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Kommentar von Rainer

Ja, es ist immer schwierig eine Streckenführung zu begründen, die nicht genutzt wird. Zwar sieht der Aufgabenträger eine flächendeckende Erschließung der Stadt vor, aber die Wahl der Verkehrsmittel überlässt er den Verkehrsbetrieben. Mit der Buslinie 161 ist der Ortskern Rahnsdorf „erschlossen”, das lässt sich kaum leugnen. Zudem hat die Linie 3 Anschlusspunkte zur S-Bahnlinie S3, also ist auch die Anbindung ans Schnellbahnnetz gesichert.
Wie kann man das Fortbestehen der Straßenbahnlinie sichern? Nur indem man neue Fahrgastpotentiale erschließt.
Also eine Verlängerung nach Rahnsdorf – die natürlich gleichzeitig eine sogenannte Kannibalisierung der Buslinie wäre.
Das bedeutet, die Fahrgäste, die bisher den Bus 161 genutzt haben, steigen zum Teil auf die Straßenbahn um, die Gesamtzahl der Fahrgäste bleibt gleich.
Oder gibt es doch ein Potential „neue Fahrgäste” zu erreichen?
Dazu halte ich auch Umfragen in Rahnsdorf für sinnvoll, denn gegen den Willen der dortigen Einwohner macht die Verlängerung überhaupt keinen Sinn.