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Energiekehrtwende mit Nachtspeicheröfen

Die denkbar ungünstigste Form zu heizen sind Nachtspeicheröfen. Der Gesetzgeber hat deshalb beschlossen, diese zum Jahre 2019 abzuschaffen. Nun bin ich bei solchen Verboten stets skeptisch. Ähnlich wie bei den Glühbirnen sollte jeder selbst entscheiden, ob er diese einsetzen möchte oder nicht. Das Problem bei den Nachtspeicheröfen ist vor allem ein Mieter-Vermieter-Problem. Der Vermieter ist für die Funktionstüchtigkeit der Heizung zuständig, der Mieter zahlt die Betriebskosten.

(An stelle eines Verbotes hätte ich lieber eine Mieterrecht gesehen, nach 2019 dem Vermieter eine andere Heizung fordern zu können)

Nun hat der Bundestag einen kompletten Rückzieher gemacht. Die Union dazu:

„Stromspeicherheizungen können eine tragende Rolle übernehmen, um überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energiequellen einer sinnvollen Nutzung zuzuführen.”

Ich kann mit zugegebenermaßen sinnvollere Lösungen vorstellen, um diese Schwankungen auszugleichen, als Strom in Wärme umzuwandeln. Zudem ist ja anders als beim klassischen Ansatz der Nachtspeicheröfen (Tags wird mehr verbaucht als Nachts) bei den erneuerbaren Energien keine Verlässlichkeit, wann es regnet, windet oder die Sonne scheint. Ein Nachtspeicherofen muss aber dennoch am Ende der Nacht geladen sein.

Die Begriffe der Bahn einmal umdeuten

Die »BahnCard 50« berechtigt Inhaber, Fahrkarten zum Normalttarif zu kaufen. Dafür ist eine Registrierung notwendig und eine Jahresgebühr in Höhe von 240 Euro (2. Klasse) zu entrichten. Andernfalls gibt es einen Strafzuschlag in Höhe von 100% des Normaltarifes. Mit der BahnCard 25 reduziert sich die Strafe lediglich auf einen 50%igen Aufschlag. Mit viel Glück erhält man im Einzelfall mit mind. drei Tagen Vorlauf für ausgewählte Züge auch ohne BahnCard 50 Tickets zum Normaltarif oder nur mit einem 50%igen Aufschlag erhalten, ist dann aber an genau diesen Zug gebunden.

Der Effekt ist der gleiche, die Kommunikation ehrlicher. Würden sich dann mehr Leute registrieren, um künftig keine Strafzuschläge mehr zu erhalten?

Die doppelte Jobanfrage

Über das Karriere-Portal Xing erreichten mich schon öfters Anfragen, ob man denn nicht mal den Job wechseln möchte. In letzter Zeit verstärkt auch in englisch. Nun soll ich, falls ich doch zufällig gerade kein Interesse habe, alternativ auch noch den Kandidaten suchen. Mit Kopfgeld.

Alternatively, if you’re not interested, we offer a €1,000 referral fee for anyone you can recommend within this space that we subsequently place in this role.

Ich wünsche der S-Bahn einen strengen Winter...

Gestern im Gespräch. Ich meinte, es wird langsam Zeit, daß in Berlin auch in diesem Jahr ein richtiger, normaler Winter einkehrt – für die S-Bahn.

Entweder sie fällt wieder reihenweise aus – und die Leute vom Berliner S-Bahn-Tisch haben keine Probleme bei der Unterschriftensammlung. Oder die S-Bahn kann beweisen, daß sie sich nun endlich wieder auf den Winter vorbereitet hat. Das schlimmste, was passieren kann, ist ein lauer Winter. Dann stellen sich die S-Bahn-Chefs großkotzig hin und sagen: »Na was denn, lief doch alles.«

Es hatte gestern leicht geschneit. Eine Stunde später in den Verkehrsmeldungen: Ausfall der S45 zum Flughafen. Und heute ist es immer noch nicht besser: Fahrermangel und Stillstand bei der S-Bahn.

Update: Manches mal hasse ich meine Prophezeiungen ... Kein Notplan – Bei der S-Bahn ist auf Ausfälle weiter Verlass

Viel Verpackung, wenig Inhalt - bei HP

Bei der Bestellung von Ersatztoner für Hewlett-Packard war ich doch erstaunt über die Größe der Verpackung:

Auch wenn die Luftpolsterung sicherlich vorbildlich – aber irgendwie wirkt das ganze reichlich überdimensioniert. Wenn man mal bedenkt, dass selbst Laptop in ihren Kisten nur mit Styropor gepolstert werden.

Verkaufsfördernde Videos in Baumärkten - es nervt langsam!

Irgendwann hat so ein ganz bescheuerter Trend in Baumärkten angefangen, der nun mittlerweile ein Ausmaß angenommen hat, daß es einfach nur noch belastend ist, dort einzukaufen: und das sind verkaufsfördernde Videos.

Hersteller wollen natürlich gerne ihre Produkte an den Mann bringen – und wenn es eine auffallende Positionierung im Markt allein nicht tut, dann unterstützt man das mit Video. Ähnlich wie bei diesem Heimeinkaufssendern wird einem die Funktionsweise von Werkzeugen oder Materialien erklärt – und welche Probleme man lösen kann, die man vielleicht noch gar nicht hat. Heute konnte ich begutachten, wie man spielend einfach einen Klodeckel festschraubt (nicht lachen!)

Und davon gibt es nicht etwa nur einen Bildschirm, auf dem fortfolgend verschiedene Videos laufen – nein, für jedes umworbende Produkt gibt es einen Bildschirm mit eigener Endlosschleife. Im Hellweg am Ostbahnhof habe ich entlang des Mittelganges (ohne Pflanzenabteilung und Holz) 20 (!) solcher Bildschirme entdeckt. Im Eingangsbereich weitere drei. Und ich wette, ich habe noch lange nicht alle entdeckt. Aber leider flimmern sie nicht nur, sondern sie beschallen auch die Gänge. Je kleiner und unauffälliger der Bildschirm, umso lauter der Ton. Und am abstrusesten ist dabei die Nähe der Bildschirme zueinander, so dass sich teilweise auch der Schall überlagert. Nicht nur, dass diese den Kunden den Nerv rauben, die ihren Einkauf genau planen wollen (was man in Baumärkten nicht unterschätzen sollte), nein, auch die, die nur in den Baumarkt fahren, um sich den ganzen Tag Werbefilmchen anzuschauen, können diese nicht einmal in Ruhe genießen.

Muß man so etwas wirklich seinen Kunden antun?

Bestellung bei print24 - fast ein Jahr danach.

Vor ungefähr einem Jahr bestellte ich bei print24 und bemängelte ihr Vorgehen der Datenweitergabe zu Auskunfteien. Der Anbieter wollten das Problem angehen, so erhielt ich folgenden Kommentar:

Wir nehmen Ihren Hinweis auf und werden nach einer geeigneten Lösung suchen. Kunden, die nur auf Vorkasse zahlen möchten, sollten keine Bonitätsabfrage durchlaufen

Schaut man sich heute die AGB an, so hat sich leider noch gar nichts verändert. Auch der Bestellablauf hat sich – zumindest in diesem Punkt – nicht geändert. Schade.

Der Dienstleister argumentiert, dass die Bonitätsprüfung durchgeführt, damit mehr Zahlungsmöglichkeiten angeboten werden können. So ein Vorgehen ist aus Datenschutzaspekten sehr heikel – aus zweierlei Aspekten:

  • Bevor der Bestellvorgang abgeschlossen wird, werden Zahlungsmöglichkeiten angeboten. Das heißt, daß diese Prüfung vor dem eigentlichen Vertragsabschluß geschehen muß. Breche ich anschließend die Bestellung ab, wurde nie die fragwürdige AGB »gelesen, verstanden und akzeptiert«
  • Anstelle der eigenen Daten können natürlich auch fremde Daten eingeben werden. Donald Duck aus Entenhausen beispielsweise bekommt Sofortüberweisung, Vorkasse, Paypal, Kredikarte und Nachnahme – daraus lassen sich Rückschlüsse ziehen.