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Skandinavien-Reise - Teil 06 (Klitmøller)

Am 6. Tag startete auf dem Rollator-Campingplatz und endete auf dem Hippster-Campingplatz. Teilweise mit gutem Rückenwind wurden es 137km.

Auf dem Zeltplatz lernte ich noch ein Schweiz-Norwegisches-Pärchen kennen, die ebenso auf dem Wege in Richtung Norwegen sind. Nur etwas langsamer. Viele Grüße.

Dann fiel mir auf dem Campingplatz auf, dass hier sehr viele ältere Menschen wohnten. Vor allem solche mit Rollatoren.

Als ich losradelte, nieselte ich leicht. Aber so wenig, dass ich nicht störend ist. Die ersten Kilometer führten mich über Nebenstraßen. Ich habe eine Entscheidung Richtig gemacht – und bin nicht dem Küstenradweg 1 gefolgt, sondern einen kleinen Umweg. Dafür hatte ich durchgehend Asphalt.

Dann machte ich zwei Fehler. Ich kaufte Postkarten mit Marken. Boah, das Porto in Dänemark ist unverschämt. Umgerechnet 4 Euro! Ich dachte erst, dass war ein Touri-Aufschlag. Nein, das ist wirklich so!

Der zweite Fehler war beim Imbisstand. Ich gönnte mir einen Broiler. Laut Aufkleber sollte er gegrillt werden, war tatsächlich aber fritiert. Und das dauerte. In der Zwischenzeit hatte ich zwei Postkarten fertig und unterhielt mich mit einem Rentner, der Dänemark umsegeln möchte und aufgrund des Windes seit vier Tagen fest sitzt.

Kurz danach verließ ich mich mal wieder auf den ausgeschilderten Küstenradweg. Über Stock und Stein. Irgendwann ging es durch den Wald – da wurde es besser.

Dann passierte ich den zweiten größeren See (Nissum Fjord). Bis zum Örtchen Thorsminde ein 1A-Radweg. Danach gar nix mehr. Fahrbahnradeln. Zum Glück ist da nicht ganz so viel los.

Allmählich kam der Bedarf nach einer Bedürfnisanstalt. Nur dieses Gebiet ist allgemein sehr rar gesäht. Ich finde zufällig einen kleinen Laden mit Café im Örtchen Fjaltring. Ich frage den Betreiber. „Nein, keine Kundentoilette. Aber da hinten ist eine.” Sehr nett. Dafür nahm ich auch einen Tee, ein paar Erdbeeren und einen Käse.

Über diverse Nebenstraßen geht es nun durch eine hügelige Landschaft. Hat Spaß gemacht. Der Wind machte auch mit.

Von Harboøre gab es mal wieder einen super Radweg entlang der Straße – bis zur Fähre. Und mit Rückenwind ging es sehr zügig vorwärts. So dass ich fünf Minuten vor der Abfahrt ankam (sonst hätte ich eine Stunde warten müssen)

(Überfahrt kostete 60 Kronen. Um etwa 2 Kilometer zu überbrücken.

Danch folgen 10 Kilometer nix. Einfach nur eine gerade Straße und Radweg – bis Agger.

In Agger mache ich kurz Pause. Wegen eines Einkaufsmarktes. Ein Blick auf das Zeitschriftensortiment:

Ich verließ mich wieder mal den Betonradweg der Promenade. Manchmal etwas sandig. Aber OK:

Bis es plötzlich Schotter wurde. Und ich nur noch in den Nationalpark flüchten konnte. Waren ein paar Umwege, aber wesentlich besser zu befahren.

Danach hatte ich wieder die Wahl: Straße oder Küstenschotterradweg. Ich nahm die Straße. Und bin gut gefahren. Mit dem Wind im Nacken ging es auch gut. Irgendwann erscheinen wieder gute Radwege. Ich befahre sie. Ich werde auf eine Nebenstraße umgeleitet. Von da auf die nächste. Plötzlich endet Asphalt. Schotter. Waha! So kurz vorm Ziel.

Ich erreiche den Campingplatz. Kurz nach halb neun. Das Zelt stehe. Ich dusche. Dieses Mal entscheide ich mich, zu Waschen. Wäre zwar nicht unbedingt nötig gewesen – aber da doch einige Wäschestücke voll Schweiß intensiv rochen, war es nötig. Im Aufenthaltsraum tungeln sich hier viele Leute. Überwiegend in den Ecken des Raumes, da wo die Steckdosen sind. Nun kam mein kleiner Steckdosenverteiler zum Einsatz.

Die Wäsche wäscht. Der Trockner trocknet kaum. Er fraß schon alle meine 2-Kronen-Stücke. Ich suche Leute, die Geld wechseln können. Eine Frau war überrascht, dass man auf diesem Campingplatz noch irgendetwas gibt, was man mit Geld zahlen kann. Aber ich sagte ja eingangs: Ein Hipster-Campingplatz.

Bisherige Kommentare (1)

Kommentar von Eskil & Celia

hey René!
It is crazy how far you went yesterday! We are now in Klitmøller, last night we stayed in Thyborø. This caming was even more a „Rollator camping” as the one in Søndervig.
Hope you will have a good travel further.
Best wishes, Eskil & Celia (Norway & Schweiz)

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