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Japan: Fahrt zur Insel Miyajima

Von Hiroshima aus unternahmen wir einen Ausflug nach Miyajima mit der Regionalbahn. Dies ist eine kleine Insel südlich von Hiroshima, die nur aus Bergen besteht. Der Zug dahin war brechend voll, natürlich nur bis zum entsprechenden Bahnhof Miyajimaguchi. Da stiegen fast alle aus.

Weiter zur Fähre – gemeinsam mit unzähligen Besuchern. Die Fähre war dreigeschossig und hatte ausreichend Kapazität. Und welch Überraschung: Kostenfrei mit dem Japan Rail Pass.

Auf der anderen Seite begrüßten uns kleine Rehe:

Die waren an die Besuchermassen angepasst – und bettelten um Lebensmittel. In der Außentasche des Rucksacks hatte ich noch eine Packung Esstäbchen. Ein Reh erwischte es, kaute voller Begeisterung drauf herum und spuckte es wieder aus. Beliebt scheint das Füttern dieser Tiere mit Werbeflyern zu sein. Eine Touristenführerin demonstrierte uns das ausführlich vor unseren Augen:

Erste Station: Der Shrine im Wasser. Hier baute man einen Shrine direkt auf’s Wasser. Viele Stege verbanden die einzelnen Hütten. Für 300 Yen (2,30 Euro) konnten wir den Pfad – zusammen mit vielen anderen Toursisten – passieren.

Zweite Station: Der Momijidani Park. Dieser war bereits am Hang in den Wald gebaut – etwas abgelegen. Hier wurden wir nicht um Essen gebeten – hier waren wir das Essen für die Steckmücken. Dafür waren die ganzen Tierlein recht laut:

Höhepunkt, auch rein geografisch gesehen, war die Bergbahn. Genaugenommen zwei hintereinanderliegende. Für 1800 Yen (Hin und Rück für beide Bergbahnen) schon ein ordentlicher Preis. Aber es gab auch einen ordentlichen Blick:

Zumindest von der ersten Bergbahn. Die zweite startete bereits im Wolkenmeer – und man sah gar nichts. Und während sie fuhr, drückt ein Sonnenstrahl die Wolken beiseite und gab den Blick aufs Ufer gegenüber frei.

Von der Bergstation konnte man noch den Berg erklimmen – doch das war ein Stück zu weit gewesen. Die Lautsprecher machten doch sehr deutlich, dass man die letzte Talbahn nicht verpassen sollte. Sogar auf Englisch. Zudem warnten Schilder vor Schlangen.

Von einer kleinen Aussichtsplattform konnte man die vorbeiziehenden Nebelwolken bewundern. Schon ein beeindruckender Hügel.

Also wieder zurück in die Seilbahn – und hinab ins Tal. Von da ein kleiner Fußmarsch zu Fähre. Und zurück in den Zug, der dieses Mal nicht mehr so brechend voll war.

Irgendwo im Netz haben wir gelesen, dass der Ort viel entspannter nach der Abfahrt der letzten Fähre um 20 Uhr sei. Aber das trifft wohl auf jeden dieser Touri-Orte zu. Die Insel hat uns beeindruckt.

Die Bildergalerie dazu:

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