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NZ: Hobbiton

Viele Leute, denen wir von unsere Reise erzählten, brachten das Hobbiton ins Gespräch. Und auch bei Reiseberichten scheint es für viele Pflichtprogramm zu sein. Für mich zugegebenermaßen nicht. Ich habe keinen der Teile von Herr der Ringe gesehen. Und der erste Teil von „Der kleine Hobbit” war so langwierig und vorausschauend (Am Lagerfeuer sagte einer, dass sie massive Probleme hätten, wenn ihre Pferde gestohlen werden würden – und du wusstest: In zwei Minuten wird jemand angerannt kommen und aufgeregt vom Diebstahl berichten), dass ich die auf die anderen Teile verzichtete. Trotzdem sind die Anfangsszenen in der Zwergenwelt sehr putzig und liebevoll gestaltet.

Und nun waren wir, nur einen Steinwurf entfernt. Na gut, 18 Kilometer waren es dennoch.

Als wir das Motel verlassen wollten, fragte uns die Motelbetreiberin schon, ob wir reserviert hätten. Nein. Leider nicht. Verflucht. Wir wollten Online buchen und fanden nur freie Termine am Nachmittag. Zähneknirschend wollten wir buchen, doch es scheiterte. Sie wollten eine iTan haben (und die lagen an sicherer Stelle in Hamburg). Was nun? Wir fuhren hin!

Einmal quer durch das Zentrum von Matamata. Anfangs alles flach, wurde es die letzten fünf Kilometer hügeliger.

Das Besucherzentrum war kaum zu übersehen. Ein großer Parkplatz. Ein Café, ein Touri-Shop und der Sammelpunkt für die Touren. Rein in die Ticketzentrale. Wir kniffen die Augen zusammen und hofften, dass dieser Weg nicht umsonst war. Wenige Minuten später freuten wir uns: wir hielten gegen 10:45 Uhr zwei Tickets für 11:30 Uhr in der Hand – und waren so dankbar, dass die iTans in Hamburg lagen. Zugegebenermaßen knirschten wir beim Eintrittsgeld durchaus mit den Zähnen, denn wir waren mit einem Schlag auch mal so knapp 100 Euro leichter geworden. Was soll’s?

(Wir hatten allerdings verdammtes Glück, weil wir noch in der Nebensaison da waren!)

Also genossen wir die Sonne. Und blickten auf dem Hügel gegenüber. Wir gingen noch kurz ins Café und außen einen Salat. Dann war die Zeit ran – und es ging los. Ca. 50 Personen stiegen in einen Bus zusammen mit einer Begleiterin.

Es folgten einige belehrende Worte und einiges zur Geschichte des Areals. Die Fahrt ging über einen Hügel (so dass man das eigentliche Hobbiton-Dorf vom Besucherzentrum aus nicht sehen kann). Dann waren wir da – Hereinspaziert:

Diese liebevoll gestaltete Landschaft mit den kleinen Höhlen ist schon beeindruckend. Auch sind viele kleine Details (z.B. Wäsche auf Wäscheleinen, Schornsteine, Obstschalen) in den Bildern versteckt.

Die Erklärungen der Begleiterin waren dagegen nur bedingt hilfreich, wenn man den Inhalt und die ganzen Charaktere nicht kennt. Was weiß ich wie die ganzen Gnome heißen und wer in welchem Film in welcher Hütte lebte. So genossen wir lieber die Aussicht.

Die Gebäude selbst sind allerdings nur Fassade. Mehr als ein Mieter Tiefe haben sie selten. Aber so ist das mit Filmkulissen: die Innen-Szenen wurden eben woanders gedreht. In eines der Gebäude durften wir für ein Foto einmal hinein gehen:

Dann ging es ins Wirtshaus, dort gab es ein Freigetränk. Juhu! Das Wirtshaus selbst war aber spannend, da es auch von innen sehr urig und typisch dekoriert war. Sogar bis in die Toilette hinein. Wir genossen den Augenblick. Nur leider nicht sehr lange, denn die Tour war genau getaktet. Unsere Begleiterin sammelte uns wieder zusammen – und führte uns zum Ausgang, wo ein Bus bereits auf uns wartete. Exakt zwei Stunden später saßen wir wieder am Café – und konnten den Touristenshop plündern.

Es entstanden viele schöne Bilder, die gibt es in der Galerie!

Fazit: Auch wenn ich mit den Filmen keinerlei Bezugspunkte hatte, so sind diese Kulissen durchaus ein Erlebnis. Gruppengrößen von 50 Personen sind allerdings schon belastend. Man wartet immer irgendwo, um einen Blick zu genießen oder ein bestimmtes Foto schießen zu können. Und irgendjemand rennt dann immer wieder ins Bild – was gar nicht ausbleibt. Trotzdem waren wir froh, das Hobbiton auf unserer Reise mitgenommen zu haben.

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