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Homepage von René Pönitz

Danny MacAskill - Epecuén

Danny MacAskill, bekannt durch seine Fahrrad-Akrobatik bspw. aus Edinbourgh, bereist die argeninische Geisterstadt Epecuén. Die einstige Touristenstadt versank in Folge von Regenfällen 1985. Seit 2009 zieht sich das Wasser zurück. Zurückgeblieben ist eine Landschaft voller Schmutz, Zerstörung und alter Artefakte. Eine spannende Momentaufnahme…

Hamburger Seilbahn

Am 24.08. wird nicht nur in Treptow-Köpenick über die gebührenpflichtige Parkraumbewirtschaftung abgestimmt, sondern auch in Hamburg-Mitte über eine Seilbahn über die Elbe.

Hier möchte der Betreiber von Musicals (Stage Entertainment) eine Seilbahn über die Elbe installieren. Über das inhaltliche Pro&Contra möchte ich gar nicht so sehr drauf eingehen (siehe unten). Ich möchte den Fokus auf den Vorwurf eines gekauften Bürgerentscheids legen.

Die Initiative Keine Seilbahn befürchtet:

Wenn dieses Begehren erfolgreich ist, könnten überall im Bezirk Konzernbegehren unter Umgehung der Politik und gegen die Interessen der Betroffenen durchgesetzt werden.

2l;dr: Je länger ich über diesen Vorwurf nachdenke, kann ich nichts negatives erkennen. Denn der Bürger hat das letze Wort.

Piraten und Zweitwohnungsteuer

Ich habe am vergangenen Montag im Squad Finanzen, Haushalt, Steuern einen Vortrag zur Zweitwohnungsteuer gehalten. Dabei habe ich im Vorfeld ein wenig recherchiert, wie die Piraten bisher zu dem Thema stehen – und war über die Streuung durchaus überrascht:

  • Die Piraten in Erfurt wollen die Steuer gerne auf den Bundesdurchschnitt senken (Von 16% auf vermutlich 10 bis 11%)
  • Die Piraten in Sylt wollen die Steuer in den kommenden Jahren erhöhen. Im Jahr 2014 auf 15%, 201 18% und 2016 20% (von 14%)
  • Die Piraten in Görlitz haben sich sehr intensiv mit der Steuer beschäftigt. Sie halten das Instrument „für nicht besonders glücklich”, sehen aber „im Moment keine andere Idee”. Ergebnis: erst mal lassen.
  • Die Piraten in Düren finden die Steuer nicht gut, weil sie Studenten treffen würde
  • Die Gruppe von UWG und Piraten in Osnabrück spricht sich „nach eingehender Prüfung und Abwägung aller Sachargument” für die Einführung der Steuer aus.
  • Die Piraten in München möchten auf die Steuer so lange verzichten, bis die Problematik der Schlüsselzuweisungen für Nebenwohnungen geklärt ist.
  • Die Piraten in Köln lehnten einen Antrag zur Positionierung zur Abschaffung mit 5:3 Stimmen ab (Keine 2/3-Mehrheit).
  • Die Piraten in Darmstadt kritisieren den „bürgerfeintlichen Beschluss des Stadtrats”. Sie fordern den kommunalen Wohnungsausgleich mit Nebenwohnsitzen und begrüßen das Begrüßungsgeld.

Zusammenfassend gab es Forderungen zur Einführung, Erhöhung, Beibehaltung, Reduzierung und Abschaffung.

Ich habe den Vortrag online:

Eine Firewall gegen Facebook?

Sandro Gaycken, ehemaliger Aktivist im CCC, gab ein Interview in der Zeitung Furios (Campuszeitung FU Berlin). Dort wurde er befragt, wie man vor Unternehmen wie Facebook schützen kann:

Diese Unternehmen müssen zu sehr viel höherer Transparenz angehalten werden. Das heißt: Wir wollen wissen, was die für Daten haben und was die damit machen. Um das zu erreichen, müssen wir fordern, dass die Daten auf deutschen Servern bleiben. Wenn Datentransfer auf deutschem Gebiet stattfindet, sind es deutsche Daten, deutsche Gegenstände. Dort kann ich sie mit deutschem Recht regulieren und Informationen über die Daten erhalten.

Dieses Statement wirkt befremdlich, vor allem auch aus dem Blickpunkt des CCC-Umfeldes! Ich will kein nationales Internet mit riesigen Firewalls außen herum haben.

Vor Facebook kann sich am Ende nur jeder selbst schützen. Es wird schließlich niemand gezwungen, seine Daten an Unternehmen zu übermitteln, die ihren Sitz in Datenschutz-Entwicklungsländern haben. Aufklärung ist nie verkehrt, ob es aber viel bringt – wer weiß?

Das größte Problem bei solchen Anbietern sind die Passivnutzer. Also jene, deren Daten verarbeitet werden, die aber nie eingewilligt haben. Aber auch hier muss man sich fragen: wer über gab denn diese Daten?

Knusperflocken-Kuchen

Erste Experimente mit Kuchen backen – und schon werde ich nach Rezepten gefragt. Dabei war ich selbst überrascht, dass ich auf den gängigen Rezeptseiten diese Kuchenidee noch nicht entdeckt habe: ein Knusperflocken-Kuchen.

Zutaten

Ich habe verwendet:

  • 3 Eier
  • ca. 300gr Weizenmehl
  • ca. 200gr Zucker
  • ca. 0,1 L Milch
  • 2 Tütchen Backpulver
  • ca. 200 gr. Knusperflocken

Zubereitung

Mehl, Zucker, Milch, Backpulver und die Eier zusammen in eine Schüssel und kneten. Wenn eine teigförmige Masse entsteht, ca. 100gr. der Knusperflocken in den Teig geben. Den Teig in eine passende Form und ab in den Ofen!

Wenn der Kuchen aus dem Ofen genommen wird, die dekorativen Knusperflocken drauf geben, solange er noch warm ist.

So sieht’s aus:

Das vorliegende Exemplar war leider zu kurz im Ofen gewesen, wodurch der Teig in der Mitte nicht durch war. Auch solche Kuchen haben Freunde! In der Mitte fiel der Kuchen wieder zusammen, was nicht am Gewicht der Knusperflocken hing. Lecker war er!

Ein Abgesang auf die Piratenpartei

Der Beitrag bezieht sich auf einen Artikel aus der Jungle World: Morgen war gestern von Julia Schramm, ehemalige Beisitzerin der Piratenpartei.

Warnhinweis: Beim Lesen des Artikels könnte das Verlangen nach Tischkanten in verschiedenen Geschmacksrichtungen aufkommen. Ich empfehle Massivholzplatten, das splittert nicht im Mund. Aber Spaß bei Seite.

Der Artikel zeigt auf, warum die Piratenpartei ein Problem hat. Aber weniger mit dem, was sie da schreibt (sicher, die Einzelaussagen kann man auch zerpflücken). Sondern wie!

In einer diffarmierenden Art wird alles schlecht gemacht, was nicht ins eigene Weltbild passt. Mögliche Verfehlungen einzelner werden pauschalisierend einer ganzen Gruppe unterstellt. So unterstellt sie den Verfechtern der Netzpartei-Themen, sie wöllten „den Zweiten Weltkrieg im Nachhinein in Opas Namen noch gewinnen.” Irre? Und diese Form der Unterstellung zieht sich durch.

So würden sich einige „in ihrer Freiheit beschränkt [fühlen], wenn sie Frauen nicht sexuell belästigen sollen” und bringt damit auch hier die Piratenpartei in Misskredit.

Und einer Partei vorzuwerfen, sie „rekrutiere in erster Linie aus weißen Mittelschichtsmännern, die mit noch so wenig IT-Kenntnissen stets ein beträchtliches Auskommen hatten”, ist geschmacklos, herabwürdigend und auch im Widerspruch beispielsweise zur Präambel im Berliner Landesverband, die die Piraten als „eine globale Gemeinschaft von Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht und Abstammung sowie gesellschaftlicher Stellung” ansieht.

Ich würde mich freuen, wenn so ein Umgangston nicht toleriert wird!

Geschichte der Elsenstraße

Zur Zeit wird der Fahrbahnbelag der Elsenstraße erneuert. Dabei wurde der alte Belag abgezogen und die zu grunde liegende Fahrbahn sichtbar gemacht. Und damit die Geschichte dieser Straße.

Wie bei vielen anderen Straßen in Altbaugebieten befindet sich im Untergrund noch grobes Kopfsteinpflaster. Das sieht man spätestens dann, wenn der Asphalt diese Formen animmt oder gar bröckelt. So auch hier. Im Bereich der Eisenbanunterführung wurde der Untergrund zwischenzeitlich ausgewechselt – es ist ein Indiz, dass dieser Abschnitt nachträglich tiefer gelegt wurde.

An den Kreuzungen sind die alten wesentlich kleineren Kurvenradien erkennen:

Folglich waren auch die alten Kreuzungen kleiner. Damit hatten die Fußgänger mehr Raum. Autos mussten langsamer abbiegen.

Ebenso kamen auch die alten Straßenbahngleise wieder zum Vorschein:

Im Bild kann man die Abzweigung zur Plesser Straße erkennen. Sie zweigten nördlich der Kreuzung zur Kiefholzstraße ab – und verliefen mitten durch das heutige Eckhaus, in dem eine Pizzaria ist. In Höhe des Parkcenters liegt noch ein doppelter Gleiswechsel im Boden.

Und schaue ich mir dieses Bild an, so wird auf dem ersten Blick nicht deutlich, welcher Bereich der Straße die Baustelle ist:

Abgebloggt...

Wohnungen für Geringverdiener

Der Spiegel analysiert eine Immobilienanzeigenbörse und kommt zu dem Ergebnis, dass Geringverdiener an den Stadtrand müssen.

Sie haben die Anzeigen einer Immobilienanzeigenbörse ausgewertet und die Kaltmieten mit dem Vollzeit-Mindestlohn-Einkommen in Relation gesetzt. Üblicherweise sollte die Kaltmiete 30% des Nettoeinkommens nicht übersteigen. Für einen Single, der demnach 1428 Euro brutto bzw. 1060 Euro netto im Monat verdient, liegt die 30%-Grenze bei ca. 320 Euro.

In Berlin fällt das Zentrum und der Südwesten komplett weg. Die innenstadtnächsten Ortsteile sind Plänterwald und Wedding. In Hamburg ist bei der 30%-Grenze Wohnen nur noch südlich der Elbe möglich. In München gar nicht mehr. Selbst bei 40% nicht mehr. Und bei 50% in wenigen Außenlagen.

In meinen Augen kann diese Analyse nur eine Grundstimmung wiedergeben (München teurer als Berlin), für weitere Aussagen ist die Analyse nur bedingt geeignet.

Zum einen wurden Durchschnittswerte ermittelt, auch wenn mit einem speziellen Verfahren statistische Ausreißer beseitigt wurden.

Würde man statt des Mittelwertes den Median nehmen, wäre die Aussage wesentlich sinnvoller. Dann hieße es, dass 50% des Wohnungsmarktes (in den entsprechenden Wohnungsgrößen) für Mindeslohnempfänger bezahlbar wäre.

Noch besser wäre es, wenn anstelle eines starren Medians ein ortsabhängiges Quantil genommen wird. Das Quantil würde dann den Gesellschaftsanteil, die nicht mehr Geld im Monat zur Verfügung haben als ein Vollzeit-Mindestlohner entsprechen. Damit wäre nicht nur das Angebot berücksichtigt, sondern auch der Bedarf. Möglicherweise würde München etwas besser dastehen.

Das zweite Problem der Analyse wird mit einem Nebensatz angerissen:

Lediglich nachverhandelte Mieten und Wohnungen, die auf anderen Wegen vermietet werden, bleiben dabei außen vor.

Es gibt auch noch einen Wohnungsmarkt außerhalb dieser einen Maklerbörse!