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Homepage von René Pönitz

Bayern vs. Sachsen

Die Lehrerin will sich gleich am 1. Schultag nach der Einschulung beliebt machen und sagt voller Stolz, daß sie Bayern-Fan ist und fragt die Klasse, wer sonst noch Bayern-Fan ist. Alle Hände
gehen nach oben, nur ein kleines Mädchen meldet sich nicht.

Die Lehrerin fragt: »Warum meldest du dich denn nicht?«
»Weil ich kein Bayern-Fan bin!«
»Ja sowas. Zu welchem Verein hältst du denn dann?«
»Ich bin Dynamo-Fan und stolz darauf!«
»Dynamo Dresden???, ja um Himmels willen, warum denn ausgerechnet der Dynamo?«
»Weil mein Vater aus Dresden kommt, bei der Dresdner Bank arbeitet und als Jugendlicher bei den Dresdner Amateuren gespielt hat und meine Mutter auch aus Dresden kommt und Bedienung in der Radeberger Brauerei ist. Beide sind natürlich Dynamo-Fans, also bin ich es auch!«
»Aber mein Kind, du musst doch deinen Eltern nicht alles nachmachen!!! Stell dir doch nur mal vor, deine Mutter wäre eine Prostituierte und dein Vater ein alkoholabhängiger Arbeitsloser, was wäre denn dann??!«
»Ja gut, dann wäre ich wohl auch Bayern-Fan ...«

Neuigkeiten bei renephoenix.de

Da ich noch etwas Zeit benötige, meine Skripte wieder etwas ausreifen zu lassen, gibt es in der Zwischenzeit zwei kleinere Neuigkeiten:

Die Sammlung von OpenSource-Software für Windows habe ich in den letzten Monaten ständig ergänzt. Also schaut nach, wenn ihr einmal ein neues Programm sucht und testen wollt. Im Aufbau befindet sich diese Idee mit Büchern. Über Anregungen bin ich dankbar!

Karsten, ein ehemaliger Mitschüler aus der Jahrgangsstufe bei Herders hatte Geburtstag und ist seit einigen Wochen in Belfast (Nordirland) bei Cisco. Was liegt da näher, als ihm einen Blog zum Geburtstag zu schenken? Inhaltlich wird es um das Leben in Belfast geben, geschmückt mit einigen Fotos der Stadt — und vielleicht die eine oder andere Information zum Nordirlandkonflikt aus erster Hand! Also, schaut vorbei!

Anmerkung: Karstens Blog ist nach drei Jahren am 08.07. aus dem Netz genommen worden.

Das Filesharing-Urteil

Am vergangenen Montag wurde ein Urteil des obersten Gerichtshofes der USA veröffentlicht. In diesem ging es wieder einmal um das umstrittene Thema Tauschbörsen.

Der Gerichtshof sagt, daß ein Herrsteller einer Software für Urheberrechtsverletzungen  verantwortlich gemacht werden kann, wenn diese für illegale Zwecke gedacht ist — oder zu illegalen Handlungen angestiftet wird. Ich denke, das Urteil ist auf jeden Fall nachvollziehbar:

One who distributes a device with the object of promoting its use to infringe copyright, as shown by clear expression or other affirmative steps taken to foster infringement, going beyond mere distribution with knowledge of third-party action, is liable for the resulting acts of infringement by third parties using the device, regardless of the device´s lawful uses.

Einen illegalen Zweck wird man nur schwer nachweisen können, wie soll das gehen? Eine entsprechend aufbereitete Werbung schon. Selbst T-Online machte das bereits in Deutschland für den Internetzugang!

Nun tauchen verstärkt Kommentare auf wie: dann müßten Waffenhersteller auch für ihre Waffen haften. Nur der Vergleich hinkt: die Waffen werden ja auch nicht beworben, daß man damit unbeliebte Präsidenten Mitbürger ausschalten kann, oder?

Was werden also die Konsequenzen sein?

  • Kurzfristig dürfte es eine Klagewelle wegen Schadensersatz geben (wobei hier wieder die Frage ist, was der eigentliche Schaden ist)
  • Längerfristig wird man weiterhin Tauschbörsen nutzen, man wird diese nur nicht mit bewerben, daß man damit urheberrechtliche geschütztes Material tauschen kann
  • wer wirklich massiv illegale Maßnahmen vorhat, wird diese nach wie vor nicht übers Internet abwickeln. Wozu auch?
  • die Musikindustrie wird es nach wie vor nicht lernen, wie man zufriedene und zahlende Kunden erhält

Weiterführende Links

Opera Search.ini-Editor (opsed)

Bei Opera befindet sich neben der Adreßzeile ein weiteres Feld für Suchmaschinen:

Die Einträge kann man in der search.ini im Programmverzeichnis verändern, es geht aber auch komfortabler mit dem Opera Seach.ini Editor. Es wird eine große Liste an möglichen Suchmaschinen mitgeliefert, mit der man sich seine Liste selbst zusammenstellen kann. Das Hinzufügen von eigenen Maschinen ist möglich.

Anmerkung: Nachdem Opera mittlerweile die Möglichkeit zur Pflege dieser Datei in den Browser integriert hat, hat sich das Projekt praktisch aufgelöst.

Bunte Republik Neustadt

Ich verlasse heute Deutschland und betrete die »Bunte Republik Neustadt«. Es ist ein sehr kleines Land von ca. 1 Quadratkilometer Größe mit schätzungsweise 12.000 Einwohnern. Es befindet sich bei ca. 13,7° östlicher Länge und 51,1° nördlicher Breite. Ich gehe an ein paar Grenzpolizisten vorbei, eine Ausweiskontrolle ist allerdings nicht notwendig. Ich blicke kurz in den Himmel — er ist wolkenlos — und die Sonne leuchtet die Straßen aus.

Ich höre in der Ferne etwas Musik, die mit jedem Schritt lauter wird. Es gibt hier keine Autos, denn alles ist per Fuß erreichbar. Auf den Straßen sind sehr viele Menschen unterwegs, auch auffällig viele Kinder toben fröhlich herum. Zwei Mädchen spielen in so einer Gasse ungestört Federball, ich laufe an ihnen vorbei. Eine Band steht vor einer Haustür und beschallt die enge Straße und ernten von den Zuschauern Applaus. Einige große und kleine Händler bessern ihr Taschengeld auf, in dem sie alte Sachen verkaufen. Dazwischen befinden sich jede Menge Cafés und einige Grillstände, vor einigen Häusern gibt es sogar bequeme Sofas. Ein älterer Herr erzeugt auf einigen Didgeridoos australische Klänge. In der Mitte einer anderen engen Gasse steht ein Zelt. Ein paar kleinere Kinder spielen hier mit Pappkartons (als Lego-Ersatz) oder experimentieren mit einem witzigen Wasserspritzgerät.

Am nördlichen Ende dieser Republik befindet sich ein Park. Auf den Wiesen liegen sehr viele Menschen. Danach betrete ich wieder die Gassen dieser Republik. Hier spielt eine Metalband ein paar verdammt rauhe Titel — und der Sänger schreit förmlich seine Seele in das Mikrophon. Aber diese Republik wäre nicht bunt, wenn ich nicht gleich ein paar Schritte weiter die Melodie von »Spiel mir das Lied vom Tod« hören würde. In einer Seitengasse werden sehr getragene Titel gespielt — hier sind überwiegend ältere Menschen zu finden und ich lasse mich an einer Stelle nieder, in der eine Band etwas Roots Rock spielt — und schaue mir die Menschen an, die vorbeilaufen.

Es sind überwiegend Bunte Republikaner — aber auch viele Ausländer, insbesondere kommen die Deutschen hier öfters vorbei. Einige Menschen haben lustige Gesichtsbemalungen, andere die wüsten und schrägsten Frisuren — aber das wird hier toleriert. Nun ist es langsam spät, und ich verlasse wieder diese Republik. Die Autos ziehen vorbei, die Straßenbahn quietscht, ein paar Leute streiten sich — ok, ich bin wieder in Deutschland.