renephoenix.de

Homepage von René Pönitz

Bauvorhaben Marienhain

Der Bebauungsplan zum Bauvorhaben Marienhain steht am 27.11.2014 auf der Tagesordnung in der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick. Ich möchte das Bauvorhaben kurz vorstellen und Bezug zu den zahlreichen Einwendungen nehmen!

Bausenator Andreas Geisel

Die neuen Senatoren wurden benannt, für das Thema Stadtentwicklung soll es Andreas Geisel, bisheriger Bezirksbürgermeister in Lichtenberg, werden. In einem Interview in der Morgenpost erklärte er seine Linientreue zur SPD an:

Ich habe mich als Bezirksbürgermeister bemüht, keine Blockadehaltung einzunehmen. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum ich jetzt Senator werde.

Mit dieser durchaus ehrlichen Ansage macht er sehr eindrucksvoll deutlich, warum er für diesen Posten fehlplatziert ist.

Aber auch inhaltlich kann einem Angst und Bange werden:

Der Autobahnring muss geschlossen werden. Am Ende des 16. Bauabschnitts, an der Elsenbrücke, werden wir ein Verkehrsproblem bekommen. Wir können den Stau natürlich nicht immer ein Stück weiter an das Ende der Autobahn verschieben, deswegen brauchen wir den Weiterbau bis zum Pankower Autobahn-Zubringer. Das halte ich für vernünftig.

Zum Glück endet seine Amtszeit in zwei Jahren. Die Verkehrspolitik der 60er Jahre haben einige in der SPD immer noch nicht überwunden.

Buslinienreform Treptow

Zum Fahrplanwechsel der BVG am 14.12.2014 wird vor allem der Busverkehr in Treptow neu geordnet. Die Linie 167 wird verschwinden, dafür wird es eine neue Linie 165 geben. Als Anwohner am Treptower Park freue ich mich über diese Änderung, da künftig eine Anbindung in Richtung Zentrum im 10-Minuten-Takt erfolgt.

Als ich 2007 nach Berlin kam, gab es nur eine Verstärkung nur zwischen Treptower Park und Schlesischen Tor. Diese fungierte als Linienüberlagerung, so dass ein Umstieg immer notwendig war. Später entfiel diese Verstärkung. Seit Ende April wird die 265 verstärkt. Nun gibt es eine neue Hauptlinie.

Ich habe die Linienverbindungen vor und nach der Umstellung im Dezember am Treptower Knoten visualisiert. Die Linienstärke deutet auf den Takt hin. Unveränderterte Linien sind nicht abgebildet:

Stand Heute:

  • Linie 104 (lila)
  • Linie 166 (rot)
  • Linie 167 (grün)
  • Linie 265 (blau)

Künftigen Liniennetz:

  • Linie 104 (lila)
  • Linie 165 (grün)
  • Linie 166 (rot)
  • Linie 265 (blau)

Die Änderungen:

  • Die Linie 167 wird durch die neue Linie 165 ersetzt. Diese übernimmt zwischen Märkischen Museum und Treptower Park künftig die Verstärkerfahrten der Linie 265 und fährt wie der alte 167er nach Köpenick. Die Linie 265 entfällt Sonntags.
  • Die Linie 166 wird nach Neukölln verlängt und übernimmt einen Teil der weggefallenen Fahrten der 167. Der andere Teil wird durch zusätzliche Verstärkerfahrten der Linie 104 aufgefangen.

Kreative Ideen statt Fahrpreissteigerungen

Am Wochenende um den 15.11. hatten die Berliner Piraten eine Landesmitgliederversammlung, bei der u.a. ein Antrag mit dem Titel ‚Pay more if you want’ statt Fahrpreissteigerungen! beschlossen wurde:

Die Berliner Piraten empfehlen der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus, sich dafür einzusetzen, dass statt der nächsten geplanten Fahrpreiserhöhung bei den Unternehmen des Verkehrsverbundes Berlin Brandenburg die Möglichkeit geschaffen wird, freiwillig und auf unkomplizierte Weise einen höheren Betrag als den Regeltarif für Tickets zu bezahlen.

Ich erkläre, warum dieser Antrag nicht sinnvoll ist.

Fahrpreisverteuerung in Berlin

Zum 1. Januar werden in Berlin die Tarife für den ÖPNV umgestellt. Was wie bei jeder Umstellung extrem nervig ist: die Übergangsbestimmungen:

  • Die alten Fahrscheine gelten noch 14 Tage lang, also bis zum 14.01.2015
  • Bis Ende Mai können alte Fahrscheine umgetauscht werden, danach wertlos
  • Umtausch nur bei dem Verkehrsunternehmen, bei dem der Fahrschein erworben wurde, kein Verbundgedanke

(Infos zur Tarifanpassung beim VBB, zu den Umtauschbedingungen bei der BVG)

Warum können Fahrkarten nicht unbegrenzt gelten? Selbst der Gefahr von Hortungskäufen zur Tariferhöhung kann gelassen reagiert werden. Betriebswirtschaftlich wäre dies eine vorgezogene Geldbeschaffung, die das Verkehrsunternehmen nur diese Tarifdifferenz kostet. Niemand wird kriminalisiert, weil ein gültig gekaufter Fahrausweis nachträglich ungültig wird. Und selbst wenn nicht anerkannt wird: Warum ist der unbefristete Umtausch nicht möglich?

Auch die Übergangsfrist ist mit zwei Wochen extrem kurz. Beim Verkehrsverbund Oberelbe sind es vier Wochen für Einzelfahrscheine und 3 Monate für Vierer-Karten. In München sind 3 1/2 Monate vorgesehen

Auch der Umtausch scheint in anderen Verkehrsverbünden lockerer gehandhabt werden. Im VVO kann der Umtauch bei jedem Partnerunternehmen im Verkehrsverbund erfolgen.

Linktausch bei datenleck.net

Bei meinem Projekt datenleck.net häufen sich zur Zeit Anfragen zum Setzen und Tauschen von Links. Hier meine (nicht ganz ernst gemeintes) Anleitung in 3 Schritten, wie eine Verlinkung bei datenleck garantiert ist:

  • Organisieren Sie ein Datenleck! Verwenden Sie eine fünf Jahre alte Version einer Webshop-Software. Lassen sie einen Firmenlaptop mit unverschlüsselten Daten auf einer Parkbank liegen. Entsorgen sie vertrauenswürdige Dokumente grundsätzlich ungeschreddert in öffentlichen Papierkörben. Seien sie kreativ!
  • Veröffentlich sie eine Presseerklärung, in der sie über Art und Umfang der Panne beschreiben (auf einer permanent gültigen Adresse)
  • Tragen sie die Panne direkt ein

U1 zum Ostkreuz und die Piraten

Die Arbeitsgruppe für ÖPNV der Berliner Piraten bekam im August einen „dezenten Hinweis”, dass von einer U-Bahnverlängerung zum Ostkreuz hinter verschlossenen Toren gemunkelt wird. Wir erstellten daraufhin eine Anfrage – und übergaben sie dem für Verkehr zuständigen Abgeordneten der Berliner Piratenfraktion. Fast drei Monate lang passierte nichts. Als Zwischenfeedback gibt es den Diskussionsstand von 2013. Wochen vergehen. Monate vergehen. Der Ball lag vorm offenen Tor, nur wo ist der Torschütze?

Nun ging Senator Müller in die Offensive:

Wir gehen jetzt noch einen Schritt weiter und sind jetzt mit der Bahn in der Abstimmung, ob wir nicht Flächen vorhalten für einen U-Bahn-Anschluss mit Umsteigemöglichkeiten.

Zum Artikel in der Berliner Zeitung

In der Sache habe ich mir in den Monaten noch kein abschließendes Urteil gebildet. Die Anbindung an die Ringbahn ist sicherlich nicht die dümmste Idee und wird vielen Leuten doppeltes Umsteigen beim Ostkreuz und Warschauer Straße ersparen. Die Linie wird von da aber keine weitere Verlängeroptionen mehr haben und dieser Abschnitt ist reiner Parallelverkehr zur Stadtbahn.

Die Verlängerungsideen zum Frankfurter Tor sind nun weitestgehend verbaut (zumindest wenn auf der Warschauer Straße kein Hochbahnviadukt wie in Kreuzberg entstehen soll). Unstreitig ist auf jeden Fall, dass das Freihalten von Flächen sinnvoll ist, um die Zukunft nicht zu verbauen.

Berliner Modell zur kooperativen Baulandentwicklung

Ende August veröffentlichte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt die Leitlinie für den Abschluss städtebaulicher Verträge in Berlin vom 28.08.2014. Die Presse pickte vor allem die These heraus, dass Investoren nun günstige Wohnungen schaffen müssen. Ich betrachte das Papier aus Transparenz-Gesichtspunkten und Mietpreispolitik.