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Homepage von René Pönitz

5G-Versteigerung

Während einer Mitfahrgelegenheit kam das Thema 5G-Versteigerung auf. Ich hatte zugegebenermaßen mich zuvor noch nicht damit beschäftigt, die in den Raum geworfenen Argumente der Mitfahrerin wirkten ein wenig nach Aluhut-Fraktion. Sie sorgte sich um Strahlen und verwies auf eine laufende Petition

Ich habe mir diese Petition angeschaut – und einige Gedanken gemacht:

  1. Die Einforderung der medizinischen Unbedenklichkeit ist an sich unterstützenswert.
  2. Die Petition begründet es mit einem kritischen Forschungsstand, benennt aber diesen keineswegs (z.B. durch Nennung einer Studie). Damit ist es schier unmöglich, diesen Stand nachzuvollziehen.
  3. Während die Petition in ihrer Begründung von „Millimeterwellen bis zu 200 GHz” spricht, wird bei der Auktion die Frequenzbänder von 2 GHz sowie 3,4-3,7 GHz versteigert. (Zum Vergleich: WLAN nutzt 2,4 GHz und 5 GHz). Es ist also gut möglich, dass diese kritischen Studien für den oberen Bereich dieses Spektrums gibt und die derzeitigen Auktion gar nicht tangiert (Vgl. diese Debatte )
  4. Was mich viel mehr daran stört ist die Versteigerung – und damit die Exklusivität eines (Teil-)Funkbandes durch ein einzelnes Unternehmen.
  5. Andererseits bringt die Versteigerung auch Verpflichtungen mit sich, bspw. eine flächendeckende Anbindung („Bis Ende 2022 sollen mindestens 98 Prozent der Haushalte mobiles Internet mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) haben”).

Fazit: Es ist keine Petition, die ich unterstützen werde.

Update Ich habe erneut so eine Diskussion führen dürfen. Neben der Sorge um Strahlen bestand vor allem die Sorge wegen abstürzender Computer, deren Ausfälle sowie eine Abneigung von selbstfahrenden Autos. Diese beiden Argumente sind für mich aber keine. Das 5G-Netz ist für mich eine reine Infrastruktur-Frage. Und Infrastruktur ermöglicht bestimmte Nutzungsmöglichkeiten (Und manche können wir heute noch gar nicht abschätzen), aber sie gibt keinen Zwang auf, dass wir bestimmte Nutzungen legalisieren und einführen. Die Debatte um selbstfahrende Autos muss isoliert betrachtet werden. Und Computer stürzen mit 5G genauso ab wie mit 4G oder 3G.

Skandinavien-Reise - Kosten

Zum Abschluss noch ein Blick auf die Finanzen. Während der 24-tägigen Reise hatte ich Gesamtausgaben in Höhe von 1252,55 Euro. Also dafür dass ich gereist bin – und während dessen mich auch versorgt habe.

Ich habe es ein wenig aufgeschlüsselt:

Kostenart Kosten
Lebensmittel 481,09
Zeltplatz 380,02
Fähre 153,38
Erdbeeren 71,60
Porto 48,05
Kleidung 28,63
Werkstatt 27,82
Bewirtung 23,04
Zug 17,38
Postkarten 12,33
Waschen 9,22

Skandinavien-Tour: Die Fähren von Norwegen

Am Tag 11 und 12 meiner Reise, also mitten im norwegischen Teil, habe ich meine Radreise durch drei Fähren abgekürzt:

  • Risør – Øysang (ca. 4km, 85 NOK)
  • Stabbestad – Kragerø (ca. 2,5km, 85 NOK)
  • Langesund – Helgeroa (ca. 9,5km, 200 NOK)

Allen drei war gemein, dass der Weg zur Umfahrung der Fähren recht umfangreich war, teilweise auch über verkehrsreichere Straßen verlief und die Fernradroute einfach auch auf diese Fähren ausgelegt sind.

Die erste Fähre war ein ziemlich antiquiertes Schifflein, was sogar bis zu 3 PKW transportierte und den Touri-Ort Risør mit einem völlig zersprengten Dorf verband, wo es gar nichts gab. Als die Fähre ankam, war ein 1 PKW und gut 30 Leute drauf. Auf meiner Überfahrt waren nur drei zahlende Gäste an Board.

Die zweite Fähre war eine moderne Autofähre mit etwas mehr Andrang. Hier war Stabbestand das unbedeutende Örtchen und Kragerø der Touri-Hotspot. Menschliche Bedürfnisse zwangen mich jedoch, diese Überfahrt in einer fensterlosen Einzelkabine zu verbringen.

Am spannensten war aber die dritte Fähre. Schon auf einem der zurückliegenden Zeltplätze schwärmte ein Pärchen, die die Tour entgegengesetzt fuhren, von dieser Überfahrt. Allen voran die Fahrt durch die engen Klippen zwischen den Arøya-Inseln. Während der ca. 1 stündigen Fahrt hatte ich hier die Gelegenheit, auch einige schöne Fotos zu schießen (was sonst bei einer klassischen Radreise nur bedingt möglich ist). Und die gibt es hier: