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Berlin

Ampeln von der Stange aus China

Es gibt so manche Artikel, die lassen mich rätselnd zurück: Was kostet eigentlich … eine Ampel?.

Die Autor beschreibt zunächst die Kosten einer Ampel. Und welch Überraschung: sie ist nicht preiswert. Bei 34.000 Euro soll’s wohl losgehen. Eine Kreuzung mit Straßenbahn an die 270.000 Euro. Hinzukommen noch Features wie Induktionsschleifen, Kameras, etc.

Dabei könnten Bürgermeister beim Ampeleinkauf theoretisch durchaus auf Schnäppchenjagd gehen. In China gibt es laut dem Internetportal Alibaba.com nämlich fast 6000 Ampel-Hersteller. Und bei ihnen sind Standardampeln bei Großbestellungen deutlich günstiger zu haben.

Wandertour am Kalksee

Heute gibt es mal eine Empfehlung für eine Wandertour am östlichen Stadtrand von Berlin: zwischen Rüdersdorf und Woltersdorf am Kalksee.

Die Pyramide von Treptow

Vor über sieben Jahren hatte ich die Berliner Gewerbeausstellung 1896 in meinem Blog angerissen. Seit dem hängt auch in meinem Zimmer diese Karte:

Im Areal zwischen Puderstraße (damals Pudergestell), Am Treptower Park (damals Köpenicker Landstraße), Karpfenteichstraße (damals Sackführer Damm) und dem Görlitzer Bahndamm (hieß damals auch so) befand sich die Sonderaustellung Kairo.

Errichtet wurden in Treptow Gassen der Kairener Altstadt mit Arabischem Café, Moschee, Basaren, städtischen und dörflichen Wohn- und Geschäftsbauten. [..]

Tatsächlicher „Höhepunkt” der Sonderausstellung in Berlin war zweifellos ein hohler, 38m hoher Nachbau der Cheopspyramide aus Zement. Die Pyramide war jedoch nur zu einer Hälfte errichtet worden, in Richtung Südwesten war sie offen. Als Bau erfüllte sie mehrereFunktionen: Sie diente als stimmungsvolles Bühnenbild für die davor gelegene Arena, in der täglich mehrere Kamel- und Pferdeshows, wie die Vorführung der Kamelgarde des Khediven,veranstaltet wurden, in ihrem Inneren befand sich ein zusätzlicher Ausstellungspavillon undsie ermöglichte den Besuchern einen Überblick über das gesamte Ausstellungsareal, da siemittels eines elektrischen Aufzugs bestiegen werden konnte.

Quelle: Andreas Efland – Edfumani – Edfu-Rezeption in Architektur und Dekoration

An der Kreuzung zwischen Puderstraße und Am Treptower Park (also genau in dem Haus wo ich wohne) stand 1896 ein Nachbau des Tempel von Edfu (zumindest eines Teils davon). Das oben zitierte Dokument vergleicht den Nachbau mit dem Original. Dort gibt es auch einen Bildvergleich.

Eine sehr gute Dokumentation zur Gewerbeausstellung und der Sonderaustellung Kairo von 2005:

(Die Aussage von Barbara Zibler, Leiterin Heimatmuseum Treptow bei ca. 25:30 leuchtet mir nicht ein, da am Standort der Pyramide durchgehend Altbauten stehen, folglich in den 70ern auch keine Kaufhalle errichtet werden konnte)

Im Heimatmuseum gab es 1996 eine Sonderausstellung zum Park, bei dem die beiden Hauptgebäude und der „Neue See” nachgebaut worden (vgl. einige Fotos vom Modell)

Siehe auch Große Berliner Gewerbeausstellung 1896 in Treptow (Webseite zum Haus Am Treptower Park 21)

Berliner Liniennetz auf Englisch

Juhu. Es ist mal wieder erster April – und der Tagesspiegel legt los. Und damit nicht gleich der erste Leserkommentar auf den Tag hinweist, erklärt der Tagesspiegel es lieber vororglich:

Eigentlich verrät man ja April-Scherze nicht – schon gar nicht im Voraus. Dieser aber macht bereits die Runde. Es ist ein kleiner Witz, der allerdings ziemlich große Mühe gemacht haben muss.

Es geht mal wieder darum, dass die Stationsnamen im Liniennetz übersetzt werden. Ins Englische. Weil das ja auch so viel nützt. Doch leider ist der Witz nicht neu. Genau genommen ist er uralt. Vermutlich auch älter als das Internet.

Genaugenommen ist der Scherz im Tagesspiegel ein Plagiat. Lediglich der Urheberrechtshinweis (BVG) wurde entfernt. Dafür wurden auch alle Fehler übernommen (Rummelsberg).

Zum Vergleich eine 2006er Version und eine 2002er Version (beide auch mit Rückübersetzungen). Hier zum Vergleich noch der deutsche Linienplan von London.

Die Ansagen in der U2

Es muss für alles eine Petition geben – so auch eine gegen die Ansagen von mehr oder weniger Promintenten in der U2.

Ich habe sie in den letzten Tagen nun direkt in der U-Bahn gehört (im Umfeld des Alexanderplatzes). Und naja…

Zum einen versteht man die Ansagen sehr schwer. Aufgrund vieler enger Kurven rund um den Alexanderplatz ist es in der U-Bahn sehr laut. Deshalb ist es hier besonders wichtig, möglichst markante Ansagen zu haben.

Zum anderen sind die Ansagen viel zu lang. Die Prominenten erklären nämlich erst wie sie heißen. Und manche B-Prominente müssen auch noch erklären, was sie eigentlich machen. Und ganz zu schweigen von Radiomoderatoren, die ohne Angabe der Sendefrequenz nicht auskommen. Und das nervt!

(Die einzelnen Ansagen kann man sich hier anhören)

Die teuerste Lage im Bezirk

Die Berliner Morgenpost über mein Wohnumfeld:

Silke Brunner schiebt ihre zweijährige Tochter im modernen Dreiradwagen durch die teuerste Lage im Bezirk. In der Straße Am Treptower Park fahren die Autos so laut, dass die Arbeiter am Rand der drei Spuren zwischen Laub und Bäumen ihre eigenen Motorsägen kaum hören. Aber hier, im Areal mit der Postleitzahl 12435, zahlen die Anwohner dennoch 8,75 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter. Das liegt über dem Berliner Durchschnitt von 8,55 Euro, über dem Bezirksmittel sowieso (7,40 Euro).