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Homepage von René Pönitz

Die 86ct-Frage

Um die Erhöhung des Rundfunkbeitrages ist eine politische Debatte entfacht, bei der es leider nicht mehr um die Sache geht. Es ist ein Lehrstück mit vielen Verlierern – und ich hätte nicht gedacht, dass ich sogar der CDU einmal Rückendeckung geben muss. Auch nach meiner persönlichen Abwägung möchte ich mich in den Kreis derer stellen, die im aktuellen Kontext gegen die Erhöhung sind. Zur sachlichen Auseinandersetzung möchte ich am Ende kommen, zunächst über das Theater in Magdeburg.

Cookie-Einwilligung deluxe

Ich vertrete nach wie vor die Auffassung, dass für viele Probleme, Sorgen und Ängste rund um den Datenschutz nicht die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ursächlich verantwortlich ist. Ebenso kann die DSGVO wenig dafür, wenn die Dokumentation der Datenverarbeitung ausufernd wird. Aktuelles Beispiel: der Webauftritt der Zeitung Neues Deutschland.

Wie üblich kommt die Einblendung eines Datenschutzhinweises. Und wenn ich nicht blind alles akzeptiere, kann ich nun für jeden einzelnen Anbieter meine Zustimmung erteilen – oder eben nicht. Und wenn diese Liste sage und schreibe 439 Einträge (!) enthält, so mag es ermüdend sein, sich durch diese Liste zu kämpfen. Aber unsere Winkel-Advokaken aus Brüssel zwingen keine Zeitung zu so einem Handeln:

(Siehe auch mein Rückblick 2 Jahre DSGVO)

PampaApp - Digitalisierung im ländlichen Raum

In meinem Radar tauchte die Pampa-App auf, also eine neue Börse für Mitfahrgelegenheiten. Sicher, der Name ist putzig. Und der Fokus der Plattform ebenso. Die Bundeszentrale für politische Bildung stellt diese App wie folgt vor:

Wie kann Mobilität auf dem Land nachhaltig und digital ermöglicht werden? Die Pampa-App zeigt, wie partizipative Ansätze gelingen können.

Spoiler: So leider nicht!

Opferbeschuldigung bei Verkehrsunfällen (Ritterstraße)

Was stimmt mit manchen Menschen in diesem Viertel nicht, die so einen Quatsch hier an die Laternen kleben?

Da wurde vor vier Jahren eine Neunzehnjähige von einem rechtsabbiegenden LKW tödlich überrollt, weil ein LKW-Fahrer nicht aufpasste und die Vorfahrt nahm. Unsere Politik bekommt es immer noch nicht auf die Kette, Abbiege-Assistenten verbindlich vorzuschreiben. Die Stadt bekommt es ebenso nicht auf die Kette, die Radwege besser an Kreuzungen zu führen. Und nun schiebt hier jemand die Verantwortung den schwächeren Verkehrsteilnehmern zu – inklusive der Andichtung von Musik beim Fahren hören.

Sorry, wer am Steuer eines LKWs sitzt, muss sich den von ihm ausgehenden Gefahren bewusst sein. Und wer dazu nicht in der Lage ist, muss sich halt einen anderen Job suchen.