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Kommentar von René

Hallo Martin,

Ich bin da vollkommen bei dir – und bin genauso sauer, wütend und enttäuscht. Unabhängig der gesamten Fragen des Ob ist ein Mindestmaß an Bürgerbeteiligung und vor allen auch Information Pflicht. Und das ist hier mit Abstand unter aller Kanone. Ich habe dazu auch schon reagiert – und habe einige Piratenplakate aufgestellt, in der ich eben diese Kommunikationslücken anprangerte (siehe auch hier)

Ich stand ebenso vor einem Zaun am Ufer – und war überrascht. Vor allem auch, weil die Kommunikation vorher eine andere: Es sollte der Park nur zum Festival selbst gesperrt, zuvor nur einzelne Teile, die für Aufbau notwendig sind (also Bühnen- oder Toilettenbereiche). Weder in einer Pressemitteilung, noch in einer Anwohnerinformation, noch auf irgendeinem anderen Kanal wurde darauf hingewiesen.

Und das macht mich als Pirat einfach nur wütend!

Zum Busverkehr: Das sind keine Gerüchte. Das ist erst einmal der Stand. Aber auch das kommunizierte nicht das Bezirksamt, sondern die BVG in ihrer Broschüre zu den Linienänderungen. Ich habe auch schon mit der BVG Kontakt aufgenommen (siehe hier)

Zur Versammlung wurde aber gesagt, dass noch geschaut wird, ob ein Pendelbus eingerichtet werden kann.

Ich forschte dann nach: Warum? Weil die Straße Am Treptower Park auch zum Festival eine Einbahnstraße bleibt. Und warum? Weil die VLB es nicht auf die Reihe bekommt, für zwei Tage Baustellenampeln hinzustellen.

Das Gebiet um den Karpfenteich muss eingezäunt werden, weil es eine Auflage der Landesdenkmalbehörde ist. Allerdings wird es bis zum 09.09. noch begehbar sein – so mein derzeitiger Kenntnisstand. Grund hierfür ist die Sorge für Zaungästen bzw. dass Schäden entstehen können.

Ob du am 12.09. wieder ganz normal zur S-Bahn laufen kannst? Ich hoffe es.

Das mit den Fußgängern habe ich ebenso schon beim Grünflächenamt UND beim Ordnungsamt angemahnt (also beide Behörden). Es ist gefährlich, weil man die Fußgänger da nicht erwartet und durch die Büsche auch schwer sieht (und zuvor mit den S-Bahnbrücken zu tun hat). Ein „Achtung Fußgänger” wäre das mindeste. Eine Fußgängerampel angebracht. Doch halt: das kriegt die VLB nicht hin.

Der schmale verbleibende Weg am Bahndamm wurde auf der Bürgerversammlung angemahnt. Es sollte noch mal geprüft werden, ob da nen halber Meter mehr verbleiben kann. Ich nehme an, dass das Unterlassen von Taten als Antwort zu werten ist, dass es nicht geht.

Im übrigen wurde ebenso von Leuten zur Bürgerversammlung angemahnt, dass die Füße der Bauzäune teilweise auch auf dem Gehweg der Puschkinallee stehen. Auch da gab es klare Anweise, dass sie den Fußweg nicht verengen dürfen (das mögen nur Zentimeter sein, aber es wurde eben zu Recht moniert – auch hier passierte nicht)

Zur Einwohnerversammlung: sie ging 3,5h. Es konnten alle zu Wort kommen, die das wollten. Es wurden auch viele Fragen beantwortet. Aber viele der Fragen, die du hier stellst, hätten im Vorfeld klar sein müssen.

Was nun ebenso aufschlägt: Hotelunterbringung. Laut Lärmbescheid haben sehr viele Menschen Anspruch auf Ersatzunterkünfte, aber viele streiten noch mit dem Veranstalter. Das ist das nächste Fass. Aber: selbst auf die Frage der Sicherheitsleistung musste die Amtsleiterin mehrfach aufgefordert werden, eine Zahl zu nennen. „Knapp 3 Mio”. Konkreter wurde es nicht. Den Bescheid für’s Festival kann nur mit IFG-Anfrage eingesehen werden (Antrag stellen, Aufs Amt rennen, Gebühren zahlen)

Da ich erst ne Anfrage auf Abgeordnetenwatch hatte, verlinke ich mal da drauf