Mastodon

renephoenix.de

Homepage von René Pönitz

Die U-Bahn-Phobie der Linken in Hamburg

Die Linken wollen die U5 nicht. Sie wollen allgemein weniger U-Bahn und stattdessen eine Straßenbahn. Vernünftig wäre beides in Koexistenz zu fordern. Viele europäische Metropolen mit ähnlicher Einwohnerzahl zeigen, dass beides sich zusammen wunderbar ergänzt, bspw. Wien, Prag, Budapest, Sofia, Warschau und Barcelona.

Wie auch immer: man kann alle paar Jahre eine Gefälligkeitsstudie machen – und gegen die neue U-Bahn wettern. Heute reden wir über die 2026er Version. Die Besonderheit nun ist, dass sie mit den im Bau sich befindenden Abschnitten und den künftigen Abschnitten befasst. Allgemein finde ich es schade, dass weder die SPD eine Straßenbahn auf die Gleise bekommt, noch die Linke eine U-Bahn. Ich habe vor zwei Jahren mal einen Netzplan entwickelt, wie eine Straßenbahn die bestehenden und geplanten U- und S-Bahn-Netze in Hamburg sinnvoll aufwerten könnte, siehe meinen Entwurf

Natürlich muss man sich nichts vormachen: die U5 ist einerseits schön gerechnet. Sie entspricht ganz dem Geist der SPD: möglichst dem Auto nicht weh tun. Kosten egal, im Untergrund gibt es viel Platz. Und auch am Linienlauf gibt es einiges zu kritisieren (z.B. einige Haltestellenabstände zu weit, Linienführung über den Hamburger Single Point of Failure etc., Führung wie ein “U”). Trotzdem ist es wichtig, wenn gerade die sozial schwächeren Viertel wie Steilshoop und Osdorfer Born an den schnelleren Nahverkehr angeschlossen werden und nicht nur auf die permanent verstauten Busse angewiesen sind.

Die Studie ist online, zu finden auf der Seite der Linksfraktion in Hamburg