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NZ: Paparoa National Park / Pancake Rocks

Es gibt viele spannende Naturphänomene in Neuseeland, die Pancake-Rocks gehören zweifelsohne dazu. Und wir waren froh, dass wir immerhin diese Etappe bei unserer Reise noch einplanen konnten und uns dafür auch ausreichend Zeit nahmen. Wir haben zwei Nächte im Paparoa National Park verbracht.

Der Name nimmt Bezug zur Formation des Gesteins. Die Sedimentablagerungen von über 30 Mio Jahren sehen aus wie übereinander geschichtete Eierkuchen. Das Wasser der Brandung wird durch den Wellenschlag durch Höhlen und Ausspülungen durchgedrückt – und ist auf den begehbaren Pfaden durch Blowholes und diverse Geräusche erlebbar.

Pancake Rocks

Gegen 17:00 Uhr erreichten wir die Pancake Rocks. Das Meer tobte. Der Scheitel der Flut war gerade vorbei. Wir liefen entlang des Besucherpfades.

Chimney

Der Chimney (Kamin) ist eines der Blowholes – und das mit Abstand zuverlässigste Blowhole. Alle zehn Sekunden sprüht hier Nebel raus. Auf ca. 20 Meter Höhe (vom Meeresspiegel aus).

Putai Blowhole Seat

Den Putai Blowhole Seat haben wir nicht sofort wahrgenommen. Der Wind tobte zwar, aber der Wellenschlag war noch zu artig. Als wir am Folgetag noch einmal hindurchgelaufen waren, sah diese beeindruckender aus:

Surge Pool

Der Besucherpfad ging um einen Pool herum, der quasi nicht still steht. Der Wasser feuerte mit gewaltiger Kraft gegen die Felsen:

Als wir am Folgetag noch einmal da waren (und der Wellengang noch heftiger war), konnten wir sogar ein waagerechtes Blowhole entdecken: die Welle feuerte gegen den Stein – und oberhalb sprühte es zurück.

(Wenn du einmal die Blowholes erkennst, fallen sie dir überall auf)

Blick auf die Küste:

Sudden Sounds

Nächstes Highlight: Sudden-Sound. An der Beschilderung schauten wir in ein rundes Loch. Wir sahen nur Gestein. Und plötzlich, ohne Vorwarnung, begann ein starkes Rauschen. Und ebenso schnell wie es begann, verstummte es fünf Sekunden später wieder. Es gab kein festes Muster. Mal kamen sie binnen zehn Skeunden, dann war aber auch mal für einige Minuten Ruhe.

Auch hier waren die Effekte am zweiten Tag weit spannender: da hörten wir nicht nur Rauschen, da spühte ebenso ein Blowhole.

Und während Kiwis eher scheu und zurückhaltend sind: die Wekas (korrekt: Wekaralle) sind ebenso flugunfähige Vögel, die wir aber öfters beobachten konnten:

Morgendämmerung

Weil es so schön war, plante ich am nächsten Tag noch einmal dahin – und zwar zur Morgenflut. Die Flut war gegen 05:30 Uhr. Ich stellte den Wecker auf diese Zeit. Verdammt es regnete. Als der Regen gegen 05:45 nachließ, machte ich mich auf die Socken. Im Klamotten geschält, es war kalt. Dort angekommen (man kommt dort 24/7 hin, kein Eintritt oder Barriere), überlegte ich kurz, einen Camping-Stuhl mitzunehmen (machte es doch nicht) – und genoss das Schauspiel. Ich hatte Glück, ich war alleine. Ich konnte alles genießen. Über mir lockerte sich das Wolkenmeer. Kurz nach 7 kam die Sonne hinter den Berg hervor – und die nächsten Frühaufsteher kamen hervor. Nach gut eineinhalb Stunden hatte ich genug.

Truman-Track

Der Truman-Track ist ein kleiner Wanderweg vom State Highway direkt zur Küste. Dort kann man über Treppen hinab an den Strand geben. Aufgrund des Wellenschlages sollte man allerdings nicht ins Wasser gehen:

Und wir sahen auch warum.

Der Wellenschlag war beachtlich:

An Steinhang tröpfelte Wasser von oben. Da, wo Wasser landet, war es begründet. Der Rest war Stein:

Die Flut kam – und versperrte den Rückweg. Zumindest kurzzeitig. Ein gutes Zeichen, so langsam den Rückweg einzuschlagen. Ich saß noch auf einen Stein – und schaute den Wellengang zu. Eine starke Welle schlug hinein. Ich stand zum Glück rechtzeitig auf. Sekunden später war dieser Stein umspült gewesen.

Als wir auf der Aussichtsplattform waren, entdeckten wir ein weiteres Blowhole:

Pororari River Track

Zwischen Truman Track und Pancake Rock ist der Pororari-Fluss zu queren. An der Mündung ist ein Parkplatz, mit einem schönen Wanderweg entlang des Flusses. Auch wenn man diese Wege fast schon tageweise gehen kann, sind wir nur einige Schritte in diesen Weg hinein gelaufen.

Gleich am Parkplatz wartete ein Weka(ralle) auf uns:

Als wir kehrten, kamen zwei Wasserwanderer. Die Strömung war an diesem Tage zu stark – und sie trugen ihr Boot zurück zum Parkplatz.

Punakaiki Cavern

Unweit der Pancake Rocks gibt es die Punakaiki Cavern, eine Höhle mit ca. 130 Meter Tiefgang. Wir liefen einige Meter hinein. Gerade beim Eingang war die Höhle sehr flach. Im hinteren Teil konnte man wieder aufrichtig gehen. Laut Reiseführer sollte es in der Höhle Glühwürmchen geben, doch da haben wir leider keine gesehen.

Essen

Rund um die Pancake Rocks gibt es kaum Möglichkeiten, Essen zu kaufen. Kaufhallen gibt es erst wieder in Greymouth. Auch wenn unsere Vorräte noch reichten: wir gingen essen im Restaurant des Hotels.

Sonnenuntergang

Während wir noch speisten, zeichnete sich ein farbenfroher Sonnenuntergang ab:

Wir fuhren einige Meter weiter zur McMillan Road Freedom Camping Area – und sahen die Sonne untergehen:

Hier gab es noch einige Camper

Paparoa Park Motel

Unser Motel war ein modernes Holzhaus, was ausgewanderte Deutsche errichtet haben. Sehr modern.

Wir hatten sogar einen Balkon – mit Blick ins Grüne:

Glühwürmchen

Hinter unserem Haus gab es einen kleinen Hang, in dem es Glühwürmchen gab. Wir machten abends in Dunkelheit uns mit dem Kameras und den Stativen auf den Weg (siehe Artikel zu Glühwürmchen in Neuseeland)

Fazit

Unbedingt mitnehmen!

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