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Gutes Beispiel

Ich belege dieses Semester unter anderen die Veranstaltung Entscheidungs- und Spieltheorie von Prof. Ortmanns. Schon in der ersten Vorlesung gab es eine interessante Problemstellung:

Variante 1: Angenommen man will in die Oper, hat eine Karte gekauft (50 Euro), steht pünktlich vorm Einlaß und hat die Karte aber zu Hause vergessen. Nach Hause fahren ist nicht mehr möglich. Entscheidung: noch eine kaufen (100 Euro) oder sein lassen (50 Euro)

Variante 2: man legt sich 50 Euro zurecht, um eine Karte für 50 Euro an der Kasse zu kaufen, hat aber dummerweise das Geld verloren. In der Geldbörse ist auf jeden Fall noch Geld drin. Eine kaufen (100 Euro) oder sein lassen (50 Euro).

Das Problem ist in beiden Fällen gleich — im ersten würde man vermutlich verfluchen und sein lassen, im zweiten die Karte kaufen. Denoch ist das Entscheidungsproblem gleich.