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Homepage von René Pönitz

Nicht mehr Schwarz-Weiß...

Aus der Reservierungsbestätigung eines Münchener Hotels:

Unsere Zimmer sind alle mit Bad/WC, Haarfön, Farb-TV, Radio, Telefon und Minibar ausgestattet.

Aus welcher Zeit stammt die Formulierung, wenn sie noch betonen müssen, daß es Farbfernsehen ist?

Berlin - Gleisdreieck

Es ist selten, daß ein Bahnhof nach einer eisenbahntechnischen Konstruktion benannt wurde: das Berliner Gleisdreieck ist so ein Beispiel — obwohl es nur auch nur in den erster zehn Jahren seines Bestehens eins gewesen war. Schaut man sich dieses heute noch mit Erdgoogle an, so kann man die alten Strecken noch erkennen. Der Name allerdings sitzt aber fest. So fest, daß die neue geplante S-Bahnlinie S21 auch einen Bahnhof Gleisdreieck erhalten wird. Und so fest, das das Gebiet westlich der Station nun auch danach benannt wird. Da, wo noch alte Bahnanlagen schlummerten, soll ein neuer Park entstehen — eine etwas verspätete Ausgleichsmaßnahme für die dichte Bebauung des Potsdamer Platzes. An der Stelle eine Empfehlung für ein eher eher unregelmäßig aktualisiertes Fotoblog gleisdreieck.blog.

Die LoveParade und Berlin

Man kann nun Techno mögen oder nicht, man kann solche Massenaufläufe mögen oder nicht. Ich zähle mich mal nicht zur Zielgruppe — doch muß ich anerkennen, daß es doch faszinierend war, wie viele Menschen einst nach Berlin kamen, um an der Friedens-Demo teilzunehmen. Und Events mit siebenstelligen Teilnehmerzahlen zollen einen gewissen Respekt und fördern natürlich auch das Image der Stadt.

Wenn ich die Meldungen verfolge, die Planungen, die Skizzen zum Veranstaltungsgelände — ich kann leider nur mit dem Kopf schütteln. Wie kann man eine Veranstaltung, deren Teilnehmerzahl nicht steuerbar ist, überhaupt auf ein nahezu vollständig eingezäuntes Gebiet legen? Und noch dazu mit nur einen Ausgang... schon alleine auch der Mangel an Rückzugsmöglichkeiten ist schon ein planerischer Fehler gewesen, wenn man den Platz vollständig ausreizen will. Zumindest war das eins der wesentliches Vorteile in Berlin gewesen: der Tiergarten war offen und kein Nadelöhr.

Abgebloggt...

Schwarzer Tag für Hamburg

Vor einigen Tagen setzte ich mich mit dem Hamburger Volksentscheid auseinander. Der Bürgerentscheid wurde initiiert, weil einige Hamburger Spießbürger sich so daran stören, daß ihr eigener hochitelligenter Nachwuchs mit minderintelligenten Kindern wohl zwei weitere Jahre länger verkehrt, unterstützt von FDP und NPD.

Nun gibt es die vorläufigen Ergebnisse:
276.304 Bürger stimmten gegen die gemeinsame Primarschule bis zur sechsten Klasse, nur 218.065 Bürger dafür. Bei 39% Wahlbeteiligung.

Herzliche Glückwünsche an die Hamburger! Den Hauptgewinn habt ihr durch den Bürgerentscheid gleich mit gezogen: der Bürgermeister dankte ab!

Mal Tacheles reden...

In Zeiten der allgemeinen Belanglosigkeit moderner Architektur, wie man sie leider in den letzten Jahrzehnten nahezu ausnahmeslos überall erlebt, ist es doch noch erstaunlich, daß es Architekten gibt, die durchaus noch einen gewissen Sinn für Bauästhetik haben — wie dieses Bild recht eindrucksvoll beweist.

Das Problem ist nur: es soll der Ersatzbau für das Künstlerhaus Tacheles werden!

Wer es übrigens noch nicht kennt, sollte unbedingt mal einige Schritte auf das Gelände der surrealen Kunst wagen! (Eine Bildergalerie kommt noch)

Hamburger Volksentscheid über die Schulreform

In Hamburg wird es am kommenden Sonntag einen Volksentscheid über das Bildungssystem geben. Auch wenn mich dieses Thema als Berliner direkt nichts angeht, habe ich mir einmal unvoreingenommen die Abstimmungsbroschüre (und nur die!) zur Hand genommen und mich mit der Materie auseinandergesetzt.

Zunächst einmal muß man sagen: Ja, Hamburg hat mehr Geld. In Berlin gibt es solche Broschüren nur in Schwarz-Weiß und ohne Bilder. Und die machen in beiden Fällen die überwiegende Mehrheit des Heftchen aus.

Worum geht es also? Das Hamburger Parlament, Bürgerschaft genannt, will eine Schulreform. Eines der Knackpunkte ist die Einführung einer gemeinsamen Primarschule (nennen wir sie ruhig weiterhin Grundschule) bis zur sechsten Klasse — anstelle wie bisher zur vierten. Und einzig und allein diese Änderung stößt auf Wiederstand — und dagegen sträuben sich die Initiatoren von »Wir wollen lernen«.

E-Postbrief, der 2.

Was um alles in der Welt hat die Deutsche Post dazu getrieben, den schon an die Wand gefahrenen Namen »ePost« wieder beleben zu lassen? Einst beworben als die E-Mail mit lebenslange Gültigkeit hatte sie ganze fünf Jahre überlebt — und wurde dann eingestellt. Wie kann man als potentieller Nutzer überhaupt dann noch Vertrauen in diesen Anbieter entgegenbringen?

Mal von der technischen Umsetzung (isoliertes Portal) und den utopischen Preisvorstellungen (55ct für eine Nachricht) abgesehen...

Update:: das kam gerade als Lesetip an.

Wenn Computerspiele damals in echten Welten gespielt hätten...

Aus der Kategorie Dinge, die die Welt nicht braucht: 8-Bit-City. Also Stadtpläne in einem Layout der Spielekonsolen der 80er Jahre. Sehr gerastert, kaum Detailtiefe, gemusterte Grafik. Unter den 10 Städten gibt es auch Berlin, die Insel der Jugend sieht bspw. so aus:

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