Geburtstagsgeschenke
Was man nicht alles so geschenkt bekommt…
Was man nicht alles so geschenkt bekommt…
Ein Hoch auf die neue digitale Filmtechnik: bereits vor zwei Jahren hatte ich einen ganz besonderen Film in Hamburg gesehen: Nichts. Es kam nichts. Nach 15 Minuten kam einer vom Kino auf die Bühne und erklärte, dass der Filmverleih den falschen Schlüssel verschickt hatte und der Film sich nicht entschlüsseln ließ. Man unternahm mehrere Versuche, einen neuen Schlüssel zu besorgen. Zwischenzeitlich wurde noch eine Dame des Filmverleihes auf die Bühne gezogen, die aber auch nicht wirklich etwas zu sagen hatte (bzw. sagte). Nach einer Stunde gaben die Leute im Kino auf und verschoben den Film auf einen freien Slot in der Nacht. Man bot alternativ an, die Ticketpreise zu erstatten.
Nun erlebte ich es vor Silvester erneut: nach der Halbzeit lief der 2D-Film in 3D weiter. Nach gut einer Minute bemerkte man den Irrtum und unterbrach den Film. Danach wurde das Bild erneut dunkel – und dieses wunderschöne Bild war für einige Minuten zu sehen:
Zum Zeitvertreib konnte man kleine Satzvervollständigungsspiele machen. Zum Beispiel: Es wäre besser gewesen, du hättest… keine Kinokarten gekauft!
Es folgten mehrere Wechsel zwischen Anläufen in 3D und dieser ultrapinken Variante. Nach gut 15 Minuten gab es einen Reset und der Film wurde komplett neugestartet. Mit Werbung und Vorschau, die übersprungen wurde. Die Kino-Infrastruktur, insbesondere der Vorhang der Leinwand, ist an den Film gekoppelt: diese Teile ließen sich nicht überspringen. Also einmal komplett schließen – und wieder öffnen. Duchzappen im Film im Schnelldurchlauf – bis zur entsprechenden Stelle.
Ein Hoch auf die moderne Technik! Filmriß 2.0
Der Jahreswechsel hat noch nicht einmal angefangen, da platzen die Altglascontainer aus allen Nähten. Aufgenommen in Pirna und Dresden jeweils am 30.12.:
In dem Sinne wünsche ich allen Lesern dieser Seite einen guten Rutsch!
Wenn ausgerechnet heute der Axel-Springer-Verlag leichte Liquitätsprobleme einräumen und daraufhin eine seiner überregionalen Tageszeitungen einstellen würde, dann würde die Weltuntergangsstimmung der letzten Tage in einem völlig neuen Licht gesehen werden.
Seit dem 28.08.2012 können nun Bürger auch in Treptow-Köpenick ihren Verordneten öffentlich Fragen stellen: Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick.
Zu meinem Profil.
Ich bin schon auf die lokalpolitischen Fragen gespannt!
Was war die erste Seite, die ich nach einem Neustart im InternetExplorer aufgerufn habe? Mozilla.org
Was es nicht alles gibt: eine britische Hochschule beschäftigt sich mit den Wahlen in Berlin (bzw. wenn ich das Begleitschreiben richtig lese auch in den anderen Landtagen der letzten Monate). So erreichte mich vor wenigen Tagen ein starker Briefumschlag mit einer 20-Seitigen Umfrage. Ich bin auf die Ergebnisse gespannt.
Vor allem bin ich gespannt, wie sich Dinge bei den Piraten verändert haben! In Berlin war ja alles noch ein Überraschungserfolg, bei den späteren Wahlen war vieles schon berechenbarer gewesen.
Eher durch Zufall und aus einer Laune heraus orderte ich mir vor einigen Monaten Karten für das Alanis-Morissette-Konzert. Auch wenn ich heute diesen Stil weniger anhöre, so finde ich nach wie vor »Jagged Little Pill«, das Album ihres Durchbruchs vor 17 Jahren, immer noch als Meilenstein der 90er, für den man sich nicht schämen muß. Aus Zeitmangel hatte ich es vorher nicht mehr geschafft, mich in ihre neueren Alben mal reinzuhören.
Wie war nun das Konzert?
Ich war noch nie in der Zitadelle in Spandau. Für ein OpenAir-Konzert ein schöner Ort.
Schon weit vorm Eingang bildete sich eine lange Schlange entlang der Straße Am Juliusturm. Mit lediglich drei Einlaßschleusen schien man mächtig gespart zu haben. Die Veranstaltung war bestuhlt. Mit einer halben Verspätung ging es ohne Vorband los.
Die Setlist war im Grunde genommen Jagged Little Pill mit einigen zwischengeschobenen Titeln. Das war für mich vorteilhaft, ich hatte mir die neueren Sachen noch nicht angehört. Aber gleichzeitig auch ein Armutszeugnis der Künstlerin.
Positiv waren die Übergänge zwischen den Liedern. Kein großes Gefassel. Meist erklangen schon die Takte des nächsten Liedes. Bei Ironic hielt ein Gast eine große Kanada-Flagge hin. Hier ließ sie großzügiger auch das Publikum singen. Das Publikum war auch super drauf. Ich finde es nur schade, wenn der Künstler darauf gar nicht eingeht. Es hätte nicht geschadet, zweimal den Refrain unplugged zu wiederholen. Nun gut.
Die Zugabe war perfekt eingeplant. Von der Seite konnte ich den Gitarrenmann sehen, wie er geduldig die Gitarre hielt.
Der Abgang nach 90 Minuten Spieldauer war etwas unüblich. Anstatt nochmal ins Publikum zu winken, verschwindet sie hinter der Bühne und läßt die Band noch alleine ausspielen.
Der Abbau beginnt. Und irgendein Honk von der Technik spielt ein Musik mit irgendeinen Sommerrythmus. Der Braten ist noch nicht richtig verdaut, aber ich verderbe mir den Geschmack mit dem nächsten.
Alles in allem ein schöner Abend. Aber sein Geld war es nicht (ganz) wert.
Gespräch mit einem Mitglied der bezirklichen CDU-Fraktion. Er habe seit der Berliner Wahl im September 800 Mails aus der Fraktionsarbeit erhalten. Ich glaube, so über den Daumen gepeilt, dürfte das der Monatssatz eines piratigen Bezirksverordneten sein. Bei mir darunter:
Im Treptower Rathaus fand am 21.05.2012 eine Informationsveranstaltung zu den Lärmschutzmaßnahmen des neuen Flughafens. Die ganze Veranstaltung wurde durch einen örtlichen Fernsehmagazin sowie vom Rathaus selber komplett aufgezeichnet.
Im Publikum war unter anderem ein älterer Herr mit einer Aktentasche. In seiner Aktentasche befand ich ein analoges Diktiergerät mit einem Mikrofon. Ich bekam es in der Mitte der Veranstaltung mit, als er das Tonband wechselte. Ich wunderte mich, ob man durch die Aktentasche hindurch überhaupt etwas hören kann. Nach der Veranstaltung stellte der Herr selber fest, daß er vergessen hatte, das Mirkrofon reinzustecken.