind so schmal, wie bei uns eher Karotten sind
  • Tomaten gibt es in mehreren Größen, nur sie neigen dazu, die Dinger in Kühlschränke zu packen – und ähnlich wie bei uns: Gekühlte Tomaten schmecken einfach nach nichts.
  • Äpfel sind deutlich größer als bei uns, sind eher Stückware.

Ja, und Kiwis und Eier. Käse ist kaum vorhanden, meist richtig teuer und schlecht.

Und glücklicherweise gab so so Päckchen mit der Aufschrift „Salad Chicken”. Juhu. Der erste Abend ist gerettet.

In Hiroshima betraten wir eine größere Kaufhalle, die in etwa so die Größe und das Ambiente eines (alten) Aldis hat. Das ist besonders, denn die meisten sind hier eher winzig klein. Der Laden rings herum besteht aus Kühlregalen. In der Mitte auch noch einige. Das meiste hier gibt es gekühlt. Nur einige Konserven, Waschmittel und Süßes gibt es ohne Kühlung. Den Einkauf haben wir zusammen – und wollen mit Kreditkarte bezahlen. Geht nicht. Keine Chance. In Japan! Mit den restlichen Barmitteln nehmen wir notdürftig noch etwas mit. Glücklicherweise war nix los. Die Verständigung mit den beiden Kassierern läuft mit Zeichensprache.

Nach einigen Tagen normalisiert sich das Ganze. In der Kette FamilyMart (auch „Famima”) sind viele Lebensmittel zumindest auf der Vorderseite einmal in Englisch beschriftet (also was es eigentlich ist).

Diese sogenannten Konbinis sind allerdings eine super Sache! Rund um die Uhr geöffnet und mit allerlei kaltem und warmen Essen ausgestattet, z.B. Yakitori (Hähnchenspieße), Currys, Salate, Edamame, gekochte Eier, Suppe im Winter … Das Essen kann auf Wunsch in der Mikrowelle warm gemacht werden und es gibt immer Essstäbchen und feuchte Servietten dazu. Famima hat auch einen sehr leckeren Bulletproof Coffee.

Gut ist auch die große Auswahl an grünem Tee. Diesen gibt es hier kalt in Flaschen, ungesüßt, ohne weitere Zusätze. Manchmal auch als schwarzen oder Jasmintee. Zum Glück aber keinen „Chysanthementee”, den wir aus Versehen in Hong Kong kauften.

Uns wird mit der Zeit bewusst, was für einen Müll man hier verursacht. Die Müllmenge spielt hier anscheinend keine Rolle. Hier ein Beispiel für ca. 63g Lebensmittel mit Käse und Wurst:

Die Möhren, Gurken, Paprikas und Tomaten sind in der Regel einzeln in Folie verpackt. Äpfel und Birnen haben teilweise auch noch Puffermaterial. Kiwis und Äpfel bekommt man aber auch ohne Folie.

Selbst eine Ansichtskarte bekamen wir hier nur in Folie einzeln abgepackt.

In Kyoto haben wir mal einen Laden entdeckt, der den optischen Eindruck eines Edekas machte. Im zweiten Stockwerk gab es Internationales, sprich europäisches Essen, auch Schokoladen von Lindt und Ritter Sport. Und richtigen Emmentaler. Aber fragt nicht nach den Preisen.

Witziger Fund: Baumkuchen. Das Wort hat es ins Englische geschafft. Aber auch hier gibt es eher abgepackt eine einzelne Scheibe als so einen kompletten.

A pro pos Preise: Nicht selten kommt man aus der Kaufhalle raus, hat umgerechnet 20-25 Euro bezahlt und eigentlich nur ein Frühstück und ein Abendessen für zwei Personen inklusive Getränke gekauft.

Weihnachten spielt ja allgemein für Japaner keine wirkliche Rolle, aber kulinarisch stellen sie sich das eher so vor:

Essen am Bahnhof zum Mitnehmen? Gibt es zum Beispiel in der Bentō-Box.

Rakiraki - Das Dorf oder die Stadt oder ich weiß es nicht

Im strömenden Tropenregen erreichten wir unser erstes Fiji-Ressort Wananavu. Wir bezogen das Quartiert. Da im Ressort die Getränke nur zur zu gastronomischen Preisen zu beziehen war, beschloss ich zu einer Kaufhalle zu fahren und Getränke und Lebensmittel zu beschaffen.

Ich fragte den Pförtner, wo es einen Supermarkt gibt. Und er sagte, dass es das erst in Rakiraki geben würde. Mehr wusste er auch nicht. Google auch nicht. Google kannte immerhin Adams Supermarkt.

Der Regen ließ nach – und ich stieg in den Mietwagen und verlasse das Ressort.

Dabei enden auch die unzähligen Kokospalmen am Wegesrand. Es folgten verdorrte Felder. Hier und da eine Hütte, die kaum größer ist als eine Laube in einer Kleingartenkolonie, nur dass da teilweise ganze Familien drin wohnen.

Manche waren auch verweist. Müll gab es zwar auch, aber erstaunlich wenig.

Zugegeben: Der Ort ist gar nicht so leicht zu finden. Dabei ist er flächenmäßig ziemlich groß. Es ist der gesamte Nord-Nordosten der Hauptinsel, inklusive unserem Ressort. Extrem zersiedelt. Der zentrale (Markt-)Platz ist in etwa da, wo in Google Maps Valeika eingezeichnet ist. Dort gibt es auch Adams Supermarkt.

Viel gibt es jedenfalls nicht in Google Maps zu sehen. Während der Kartendienst für Japan jede Rolltreppe einer U-Bahn-Station kennt, gibt es hier nicht einmal alle Straßen. Das macht die Orientierung schwer. Und selbst bei den vorhandenen Straßen kann man sich nicht verlassen, dass eine am rechten Straßenrand eingezeichnete Tankstelle tatsächlich am linken Straßenrand steht. Vielleicht auch am rechten Straßenrand. 200 Meter später. Ich habe mehr Tankstellen am Ende gesehen, als eingezeichnet waren.

Nächste Erkenntnis: Es gibt auf Fiji keine Hausnummern. Nur Straßennamen. Es steht auch nichts an den Gebäuden dran. Immerhin funktioniert GPS.

Mir fallen sehr viele Schulen am Wegesrand auf. Bestimmt fünf oder sechs Schulen. Viele Kinder. Und viele Schulbusse (Später erfahren wir, dass die Schulzeit 8-13 Jahre dauert und mit 5 Jahren beginnt. Eigentlich sehr gut!).

Ich hielt an einer Tankstelle an. Das Angebot des Tankstellenshops war schon etwas besonders. Getränke, vor allem mit Zucker, gab es in allen Facetten. Fast alles gekühlt. Daneben nur noch Chips, etwas Dosenfutter und 15 Sorten (Speise-)Öl.

Der zweite Shop am Wegesrand war noch kurioser. Ich betrat den Laden – und hatte ca. 1 Quadratmeter für mich begehbare Fläche. Alles um mich herum war vergittert und vernagelt. Hinter den Gittern gab es Regale, auf denen grob das selbe Sortiment zu erkennen war. Und eine Frau, die auf meine Bestellung wartete. Ich ging rückwärts wieder raus.

Dritter Tankstellen-Shop. Ich wechselte mit der Verkäuferin einige Worte. Sie fragte mich, wie ich Fiji finde – und ich antworte „Schön, aber der viele Regen!” Sie freute sich dagegen, dass es nun endlich regnet – wegen der langanhaltenden Dürre. Ich kenne diese Diskussionen aus Deutschland zur Genüge. Sie fragte mich, wo ich untergekommen bin, ich nannte das Wananavu-Ressort. Sie antwortete: „Oh, what a beautiful place!”

Ihre Reaktion geisterte noch ein wenig in meinem Kopf herum. Sicherlich sagt man so etwas aus Höflichkeit, man kann je schlecht einem Touri sagen, dass dieses Quartier vollkommen versnobt oder abgehoben sei. Und vor allem nix mit „The Real Fiji” zu tun hat (das steht am Eingang zum Ressort). Aber ich fragte mich schon, ob diese Person in diesem winzigen Laden, wo es zwischen Motorenöl und Scheibenwischern Babywindeln zu kaufen gibt, jemals so ein Ressort von Innen gesehen hat, um den Unterschied zwischen der Welt hier draußen und der Welt im Ressort zu kennen.

Ich verließ die Kings Road (das ist die Ringstraße auf der Hauptinsel) – und fuhr über einen Berg.

Dann erreiche ich etwas, was man durchaus Dorfplatz nennen konnte. Es war das Zentrum der Stadt Rakiraki. Nun gibt es aber keine Präsentation der touristischen Sehenswürdigkeiten dieses Ortes. Falls es welche geben sollte: Ich habe sie nicht gefunden. So wie ich den Ort fast nicht gefunden habe.

Hier häuften sich die Geschäfte. Eins neben dem anderen. Hier stehen auch richtige Häuser, die meisten zweistöckig, einzelne sogar dreistöckig. Und einige Bauruinen. Und es gibt sogar Fußwege.

Ich betrete ein Bekleidungsgeschäft – und kaufe mir spontan auch ein Fiji-Hemd. Um die 25 Fiji-Dollar, also 10 Euro. Die Hemden sind zwar farbenfroh, bestehen aber im Grunde nur aus einer Grundfarbe und vielen Mustern.

Apotheke. Ich kaufe Paracetamol – und bekomme drei Blisterfolien, die mit einem Gummi zusammengehalten werden. Hergestellt in Indien, beschriftet mit russischen Buchstaben. Kosten dafür: 1 FJD. Also ca. 40 Cent. Dagegen ist das Anti-Mosquito-Spray mit 14 FJD recht teuer. Das Zeug scheinen Einheimische auch nicht zu nehmen. Immerhin fühlt sich das einheimische Spray nicht ganz so klebrig-giftig an, wie das DEET-Spray.

Banken, Vodafone, ja richtige Supermärkte für Fiji-Verhältnisse. Mindestens 4. Die Polizei, die Feuerwehr, Elektronikmärkte, Märkte für Heimwerkerbedarf („Hardware”). Und die Vollzugsanstalt für die kleineren Vergehen:

Der örtliche Busbahnhof und die Taxistände:

Und unzählige Leute. Das ganze sind letztendlich vier kurze Straßen, die einen Platz umschließen. Verlässt man dieses Quadrat steht man schon auf dem Feld. Es hätte was für eine Filmkulisse.

Ich betrat also nun den ersten richtigen Supermarkt. Er ist ziemlich heruntergekommen.

Das Angebot ist schon besser, keine Frage. Aber Obst bekommt man hier kaum. Es gab eine Kühltheke mit Äpfel, Birnen und Mandarinen. Karotten (werden hier gekühlt verkauft – warum auch immer).

Daneben gibt es noch Kartoffeln, Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch. Und jede Menge indische Gewürze. Klar.

Kühlschränke, in denen das Fleisch ohne jegliche Verpackung drin liegt. Daneben ein kompletter Gefrierschrank, in dem die Hühner in Folie abgepackt (so wie bei uns) verkauft werden (und manche kaufen davon auch gleich 10 Tiere). Chips und Schokoriegel gibt es hier auch. Beliebt sind wohl auch Brausepulver zum Selbstrühren.

Klimageräte? Die gibt es wohl nur in den Touristenunterkünften. Das höchste der Gefühle in einer Kaufhalle ist ein Ventilator.

Es ergab sich wieder ein Gespräch mit dem Verkäufer. Wieder fragte er, wo ich untergekommen bin. Nun aber fragte ich zurück: Kannte er den Ort denn wirklich? „Ja, klar. Ich habe da früher mal gearbeitet.”

Ich betrat noch einen weiteren Supermarkt. Weitestgehend das gleiche Sortiment. Immerhin: dieser hatte keine defekten Fliesen auf dem Fußboden.

Etwas überrascht war ich beim örtlichen Elektronikgeschäft. Ein 65-Zoll-Fernseher für knapp 2000 Fiji-Dollar, also um die 800 Euro. Damit war noch nicht einmal die Unterkunft ausgestattet. Und der Laden hatte – anders als diese Tankstellenläden – auch nicht gerade eine gute Sicherung.

Der eigentliche Marktplatz war auch schon krass. Da saßen die Verkäufer auf dem Boden, um sich herum eine Traube von Tellern mit Obst und Gemüse. Fast alles war durch den Regen irgendwie nass. Ein Schälchen Tomaten für einen Fiji-Dollar. Kaum ein Tisch, kaum eine Bank. Auf der einen Seite dachte ich: Unterstütze die örtlichen Händler (bzw. Bauern) und genieße das einheimische Essen. Auf der anderen Seite schreckte mich der Marktplatz aber auch ab.

Ein Taxifahrer fragte freundlich, ob er mich fahren kann.

Direkt neben diesem Marktplatz wird gebaut. Die Stadtverwaltung plant den Neubau eines Marktes. Ein Hochglanzfoto eines Neubaus – mit asphaltierten Straßen. So etwas kenne ich auch in Deutschland: Hochglanz-Bilder von Bauprojekten, die mit der künftigen Realität nix gemein haben. Zumindest fehlt mir jegliche Fantasie, im Rohbau das geplante Gebäude erkennen zu können.

Gleich hinter diesen Gebäude fließt ein kleiner Bach, dessen Name ich nicht in Erfahrung bringen konnte. Es gibt eine Brücke. Nur einspurig. Immerhin mal eine mit baulich getrenntem Fußweg. Die Autos fahren auf Holzbrettern darüber. So sehen in Fiji übrigens viele Brücken aus.

Am Fluß gab es einen Hinweis, dass Müllentsorgung verboten sei. Höchststrafe 40 FJD. Also umgerechnet um die 15 Euro. Ein Schulbus fährt drüber, ein paar Kinder winken mir zu. Einer warf Abfall raus – und fühlte sich stark. Hatte was von Mutprobe.

Ich kam mir auf diesem Marktplatz wie ein Fremdkörper vor. Und mit Digitalkamera auch deutlich als solcher zu erkennen. Andere Touristen sind mir hier nicht begegnet. Trotzdem hatte ich nirgends das Gefühl, dass ich Angst haben müsste, überfallen zu werden. Im Gegenteil. Selbst als mir eine Gruppe kräftiger Männer entgegen kam, grüßten sie mit „Bula bula”. Manch einer fragte auch noch „How are you” – dann folgen die klassischen britischen Dialoge „I’m fine. And you?” – „Me, too.”. Es gab auch niemand, der um Geld gebettelt hat. Ein angenehmes Markttreiben.

Und das ist auf der anderen Seite auch das, was mich hier beeindruckt hat: Die meisten Leute hier sind aus unserer Sicht arm, also finanziell. Sie leben in kleinen Hütten und haben oftmals so wenig, dass sie diese Wohnungen nicht einmal verschließen müssen. Aber sie gehen mit einer Freude durchs Leben, was ich so in der Form in Deutschland oder anderen Industrienationen nicht kenne.

Ich habe mein Wasser übrigens bekommen. Und eine Cola Light. Ich griff übrigens gleich zum noblen Fiji-Wasser. In Fiji kostet die 1,5-Liter-Flasche fast überall 3,20 FJD (also ca. 1,30 Euro). Das bekommt man auch hin und wieder in Deutschland zu kaufen – zu sehr teuren Preisen. Man sollte sich nur bewusst machen, dass diese Pulle dann einmal komplett um die halbe Welt gereist ist.

Zurück zum Auto. Ein Passant lehnte sich am Wagen und ruhte aus. Als er bemerkte, dass ich das Auto öffnete, grüßte er. Natürlich mit „Bula Bula”. Ich fahre los. Zurück zum Ressort.

Ich lese wieder am Eingang des Ressort die werbenden Worte „The Real Fiji”. Und ich bin mir nun sicher, dass ich das echte Fiji kennengelernt habe. Nicht im Ressort. Auf dem Marktplatz von Rakiraki.

Mein Tipp also: Geht raus den Ressorts und schaut euch das Land an!

Fiji: Viti Levu - Wananavu Resort

Bula!

(uns wurde erklärt, dass Bula auf Fijianisch sowohl „Hallo”, als auch Leben / Lebensfreude bedeuten kann und daher in jeder Lebenslage angemessen ist. Einfach. Oder auch doppelt.)

Nach einem langen Übernachtflug aus Tokio nach Nadi kamen wir übermüdet am Flughafen an. Wie schon im letzten Blogpost geschrieben, waren unsere Flugbegleiter angenehm entspannt und gut drauf. Das sollte sich in Fiji fortsetzen. Kaum betraten wir den Flughafen, wurden wir von einer fröhlichen fijianischen Band begrüßt. So angenehm haben wir noch nie bei einer Passkontrolle angestanden.

Die Passkontrolle war ein Klacks. Wir wurden mit Vornamen angesprochen.

Auf Hinweisschildern wird auf saftige Strafen hingewiesen, wenn verbotene Lebensmittel eingeführt werden. Im Zweifel gilt immer: Frage lieber. Die Zollbeamtin Cynthia deutete darauf hin, dass die abgepackten japanischen Würstchen nicht eingeführt werden dürfen. Wären sie aus Australien oder Neuseeland, wäre es ok. Bei Milch- und Fleischprodukten ist Fiji sehr penibel, ebenso bei Honig und Früchten. Alles andere schien egal zu sein.

Wir liehen uns am Flughafen ein Auto aus. Der internationale Führerschein spielte hier keine Rolle. Der EU-Führerschein reichte aus, um das Auto zu bekommen. Kratzer? Das interessiert hier niemanden, es werden nur größere Dellen oder Verformungen vermerkt (und wenn man die Off-Road-Straßen hier kennt, weiß man auch warum). Keine Ahnung, wie alt das Auto ist – es hat erst 50.000 Kilometer herunter. Und das Lenkrad ist links: Linksverkehr!

Raus aus dem Flughafen. Wir haben noch ca. 135km zu unserem Ressort zu fahren. Es gibt eine Ringstraße um die Insel – die Kings Road, bzw. im Süden die Queens Road. Diese ist asphaltiert und wird einigermaßen instand gehalten, auch wenn zahlreiche Schlaglöcher vorhanden sind. Es gibt aber keine Autobahn, noch nicht einmal eine Schnellstraße. Es ist einfach nur eine Straße, nur um Nadi herum ist sie vierspurig.

Sofort fallen uns die Zuckerrohr-Laster auf und wenig später sehen wir auch den einzigen Zug auf Fiji – den Zuckerrohr-Express. Zuckerrohr/Zucker gehört neben Kokos, Kakao und Ananas (göttlich!) zu den bedeutendsten (Export-)Agrarprodukten auf Fiji.

Überhaupt – es deutete sich schon beim Landeanflug an – Fiji war ein kleiner Kulturschock für uns. Bulgarienerfahrung hin oder her. Es ist hiermit nicht vergleichbar. Diese erste Autofahrt hätte unserem Gefühl nach genauso gut in Zentralafrika stattfinden können. Eine Stadt nach unseren Maßstäben sahen wir kaum, höchstens mal eine Marktstraße im Dorf:

Der ausgesprochen moderne Flughafen (das internationale Terminal) und die prächtig gedeiende Pflanzenwelt gehen in einfachen, ebenerdigen Holz- und Wellblechhütten über, die sich über die Landschaft verstreuen.

Hin und wieder ein kleines Dorf (durch die extrem vielen „schlafenden Polizisten” am Ortseingang und -ausgang nicht zu verfehlen). Wer wie viel Geld hat, lässt sich direkt an der Quadratmeterzahl des Hauses und an seinem Zustand ablesen. Es fallen jedoch die prächtigen Gärten und bunten Farben der Häuser auf. Am Wegesrand stehen häufiger mal Ziegen oder Kühe. Zum Glück läuft uns keine vor’s Auto.

Die Berge sind ziemlich kahl. Unten wachsen Palmen und Bananenstauden. Kirchen und Schulen, zumindest Grundschulen, sahen wir oft. Auch diese einstöckig, selten mal ein zweites Stockwerk.

Es gab viele Linienbusse – von komplett offen mit Plane bis hin zu ganz modern.

Es zogen Wolken auf. Es regnete. Heftig. Ich betätige den Scheibenwischer – und blinke. Verdammt: In Fiji sind Scheibenwischer und Blinker vertauscht. Nia fielen nach nur 1-2h Schlaf im Flugzeug und mit Halsweh schnell die Augen zu. Nach 3 Stunden kamen wir sicher am Ressort an.

Die ursprüngliche Idee, die Insel einmal zu umfahren oder wenigstens bis zur Hauptstadt Suwa zu fahren (Das Parlamentsgebäude soll eine Sehenswürdigkeit sein), wurde mit jeder weiteren Baustelle, jeder weiteren einspurigen Brücke und jedem weiteren Zuckerrohr-Laster begraben. Erleichtert kamen wir in Wananavu, unserem Ressort, an und wurden auf einem leeren Parkplatz vom Sicherheitsmann zu der am weitesten vom überdachten Bereich liegenden Ecke eingewiesen (es goss in Strömen). Später trug er uns dafür den Koffer und wir durften noch einmal umparken.

Unser „Zimmer” war hier eine geräumige Bure (Fijianisch für Hütte/Bungalow) und lag in einem sehr schönen Garten in Hanglage. Früher war das eine Plantage gewesen.

Es gab auch einen kleinen Privatstrand mit extrem flachen Wasser, Mangroven, eine kleine Marina und selbstverständlich eine künstliche Halbinsel für Hochzeiten. Dazu die Honeymoon-Bure, bridal Spa-Treatment, etc. etc. Scheint hier ein generelles Geschäftsmodell zu sein.

Übrigens ist das Ressort, wie fast alle anderen hier, fest in ausländischer Hand, Fijianer stellen die Angestellten. Allerdings lernten wir, dass ausländische Investoren immerhin das Land in der Regel nicht kaufen können, sondern von einem der Stämme (Gemeinden) für 99 Jahre leasen müssen. Gleichzeitig gibt es aber auch ziemlich viele Privatinseln. Unsere kleine Nachbarinsel steht z.B. gerade zum Verkauf und kostet schlappe 13 Mio. USD – Schnäppchen. Hat wer Interesse?

Dies alles steht in starkem Kontrast zur Landschaft da draußen – paradiesischer Garten hier im Ressort, Wellblechhütten da draußen. Ein gutes Gefühl ist da nicht.

Dennoch waren die Einheimischen immer gut drauf, sehr aufmerksam und haben immer ein Lächeln und ein „Bula” auf den Lippen. Für ein Schwätzchen war jeder zu haben. Wir haben nicht den Eindruck, dass dies einstudiert ist, sondern zur Mentalität der Leute hier gehört. Es passierte auch häufiger, dass einem völlig unbekannte Menschen mit Handschlag auf der Straße begrüßen. Da Englisch eine der Amtssprachen ist, haben wir da auch kaum Probleme.

Nahezu alle dieser Ressorts haben auch ein Restaurant. Gaststätten oder Imbisse findet man nämlich sonst kaum. Die Besonderheit in Wananavu war, dass die Gäste im Restaurant, die am nächsten Tag das Ressort verlassen, mit einem Abschiedslied verabschiedet wurden. Dann singen alle Kellner mehrstimmig mit. Wow.

Während es am ersten Abend richtig heftig regnete, tröpfelte das Internet dagegen. Immerhin bekamen wir den Wetterbericht durch: Regen und Gewitter an allen Tagen, wo wir auf Fiji waren. Tolle Perspektive. Wir wollten das Japanische Wetter wieder haben!

Am nächsten Morgen öffneten wir die Gardinen. Blauer Himmel. Wir sahen das Meer. Und diese 13-Mio-US-Dollar-Insel gegenüber.

Also verbrachten wir den Tag am Strand. Da gab es herrliche Hängematten. Wir stellten fest, dass die Sonne hier schon am Morgen ganz schön brannte. Also immer gut eincremen und das „Nobite” nicht vergessen. Wobei sich leider nicht alle Mücken davon beeindrucken lassen wollen. :-(

Der zweite Tag begann regnerisch und mit Gewitter. Wir wollten eigentlich die Bootsfahrt zum Sonnenuntergang buchen und bangten den ganzen Tag, ob sie stattfinden würde. Als es aufklart, stellt sich auch noch heraus, dass das Boot noch verspätet zu einem Tauchgang aufgebrochen ist. Es ist nicht klar, ob es bis 17:30 wieder zurück sein wird. Wir bangen weiter.

René nutzte die Gelegenheit, um im Zentrum von Raki Raki ein paar Besorgungen zu machen.

Wir lernten noch ein Paar aus Auckland kennen. Sie erzählten vom schweren Zyklon 2015. Das Wananavu-Ressort hatte Glück, das benachbarte musste neu aufgebaut werden.

Gegen 17:00 Uhr kam die Überaschung: Das Boot war zurück. Also schnell hinunter zur Marina. Wir treffen auf zwei nette Herren, die ohne Pause mit uns herausfuhren. Dafür gönnten sie sich während der Fahrt einen kleinen Snack: die Instant-Nudeln von Maggi. Nein, nicht zwei Minuten gekocht. Die kann man roh essen! Wirklich. (Wir haben das später noch mal probiert!)

Und trotz der vielen Wolken werden wir mit einer traumhaften Abendrot-Stimmung auf dem Wasser belohnt!

René durfte sogar mal kurz das Boot steuern und geschickt die Korallenriff umfahren. (Erfahrung: Du fährt nicht auf Sicht, sondern nach dem GPS-Navi. Da sind alle Riffs verzeichnet. Gerade abends würde man gar keine Korallen sehen können)

Später durften wir uns auf die Bootsspitze setzen (für „Titanic” a lá Kate & Leo war das Boot leider zu klein). Kurz nach 18 Uhr wurde es schlagartig dunkel. Die blaue Stunde ist hier kurz.

Wir kamen mit dem Bootsführer ins Gespräch und berichteten von Deutschland und unseren Reiseplänen. Auf einmal fühlten wir uns sehr bescheiden, als er uns sagt, dass der Fiji noch nie verlassen hat.

Etwas verspätet trafen wir zu unserem letzten Abendessen im Restaurant ein. Als wir uns für die Nacht verabschiedeten und für alles bedankten – mittlerweile waren wir die letzten Gäste – bekamen wir ein spontanes Ständchen vom Musiker und den Kellnern. Und als wir gegangen sind, außer Sichtweite und fast schon außer Hörweite, griff der Musiker wieder zur Klampfe und sang mit dem Kellner. Wir lauschten aus sicherer Distanz. Sie hatten Spaß. Auch ohne Gäste. Wir auch.

Am nächsten Morgen starteten wir mit ausreichend Puffer nach Nadi. Dort gaben wir den Mietwagen ab – und flogen weiter auf die nächste Insel: Taveuni.

Noch eine kleine Anmerkung zum Reiseablauf: Ursprünglich wollten wir von Nadi direkt nach Taveuni weiterfliegen und da sechs Nächte verbringen – und dann vier auf der Hauptinsel. Nachdem wir die Unterkunft auf Taveuni gebucht hatten, stellten wir jedoch fest, dass sowohl an diesem als auch am Folgetag alle Flüge bereits ausgebucht waren. Also besuchten wir erst die Hauptinsel – und dann Taveuni. Da der Rückflug von Taveuni und der Weiterflug nicht zusammenpassten (wir kämen zu spät an Nadi an), mussten wir eine weitere Nacht auf der Hauptinsel verbringen.

BusinessClass nach Neuseeland

Warnung: Dieser Teil unserer Reise könnte Spuren von Satire enthalten!

Der Flug zwischen Nadi und Auckland war Business Class. Es war das erste Mal für uns. Nun mag man sich fragen: Haben wir zuviel Geld übrig? Nein, das skurrile ist: der Flug hat uns praktisch nichts gekostet. Im Gegenteil.

Als ich den Flug von Tokio nach Nadi buchte, stellte ich fest, dass ein kombinierter Flug Tokio-Nadi-Auckland absolut preiswerter ist, als lediglich Tokio-Auckland. Ich wunderte mich schon beim Buchen, dass dieses Flugzeug nur 24 Sitzplätze hätte – und dachte, es sei ein Fehler. Nein, das war die Business Class. Nagut, akzeptiert.

Am Flughafen angekommen durften wir uns nun wichtig fühlen. Zunächst die Kofferabgabe. Hier durften wir 40kg mitnehmen. Dieser Vorteil verpufft natürlich, wenn auf allen anderen Abschnitten der Reise nur 23kg mitgenommen werden können. Weiter ging es durch die Sicherheitskontrolle – ganz normal. Die Business Class spielte erst bei der Passkontrolle eine Rolle. Hier gab es einen Express-Schalter für die Business Class. Juhu. Dummerweise stand beim normalen Schalter in diesem Moment auch niemand.

Dann gingen wir in die Lounge. Die sind streng nach Fluggesellschaften getrennt. Zum Glück reisten wir beide mit der gleichen Gesellschaft. Wir zeigten das Flugticket vor – und unsere Namen standen auf der Liste der wichtigen Gäste. Dann waren wir da, im Schlaraffenland.

Hier gibt es unzählige Sitzecken. Jede hat anderes Mobilar, aber alles sieht durchaus edel aus. Und untypisch für Fiji. Zudem ist angenehm wenig Betrieb, während im normalen Wartebereich der Bär steppt. Es gibt ein Buffet zum Bedienen. Mit Getränken. Sogar alkoholisches. All inclusive. Das Dumme ist nur: So viel kann man in der Wartezeit gar nicht alles wegfuttern. Die Musik war sehr dezent. Viel Personal, das ständig alles wieder auffüllte. Man kann sogar duschen, wenn man möchte.

Wir fühlten uns ein wenig die Bauern, die einmal am Buffet des Königs nagen durften. Und natürlich bedient man sich dann auch. Zumindest plünderte ich die Ananas, die hier deutlicher leckerer waren als in Deutschland. Und lernte noch Coffee Barfi kennen, indisches Süßgebäck:

Unser Flug wurde aufgerufen – und damit mussten wir die Lounge verlassen. Wir sahen zum Vergleich die normalen Wartebereiche:

Am Gate gab es wieder die separate Schlange für Business-Class. Yeah. Nun durften wir uns vordrängeln – und haben drei Personen überholen können. Und, ganz wichtig, uns wichtig fühlen.

Im Flugzeug ging es dann nach vorne. Nach ganz vorne. In die Reihe 1. Wir haben Platz. Wesentlich mehr Platz. Da wo man sonst 1 bis 1,5-Fenster im Flugzeug hat, haben wir drei. Die Füße konnten wir gar nicht so weit ausstrecken, um gegen irgendetwas zu treten. Die ultimative Beinfreiheit. Wir konnten die Stühle bis in die Waagerechte verstellen.

Da wir ja zuvor aus Japan kamen, haben wir auch den direkten Vergleich, da auf beiden Flügen ein Airbus A330 eingesetzt wurde.

Nur einige Gegensätze:

  • Allein für die 24 Plätze gab es 3 Flugbegleiter.
  • Während das Multimedia-Programm als normaler Gast eher schwerfällig zu bedienen war, lief das hier 1A. Es gab auch mehr Filme, mehr Musik.
  • Die Kopfhörer waren deutlich besser – und unterdrückten sogar Fluggeräusche.
  • Klar, das servierte Essen war reichhaltiger und wertiger. Vor allem gab es richtiges Besteck, wo sonst alles nur Einweg ist. Was alleine für Müll in der zweiten Klasse produziert wird, fragt man sich schon, warum das nur in der zweiten Klasse gibt. Getränke aus Gläsern und richtigen Tassen.
  • Auf der Toilette gibt es viel besseres Papier zum Hände abwischen und sogar Lotion. Warum auch immer selbst da Unterschiede gemacht werden…?
  • Es gab ein Erfrischungstuch. Juhu!

Und die VIP-Speisekarte:

Wie sollte es auch anders sein: Die Stunden vergingen wie im Flug. Es waren letztendlich nur reichlich 3 Flugstunden.

Beim Verlassen des Flugzeuges ist man wieder nur ein normaler Reisender. Und nun standen wir bei der Passkontrolle an. Und es gab keine Business-Class-Schlange mehr. So ein Mist.

Lohnt der Japan Rail Pass?

Wer als Tourist in Japan auch mit den Eisenbahnen (und vor allem den Shikansen) unterwegs sein will, wird um die Frage des Japan Rail Passes nicht herumkommen. Wir haben ihn für 3 Wochen in Anspruch genommen, das kostete uns 452 Euro (Wert in Yen: 59350).

Nach der Reise fragten wir uns dann: Hat er sich gerechnet? Finanziell kaum, vom Reisekomfort her auf jeden Fall!

Wir haben unsere Zugfahrten notiert. Für die reinen Verbindungspreise sowie Express-Aufschläge hätten wir ohne den Pass 54910 Yen bezahlt (umgerechnet ca. 418 Euro) – ohne irgendwelche Frühbucher-Rabatte. Hinzu kommen noch die Reservierungsgebühren für die Sitzplätze. Diese können wir aber im Nachhinein nicht mehr ermitteln (Sie sind nicht zwingend nötig, manchmal aber vorteilhaft. Und teilweise hatten wir auch welche für Verbindungen, die wir dann so nicht angetreten sind. In jedem Fall sind sie im Japan Rail Pass mit inklusive).

Warum es sich dennoch gelohnt hat und wir diesen wieder holen würden?

Zum einen wussten wir vor der Reise nicht, wie viele Fahrten wir letztendlich machen werden. Von Tokio aus hatten wir noch einige Ausflüge ins Umland geplant, auf die dann verzichteten. Mit dem Japan Rail Pass haben wir einen Fixpreis.

Und zum anderen mussten wir vor Ort keine Fahrkarten kaufen. Das erspart das Bedienen von Automaten, Warteschlangen etc. Mit dem Japan Rail Pass gehst du einfach an der Bezahlschranke vorbei und winkst mit der Karte.

Und zum dritten: Verglichen mit der Landesgröße haben wir doch nur einen kleinen Teil (grob Hiroshima-Tokio) bereist. Wäre der Abschnitt größer, hätte sich der Japan Rail Pass definitiv gelohnt.

Was man aber im Kopf behalten sollte: Es gibt in Japan neben den Japan Rails viele weitere Bahnbetreiber, bei denen der Pass nicht akzeptiert wird. Ebenso findet er keine Anwendung bei städtischen U-Bahnen bzw. Bussen.

Von Bis Fahrpreis Express Anmerkung
Takamatsu Hiroshima 4190 2480
Hiroshima Mijayima 590 inklusive Fähre
Mijayima Hiroshima 590 inklusive Fähre
Hiroshima Shin-Osaka 5620 4090
Shin-Osaka Emmachi 760 860
Emmachi Inari 200
Nijo Emmachi 140
Emmachi Himeji 2270 2480
Himeji Emmachi 2270 2480
Emmachi Nara 840
Nara Emmachi 840
Emmachi Saga-Arashiyama 190
Saga-Arashiyama Emmachi 190
Emmachi Narai 5400 3390
Narai Machida 3670 2160
Odawara Kameido 1660 1730
Ryogoku Kameido 140
Kameido Tokyo 170
Ichigaya Sendagaya 140
Akihabara Kameido 160
Kameido Iidabashi 170
Ichigaya Shibuya 170
Shibuya Kameido 310
Kameido Uguisudani 170
Ueno Kameido 170
Kameido Nippori 860
Ueno Kameido 170
Kameido Narita Terminal 1490 1700 Airport Express
Summe 33540 21370 Gesamt: 54910