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Homepage von René Pönitz

Der nächste Titel, bitte!

Vodafone, Sony team up for music service on mobiles:

If a customer presses dislike, the music skips to the next song, and Sony´s classification will ensure that subsequent radio channels would avoid songs similar to those rejected.

Zugegeben: diese Idee hat Sony nicht erfunden! Ich hatte bereits schon Pandora getestet. Im Moment probiere ich indy.tv. Solche Programme kann man als Werkzeuge durchaus sinnvoll einsetzen, um den eigenen Musikhorizont zu erweitern.

Allerdings sollte man stets beachten, daß sie — je nach Algorithmus — auch Schwachstellen haben. Wenn ich jetzt zurück denke, daß ich früher für fast jeden Pet-Shop-Boys-Titel in den Mittel-90er mindestens eine Hand voll Anläufe brauchte, würde ich wohl nie wieder einen Titel dieser Band hören.

Zudem ist der persönliche Musikgeschmack auch stets Änderungen ausgesetzt. Man findet Titel mit der Zeit langweilig. Man möchte eine alte Kamelle mal wieder herauskramen. Oder man ist plötzlich in einer anderen Stimmung. Oder eine bestimmte Musikrichtung findet man auf einmal toll! Der Musikgeschmacke ist einfach zu irrational, um dies einem Algorythmus zu unterlegen. Sicher gibt es Möglichkeiten (z.B. Angabe von Wunschtiteln, Neubeginn von 0), diesen Effekt zu dämmen.

Trotzdem bleibt bei ein fader Beigeschmack, wenn Sony in diesem Prozeß wieder seine Hände reinlegt. Wird dann hauptsächlich Sony/BMG-Musik angeboten? Oder dürfen die Indie-Label dann Unsummen bezahlen, damit sie ins Angebot kommen? (vgl. Spreeblick)