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Skandinavien-Reise - Teil 21 (Præstø)

Auf geht’s nach Hause. Ich bin 100 Kilometer bis Præstø bei Gegenwind gekommen.

So richtig zeitig bin ich heute irgendwie nicht aus den Puschen gekommen. Zudem war mir klar, dass ich vorwiegend mit Gegenwind zu kämpfen haben werde. Aber immerhin soll es trocken sein.

Bei den Radtouren bin ich Abendduscher. Nicht nur, dass ich den Schweiß des Tages nicht im Schlafsack haben will – abends gibt es keinen so großen Druck auf die Duschen. Und so ging ich mit Zahnbürste bewaffnet an drei Herren vorbei, die auf eine der beiden Duschen warteten. Die dritte war defekt. Das ist zumindest das Manko vom Tangloppen-Campingplatz, der ansonsten sehr schön ist.

Dann ist mein Fahrradständer wieder defekt. Ich erinnere mich noch an den Fahrradladen in Larvik, die sehr beeindruckend, aber wenig effektiv, den Fahrradständer anmontierten. Naja, das wird wohl noch bis Hamburg reichen.

An der Rezeption gab es einen Aufsteller mit frischen Erdbeeren. Das verzögerte die Abfahrt noch einmal. Es war gegen 11 Uhr, wo ich in die Pedale tritt.

Die ersten 30 Kilometer bis Køge sind sehr unspekatulär. Der Berlin-Kopenhagen-Radweg führt entlang einer Hauptstraße. Irgendwann verzweigt sie ins Hinterland, ich folgte trotzdem der Hauptstraße. Bis Køge. Auf dem Marktplatz, wo ich Pause mache:

Aus der Reihe noch nicht gesehener Verkehrszeichen:

In Højerup gibt es sogar Steilküste. Und das ist sogar Unesco.

Und Einparken für Fortgeschittene:

Ich erreiche Præstø. Und überlege, ob ich noch weiterfahre. Der nächste Campingplatz ist weiter weg. Ich entscheide mich, dass reichlich 100 Kilometer mit Gegenwind ausreichend sind. Ich fahre auf den Campingplatz.

An der Rezepzion saß keiner mehr. Aber es gibt eine Klingel. Es tönt ein lauter Gong, der gefühlt lauter ist als meine AirZound. Ich schrecke zusammen und sehe einen alter Herren auf mich zulaufen. Er ist die Frohnatur schlechthin und begrüßt mich postwendend auf Deutsch. 70 Dänische Kronen, hier gibt es aber keine Kartenzahlung. Dumm, nun habe ich kaum noch Bargeld. Aber überall da, wo keine Kartenzahlung geht, wird der Euro als Zweitwährung akzeptiert. Ich gebe einen 20-Euro-Schein und bekomme 10 Euro zurück.

Auf dem Zeltplatz lerne ich noch einen Brasilier kennen, der mit dem Fahrrad zum Nordkapp will. Und einen Amerikaner, der von Norwegen bis in die Türkei radeln will.

Der Campingplatz gehört auf jeden Fall zu den Favoriten meiner Reise!

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