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Kommentar von René

Auch Volt positionierte sich zu Olympia – und anders als Statement im Vorjahr war das echt sehr, sehr schwach:

Ja zu Olympia, aber nachhaltig: Volt unterstützt Hamburgs Bewerbung

Es liegt ein konkretes Konzept vor, über das entschieden wird. Entweder man ist dafür, dagegen oder enthält sich. Aber Zustimmung mit Forderungen ist irgendwie bekloppt. Und das wird noch mal wiederholt:

Aufruf zum Ja – mit Substanz

Was fehlt, ist die kritische Auseinandersetzung. Unter Punkt 3 wird gefordert:

Nutzung vorhandener Arenen statt teurer Neubauten

Ja, und das wird völlig kritiklose hingenommen.

Der Senat sagt: “76% der Wettkampfstätten bestehen oder sind bereits geplant”. Und das ist dann eben aus seiner Sicht nachhaltig. Dabei steht da schon ganz klar: “oder sind bereits geplant”.

Der Volt-Anspruch, Faktenbasiert, wäre, diesen Wert mal auseinander zu nehmen.

Nur um mal zu zeigen, wie nachhaltig das war: Es sollte 33 Stätten geben, davon 8 temporär, 14 ertüchtigt, 11 bestehend.

76% bestehen also rechnerisch, wenn man aufrundet. Bei den bestehenden gab es nur 2 in Hamburg. Der Rest sind die 6 Fußballstadien irgendwo in D und 3 Sachen mit Wasser bei Kiel und Markleeberg.

Bei den zu ertüchtigenden Einrichtungen liegen häufig die temporären Kosten über denen, die als Investition gelten (bspw. Sportpark Eimsbüttel 12 Mio temporär vs. 5 Mio investiert).

Ist das dann nachhaltig?

Dann fordern sie:

Tempo bei der Barrierefreiheit.

Im Olympia-Konzept wurde von der “barriereärmsten Stadt Deutschlands” gelabert – und ich komme aus einem Regionalausschuss, in dem es um die Ersatzhaltestellen der U3 geht, wo die Leute direkt aus dem Bus auf einem Radweg treten. Und das ist besonders toll für Leute im Rollstuhl, die für diesen Ersatzbus ca. 300m (!) (inkl. Weg zwischen teilerhöhten Stelle des Bahnsteiges zum Aufzug) und 3 Ampeln zurücklegen müssen. Nur um mal zu norden, wo die Stadt heute bei Barrierefreiheit eigentlich steht und was ihr das wert ist.

Man Favorit ist aber:

Echte Bewegung in der Stadtentwicklung.

Das kann man nicht häufig genug unserem Senat attestieren ;-)