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Neues aus Dresden und Umgebung

Mal fünf Schlagzeilen auf einen Haufen, die in den letzten Tagen in Dresden sich ereigneten:

1. Molenbrücke

In den letzten Tagen wurde mit dem Bau der Dresdner Molenbrücke begonnen. Sie wird eine Brücke für Radfahrer werden und soll einen durchgenden Radweg direkt an der Elbe ermöglichen. Der Radweg verläuft dann über die Halbinsel (auch Mole genannt) und verläuft dann auf eben dieser Brücke genau bei der Hafeneinfahrt. Bisher verließ man auf Höhe Moritzburger Straße die Elbe und mußte ein Stück entlang der Leipziger Straße führen.

(Bild von Tigion)

Stefan hat den Bau bereits vorgestellt — und wie ich bereits da geschildert habe: bei diesem Bau kann man ein lachendes und ein weinendes Auge haben. Ein durchgehender Radweg hat gewisse Vorteile — und vor allem beseitigt es eine gefährliche Unfallstelle für Radfahrer, wenn man an der Moritzburger Straße den Radweg verlassen möchte.

Mit dem Bau geht aber auch eines der schönsten Ruckzugsgebiete verloren. Die Mole war ein Platz, den man gerne aufsuchte, um seine Ruhe zu haben. Die Natur war hier relativ wild und nur wenige Menschen irrten hier her. Das wird nach dem Bau mit Sicherheit anders werden.

Wer den Bau verfolgen möchte: es gibt bereits ein spezielles Weblog zur Molenbrücke, siehe auch Tigions

2. Königsbrücker Straße

Die Königsbrücker Straße hatte ich anfang diesen Jahres schon einmal vorgestellt. Ja, viel ist in den vergangenen zehn Monaten nicht passiert. Das Land machte nun deutlich, daß es wieder nur den vierspurigen Ausbau fördern möchte — und mißachtet hierbei die langwierigen Kompromisse, mit der der Stadtrat zu einer sinnvollen Lösung gefunden hat. Aber das ist gelebte sächsische Demokratie dank CDU.

3. DVB mit Visionen

Die Dresdner Verkehrsbetriebe haben Visionen und schlagen gleich neun (!) neue Straßenbahntrassen vor. Zu den wichtigsten Vorhaben:

  • Anbindung der Messe (Verländerung Linie 10)
  • Straßenbahnverbindung zwischen Löbtau über Zelleschen Weg zum Wasaplatz (das dürfte endlich das Problem der Studenten lösen)
  • Rathenauplatz bis Fetscherplatz
  • Johannstadt bis Haltepunkt Plauen
  • Neue Außenäste bis Weißig, Cossabeude, Leubnitz und Ottendorf

Im Zentrum würde das Netz dann so aussehen:

Siehe auch: Große Variante (Ursprungsdatei von Wikipedia, GNU-Lizenz.)

4. Postplatz

Man mag es kaum glauben, aber die CDU schlägt wirklich vor, daß man — wenn keiner 18 Jahre lang das Bestreben hatte, noch mehr Bürohäuser im Dresdner Zentrum zu errichten — man die Bebauungspläne auch aufheben kann und stattdessen wieder Wohnhäuser im Zentrum bauen könnte. CDU-Bauexperte und Stadtrat Klaus-Dieter Rentsch:

Die Zeiten, in denen große Bürohäuser gebraucht wurden, sind vorbei. Aus heutiger Sicht war die Entscheidung, so lange daran festzuhalten, sicher falsch. [..] Wir wollen stattdessen das Thema Wohnen im Zentrum aufgreifen.

(Ob man auch vom Konzept Steinwüste abweicht?)

5. Tiefgarage am Pirnaer Marktplatz

Und noch eine Meldung aus der Pirnaer Lokalpresse vom 4. November 2009: hier wurden Pläne vorgelegt, daß nahezu der komplette Marktplatz in Form einer Tiefgarager untertunnelt werden soll. Dabei sind die drei Parkhäuser in direkter Nähe schon häufig belächelt worden.

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