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Stillstandsgenerator

Es ist wieder Wahlkampf in Deutschland. Dieses mal für die EU. Und wie bei jedem Wahlkampf üblich, versuchen sich einige Parteien wieder mit absoluten Nonsens-Plakaten hervorzutun. Die Berliner SPD hat gute Chancen für einen Sieg in der B-Note: mit einem ehemaligen Flughafen im Hintergrund preisen sie „Berlin statt Stillstand” an. Sie hätten auch gutes Wetter gegen Stillstand anpreisen können. Oder uns Piraten.

Wenn du auch etwas hast, was gegenüber Stillstand besser ist, dann erstelle hier dein eigenes Stillstandsplakat!

Stillstand selbst generieren

Mit diesem Formular kannst du dein eigenes Stillstandsplakat erzeugen:

So sieht dein Stillstandsplakat aus:

Hier ist dein Plakat. Ausdrucken, Ausschneiden, Aufkleben, an Genossen weitergeben. Viel Spaß!

Dein Stillstandsplakat

.berlin

Die Inflation der sogenannten Top-Level-Domains geht weiter. So gibt es mittlerweile auch eine für die Hauptstadt Berlin: .berlin

Im Rahmen einer kleinen Anfrage erkundigten wir uns mal, welche Adressen dieser Stadtbezirk registriert hat. Es wurden insgesamt 309 Adressen vorbestellt. Dabei sehr einprägsame Adressen wie:

  • koordinatorin_fuer_eu_und_internationale_angelegenheiten-treptow-koepenick.berlin
  • Bezirksbeauftragte-fuer-menschen-mit-behinderung-treptow-köpenick.berlin
  • stadtentwicklungsamt-fachbereich-vermessung-treptow-koepenick.berlin
  • zentrale_anlauf_und_beratungsstelle-treptow-koepenick.berlin

Die einzige, die aber Sinn gemacht hätte, wurde nicht registriert: tk.berlin. Darauf hätte man viele andere Subdomains einordnen können. Die Koordinatorin für EU hätte einfach eu.tk.berlin bekommen können. Tausendmal einprägsamer als dieser Mischmasch aus Unter- und Bindestrichen. Aber eigentlich hätte man dafür nicht auf .berlin warten brauchen. eu.tk.berlin.de hätte man auch vor Jahren schon einrichten können, wenn man es gewollt hätte.

Der Stadtbezirk Tempelhof-Schöneberg hat gleich 17.837 .berlin-Adressen registriert. Das sind ungefähr 10 je Mitarbeiter der Bezirksverwaltung. Immerhin seien diese Domains für die Behörden und Institutionen des Landes kostenfrei.

Nach 2048 kommt 4096

Mal wieder ein Browserspiel, welches sehr einfach und genial ist: gleiche Zahlen zueinanderschieben und sie verdoppeln ihren Wert. So lange, bis nichts mehr geht: 2048

Ein kleiner Tipp, um in die vierstelligen Bereiche zu kommen: Sorge dafür, dass die höchste Zahl nie die Ecke verlässt.

27. Sitzung der BVV

# 03.04.2014 16:36: Mit 5 Minuten Verstpätung beginnt die 27. Sitzung der BVV.

# 03.04.2014 16:59: Eine so lange Diskussion zur Tagesordnung gab es bisher noch nicht. Die SPD will ihre große Anfrage vertagen – und will eine schriftliche Handreichung. Stadtrat Klemm weist darauf hin, dass er die Anfrage innerhalb der knappen Frist vollumfänglich beantworten kann. Popcorn.

# 03.04.2014 17:07: Unserem Antrag zur Einbeziehung der Einwohner/-innen und Anwohner/-innen beim Nutzungskonzept des Spreeparks wurde die Dringlichkeit gegeben – und in den Ausschuss überwiesen.

# 03.04.2014 20:06: In Treptow-Köpenick wird aller Voraussicht nach einen Bürgerentscheid zur Parkraumbewirtschaftung bekommen. Die Linke greift die Initiative auf und stellt einen Aufhebungsantrag. Sie möchte das Verfahren beschleunigen, damit die Bürger zur EU-Wahl mit abstimmen können. Der Bezirksbürgermeister klärt auf, dass in dieser Woche die Einladungen zur EU-Wahl gedruckt werden, folglich kann der Termin nicht mehr zusammengelegt werden.

Lifestyle-bewusste Weltstadt-Shopper

Aus einer Werbemail, um deren Zustellung ich nie willentlich, höchstens unwissentlich, gebeten habe, die man normalerweise auch schnell überliest:

Es ist soweit: In der pulsierenden Berlin City-West öffnet das Bikini-Haus seine Tore und bietet dem Lifestyle-bewussten Weltstadt-Shopper eine Flaniermeile mit einzigartigem Flair.

Da hat wohl eine Marketing-Abteilung so lange Bullshit-Bingo gespielt, bis sie alle Buzzwords in einen Satz verbauen konnte. Sorry, wer denkt sich so einen Schwachsinn aus?

Oder sollte mir die Mail lediglich ausdrücken, dass ich nicht mehr zur Zielgruppe gehöre? Und wer es noch nicht herausgelesen hat: es geht um einen Laden, der normalerweise Laptops, Festplatten, Fernseher und Mobiltelefone vertickt. Es geht um Cyberport.

(Leider kann ich die Eröffnungssonderangebote nicht lesen, da sie als externe Bilder in der Mail nachgeladen werden sollen. Aus guten Grund habe ich das Nachladen deaktiviert. Eine dieser Grafiken enthält eine Prüf-URL, über die ermittelt werden kann, ob und wann ich diese Mail tatsächlich geöffnet habe. Soviel zum Thema: Wir nehmen das Thema Datenschutz sehr ernst)

Berlin kauft den Spreepark zurück

Die Meldung des Tages: Berlin kauft den Spreepark zurück – der Liegenschaftsfonds hat das Erbbaurecht für das Gelände gekauft.

Ich freue mich, dass nach all den Jahren des Stillstandes wieder Bewegung in die Sache kommt. In den letzten Jahren sah man das nur bei Sturm, wenn sich das Riesenrad drehte.

Ich freue mich, dass der derzeitigen fragwürdigen Nutzung ein Ende gemacht wird – und nicht mehr einer kleinen Gruppe vorbehalten ist, Führungen gegen Entgelt zu machen, obwohl die Pacht nicht bezahlt wurde.

Ich freue mich, dass auch für das denkmalgeschützte Eierhäuschen sich neue Möglichkeiten zum Erhalt ergeben.

Und vor allem freue ich mich, dass über die zukünftige Nutzung des Areals wieder politische Debatten entstehen können – und nicht mehr die Gerichte zu entscheiden haben, wer künftiger Pächter werden wird. An Ideen zur Nachnutzung des Spreepark-Areals hat es in der Vergangenheit nie gemangelt.

(Anmerkung: der Kauf ist noch vom Beschluss des Abgeordnetenhauses abhängig)

Michael Rother - Morning After (Lonliness)

Die deutsche Antwort auf Café Del Mar nennt sich Milchbar und wird von den Trance-DJs Blank&Jones zusammengestellt. Die erste Ausgabe der CD-Reihe und schmückt mein CD-Regal. Mit Ausnahme von Titel Nummero 2 („Pochill”) eine runde Scheibe zum Entspannen.

Mein persönlicher Lieblingslied ist das Lied „Morning After” von Michael Rother:

Sehr entspannt. Sehr traurig. Vor allem die Stimme von Sophie Williams bleibt im Ohr. Etwas überrascht war ich, dass die männliche Stimme von Herbert Grönemeyer stammen soll.

Kiehlsteg - der Notsteg an der Lohmühlenbrücke

Dieser Beitrag handelt über den „Kiehlsteg”. Und über Bürgerbeteiligung.

Möglicherweise hast du noch nie etwas von dieser Fußgängerbrücke in der Nähe des Berliner Lohmühlenplatzes gehört. Das ist zumindest nicht ungewöhnlich. Bevor der bevorstehende Abriss publik wurde, war mir der Name des Bauwerkes ebenso nicht geläufig.

Bildschirmschoner für Webseiten

Die österreichische Post meint es scheinbar gut mit der Umwelt. Ist man auf deren Homepage längere Zeit inaktiv, wird die Seite ersetzt durch eine dunkle Hintergrundgrafik, die als Bildschirmschoner angeprisen wird:

Der erwünschte Effekt der Energieeinsparung dürfte im Zeitalter der Tabs sehr marginal ausfallen. Wenn diese Idee zum Trend wird, werde ich wohl bald gut 50 Bildschirmschoner gleichzeitig haben.

Münzschlucker in der Köpenicker Altstadt

„Keine gebührenpflichtige Parkraumbewirtschaftung auf öffentlichem Straßenland einzuführen”, so der Titel eines Bürgerbegehrens, welches zur Zeit in Treptow-Köpenick durchgeführt wird.

Ich möchte mit diesem Beitrag einerseits Fakten zur Parkraumbewirtschaftung zusammentragen, zudem meine Gedanken zu dem Thema bündeln und ggf. auch das einige oder andere falsche Argument ausräumen.