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NZ: Hot Water Beach

Was schwärmten schon unsere Bekannten vom Strand mit dem heißen Wasser… Nehme dir ne Schaufel, grabe dir dein eigenes Loch und lege dich in den Pool hinein. So die Legende.

Wir fuhren also dahin. Der Himmel war strahlend blau. Die Sonne lachte. Doch es war Mitte Oktober. Es war Frühling. Im Schatten um die 15°C.

Am Hot Water Beach gibt es kostenpflichtige Parkplätze, 4 Dollar die Stunde. Ich hatte kein passendes Kleingeld dabei – und fragte in der Bar um Wechselgeld. „Parke doch einfach auf der anderen Straßenseite. Diese sind frei.” Stimmt.

In der Bar gab es auch einen Schaufel-Verleih. Das war sehr praktisch, denn welcher Tourist schleppt eine Schaufel nach Neuseeland? Dafür nahmen sie auch 10 Dollar Leihgebühr. Vermutlich kostet die Schaufel auch nicht mehr. Aber egal.

Es gab Umkleidekabinen, die völlig überlaufen und versandet waren. Augen zu und durch.

Wir schlenderten über den Strand. Es war zunächst ein Strand wie jeder andere auch. Er war auch nicht sonderlich warm. Auffallend war aber, dass sich sehr viele Menschen auf einen kleinem Raum häuften. Also gingen wir hin. Und ja, Wasserdampf stieg in dessen Mitte auf.

Nun fingen wir nicht wirklich an, ein neues Loch zu buddeln. Das ist witzlos. Das dauert einerseits viel zu lange, andererseits gab es auch Löcher, die frei waren oder wurden.

Ich hinein in das erste Loch – und hüpfte wieder raus: es war zu heiß.

Ab ins zweite Loch: das war kalt.

Und wie der Zufall es wollte: das Nachbarloch wurde leer. Und das war perfekt: am einen Ende fast ein Ticken zu heiß, am anderen zu kalt – in der Mitte die optimale Badewannen-Temperatur.

Die Schaufel ist natürlich nicht umsonst. Man muss auch ausbauen, sonder versanden diese.

Und wie im richtigen Leben gibt es dann immer noch das Loch, was um einiges protziges war. Nebenan verteidigte ein Neuseeländer sein Drei-Zimmer-Loch und gab mächtig an, dass ein Teil kalt, einer medium und einer heiß war. Wie auch immer: er hatte Spaß. Und ich genoss die thermale Wärme für einen Augenblick.

Anschließend war ich mutig – und sprang in den kühlen Pazifik. In Summe waren wir ca. 2 bis 3 Stunden hier gewesen. Dann fuhren wir wieder zurück. Wir hatten allerdings GLück, dass Ebbe war. Denn nur dann sind die warmen Stellen am Strand.

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