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Skandinavien-Reise - Teil 05 (Søndervig)

Der Sturm hat sich gelegt – aber dennoch ging es mit Gegenwind in den 5. Tag.

Früh ging es wieder raus aus dem Zelt. So langsam schleicht so etwas wie Routine ein. Ich bezahle. Und fort bin ich.

Erste Zwischenstation: Esbjerg. Gleichzeitig auch der einzige Ort des Tages, der sich Stadt nennen durfte. Ich fand es beeindruckend, dass hier das Fernradweg um die Stadt herum (und nicht in die Stadt hinein) gelegt wurde.

Ich betrete einen Fakta-Markt. Das ist der Discounter zur Coop-Gruppe. Von Innen kann ich es nicht von einem (dänischen) Netto unterscheiden.

Ich mache Pause an der Skulptur Der Mensch am Meer. An sich eine gute Idee, wäre nicht genau in diesem Moment auch eine Schulklasse auf selbige Idee gekommen.

Hinter Esbjerg hörte die traumhafte Radinfrastruktur auf und es ging über Nebenstraßen. Vorbei an einer Erdbeerplantage. Das duftete schon. Und dann kam er, der außerplanmäßige Rast:

Schöne Seenlandschaft:

Von da an ging es einige Kilometer über Nebenstraßen. Bis zum Örtchen Henne. Ab da ging die Strecke durch den Wald. Auf Schotter. Hilfe. Wenig später wurde es wieder besser. Teils sogar asphaltiert. Dann gab es ein Stück, dass riecht nach einer alten Bahntrasse:

Ich erreiche die Dünen:

Und hier begann der Teil, der nicht mehr schön ist. Es gab den Weg bei den Dünen. Das Auf und Ab störte mich dabei gar nicht so sehr. Viel mehr der Untergrund. Mit viel Gepäck ist der nicht passierbar – und einmal hätte es mich fast auf die Fresse gelegt. Also blieb nur die Straße. Macht keinen Spaß, denn da ist viel Verkehr. Nach etlichen Kilometern gab es einen guten, durchgehenden Radweg. Weitere Strecken gibt es nicht, denn der erste große Binnensee gilt es zu passieren.

In der Landschaft sind verstreut einige Siedlungen, die eher so den Eindruck von Ferienwohnungen haben:

Ich erreiche noch den Ort Hvide Sande. Orte, die wohl nur vom Tourismus leben. Sonst zu abgeschieden.

Ich stehe am ersten Zeltplatz. Niemand da. Es gibt ein Self-Checkin, der aber wohl nur für Wohnwagen konstruiert wurde. Also weiter zum nächsten. Halb 9 erreiche ich ihn. Noch teurer als der letzte (140 Kronen). Andere Camper staunten, wie schnell das Zelt steht. Ich schrieb ja: Routine.

Übrigens Routine: der Tagesablauf scheint auch gewisse Routinen aufzuweisen. Auf dem Zeltplatz ankommen:

  • Zelt aufbauen – und Fahrrad entladen
  • Dusche aufsuchen
  • Mit Essen vorm Zelt essen – oder wenn möglich: Den Aufenthaltsraum aufsuchen (Beim letzten hieß er Oase. Hier ist es eher ein Raum für Kinder. Ist dann abends eh keiner mehr)
  • Gleich von da zum Zähneputzen
  • Ab in den Schlafsack

Der Vorteil von diesen Aufenthaltsräumen: Es gibt in der Regel irgendwo eine Steckdose. Um Laptop, Powerbank, Telefon etc. aufzuladen. Denn auf der Wiese selber kostet es häufig viel Geld, zudem brauchst du den Campingplatz-Adapter. Das lohnt sich, wenn du mit Wohnmobil vorfährtst, um Kühlschrank und alles mögliche zu betreiben – nicht aber als Pedalritter.

(Die Darstellung der GPX-Koordinaten ist zwar schön. Meine Versuche sind gestern gescheitert, mehrere in einer Karte darzustellen – so dass man den gesamten Streckenverlauf ansehen kann. Aber es wird kommen)

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