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Skript Version 1.10b vom 11.11.2018 (Prod)

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Scandinavien-Reise - Teil 03 (Høyer)

Am Tag 3 hat sich der Wind komplett gedreht. Das Wetter auch. Ich hatte nur noch mit Gegenwind zu kämpfen. Somit ging der Tag mit 87 Kilometern zu Ende. Aber ich habe Dänemark erreicht.

Wie schon angedeutet: Es wurde kälter. Und windiger.

Es geht außerdeichs am Lüttmoorsiel entlang. Mit durchschnittlich 10 Stundenkilometern. Ich entdecke noch die Halligbahn Lüttmoorsiel–Nordstrandischmoor, eine Schmalspurbahn, die auf eine Insel führt (ähnlich dem Hindenburgdamm für Sylt). Bei Ockholm wird eine Baustelle am Deich angekündigt, die zu umfahren ist. Also einmal quer durch Ockholm.

Kurz hinter Ockholm sehe ich eine kleine Bank im Schatten vor der Sonne und im Schatten vor dem Wind. Direkt hinter dem Deich:

Verkwehswende bei Klanxbüll. Wir sehen eine Bushaltestelle gänzlich ohne Fahrplan. Und drei Vorderradhalter mittel im Grün. verwuchert. Und es war nicht die einzige Haltestelle:

Und noch mal Verkehrswende: Rasen gerne, aber nicht vor meiner Haustür.

In Klanxbüll dachte ich mir: Wenn ich schon einmal hier bin, dann muss auch der Hindenburgdamm mit integriert werden.

Ich machte nur einen Fehler: Ich war ihn südlich an – und verließ mich dadrauf (so wie es Navigationsdienste anzeigen), dass ich am Festlandrand die Bahn queren kann. Das ist zwar auch mal so vergesehen, aber alles verbarikadiert. Das ist vor allem ärgerlich wegen dem Wind. Und alles wieder zurück.

(Allgemein ist dieser Ort aber kaum spannend gewesen)

Nördlich des Hindenburg-Dammes treffe ich auf eine Schafssperre, wo das Tor für Passanten gerade gebaut wurde. Ärgerlich, wenn dadarauf nicht hingewiesen wird. Zum Glück war das Holz nur mit Strick befestigt. Also befreit man den Strick, konnte man passieren.

Yeaahh! Ich erreiche Dänemark. Schengen ist schon toll!

Die erste dänische Kommune: Høyer. Eher ein kleines Dorf.

Ich erreiche nach knapp 87 Kilometern den Campingplatz Vadehavs Camping. Zum Glück war Kartenzahlung möglich, da zwischen Grenze und Campingplatz kein Geldautomat liegt. Der Campingplatz wirkt recht leer, aber durchaus in Ordnung. Umgerechnet 10,20 Euro. Das Internet ist inklusive, es gibt einen schönen Aufenthaltsraum (wo ich gerade Strom beziehe), die Duschen sind inklusive.

Scandinavien-Reise - Teil 02 (Oben)

Am zweiten Tag habe ich fast ein wenig verschlafen. Ich wurde erst 09:30 Uhr wach. Egal. Es soll losgehen. Am Ende des Tages waren es 109 Kilometer.

Zunächst schaue ich mir Friedrichskoog-Spitze an – und nehme nun entgültig Abschied von der Elbe.

Als ich auf dem Deich war, entdeckte ich diese Form von Green Washing:

Die Schafe machten es sich bequem:

Erste Station: Büsum. Ein paar frische Lebensmittel gekauft. Ich will pausieren, doch finde kein schönes Plätzchen.

In Neuenkoog machte ich letztendlich Rast. Eine Gaststätte, die eigentlich geschlosen hatte, verkaufte neben dem üblichen Imbissangebot auch Erdbeeren. Lecker.

Das Eider-Sperrwerk war voll mit Tauben. Unzähligen. Die machen Krach!

Dann kürzte ich – und habe mit St. Peter-Ording umfahren. Nächster Halt in Husum (Ich habe eine Büsum-Husum-Schwäche.)

Und am Ende des Tages war ich in Oben – auf dem Elisabeth-Sophien-Campingplatz.

Ich bin etwas ins Gespräch gekommen. Ein Holländer, der früher auch ganz große Radtouren machte, heute über 60. Oder ein Rendsburger, die in seinen Jugendtagen von Hütte zu Hütte in Norwegen pilgerte – und heute mit 82 dann doch eher den Campingwagen nutzt. Achja: Es war sehr warm, er hatte über 37° in seinem Vorzelt gemessen.

Zum Campingplatz selbst: 3,50 Euro für Strom nehmen zu wollen ist schon happisch (Was macht man als Radfahrer? Vor allem Telefon und Powerbanks aufladen). Auch 2 Euro für WLAN pro Tag und Gerät ebenso. Ansonsten war er schön klein und familär. Abstriche gibt’s bei den Sanitären Anlagen (Ich mag keine Dusche von oben)

Scandinavien-Reise - Teil 01 (Friedrichskoog-Spitze)

Vier Jahre nach meiner ersten mehrwöchigen Radtour packt mich wieder das Radweh. Dieses Mal geht’s von Hamburg aus in Richtung Norden. Und anders als bei meiner damaligen Tour habe ich ein ungefähres Ziel vor Augen.

Die erste Tagesetappe waren 128 Kilometer – und die sah so aus:

Ich bin abfahrbereit. Gefühlt viel zu viel Gepäck. Aber alles verstaut.

Der Wetterbericht sagt ein traumhaft warmen Tag voraus. Und während viele sich in der Sonne aalten oder in Elbe sogar badeteten, habe ich Kilometer geschruppt!

Los ging es im Zentrum von Hamburg. Über Kopfsteinpflaster. Was ja auch praktisch ist, um zu testen, ob die Ladung auch fest genug sitzt.

Dann ging es über Övelgönne, die ja Teil des Europaradweges und des Elberadweges ist. Hier beugte ich mich den Bürgerentscheid, der ja sinngemäß sagte: Die Övelgönne ist ausreichend für den Radverkehr. (Und ehrlich: Ein voll bepacktes Rad muss ich nicht dadurch schieben – zumal ich dann mehr Platz benötige, noch ist es zumutbar, die Höhenmeter zur Elbchaussee zu überbrücken.

Der weitere Radweg bis Teufelsbrück ist sehr durchwachsen. Um nicht zu sagen, dass sich die Oberfläche alle paar hundert Meter ändert.

Es ist die Zeit von Schulausflügen. Da habe ich mehrere gante Klassen gehabt. Ich klingel schon. Eine Person läuft abseits der Gruppe auf den verblieben Platz. Selbst der Lehrer schritt schon ein. „Ich habe nix gesehen!”

Ich habe das Sperrwerk Pinnau umfahren – und bin über diese Brücke:

(Radfahrer sollten in der Gegenrichtung absteigen. Autofahrer sollen nicht schieben. Wozu?)

Letztes Jahr feierte Neuendeich 15 Jahre „Schild zu 700 Jahre Neuendeich”:

In Glücksstatt machte ich Rast. Am Flehd. War schön da.

In Brunsbüttel stand ich vor einem Zaun mit Nato-Draht in der Nähe des Atomkraftwerkes. Nur die Tür war offen. Mit Hinweis auf Videoüberwachung. Etwas irritierend ist es schon.

Hinter Brunsbüttel musste der Nordsee-Ostsee-Kanal gequert werden. Mit einer Fähre. Die war sogar kostenlos.

Von da ging es noch mal etliche Kilometer am Deich, ehe ich mein erstes Zelt ausschlage. In Friedrichskoog-Spitze. Bei Campingplatz Swienskopp. Kleiner Zeltplatz. Für unter 10 Euro. Mit Strom und Duschmarke. Aber ohne Internet. Der Betreiber steht den Medien, mit dem ich ihn letztendlich gefunden habe, kritisch gegenüber.

Fahrgastrechte-Formular bei der Bahn

Eine der positiven Errungenschaften der letzten Jahre im Bahnverkehr ist das Fahrgastrechte-Formular: Klare Regelungen, wann es vom Fahrpreis etwas zurück gibt. Vor allem auch, dass damit ein Anspruch besteht – und nicht nur Kulanz, Bitten und Wohlwollen (siehe Details).

Ärgerlich ist es aber immer dann, wenn die Grenze knapp verfehlt wird – und diese Grenzen sind den Eisenbahnunternehmen ebenso sehr bewusst. Einen besonders dreisten Fall erlebte ich nun bei der ÖBB, die sich bereits im Zug für eine Stunde Verspätung entschuldigte, offiziell waren es am Bahnsteig dann doch nur 59 Minuten.

Da ich ursprünglich nicht einmal mit diesem Zug angekommen wäre, sondern mit dem vorherigen, betrug die Verspätung insgesamt offiziell 119 Minuten.

Nun war das Ziel aber nicht der Wiener Hauptbahnhof, sondern ein anderer Bahnhof im Stadtgebiet, der mit Eisenbahn (S-Bahn) erreichbar ist (und auch mit dem Fahrschein noch gefahren werden darf). In solchen Fällen empfiehlt es sich, nicht den Hauptbahnhof als Ziel der Reise im Fahrgastrechte-Formular anzugeben, sondern den finalen Bahnhof. Die Verbindungsauskunft der Bahn hilft dabei, diese Fahrzeiten zu dokumentieren. Ich konnte damit trotz des Fouls der ÖBB bei der Deutschen Bahn eine Verspätung von 120 Minuten geltend machen.

Landschaftspark Duisburg-Nord

Ich muss gestehen: Ich mag Industriekultur. Egal ob die riesigen Fabrikhallen in Berlin-Schöneweide oder die Zeche Zollverein in Essen-Stoppenberg. Eine dieser Perlen ist der Landschaftspark Duisburg-Nord – hier sind es vor allem Hochöfen.

Einer der noch bestehenden Hochöfen, No. 5, ist begehbar – bis zur Spitze. Es ist spannend die Stufen hinaufzusteigen und mit jeder Etage mehr Ausblick zu genießen.

Auch wenn die oberen beiden Etagen etwas Mut bedürfen, da eine Treppenhälfte beidseitig freiliegend ist.

Doch noch mehr beeindruckend ist die Anlage von unten. Wenn einem bewusst wird, wie klein ein Mensch im Vergleich zu diesen technischen Anlagen ist. Denn nicht nur der Hochofen ist riesig – auch die Kohlenbunker.

Und es sind nicht nur die Größenverhältnisse. Auch die Gefährlichkeit. Riesige Treppen. Ein falscher Tritt?

Aber auch die Komplexität dieser Anlagen sind faszinierend. Es ist nicht nur ein Ofen, in dem Kohle hineingeschüttet wird, sondern auch enorme Vielzahl von Rohren, Kesseln, Schornsteinen Treppen, Steganlagen und Ventilen. Und vom ganzen Eisenbahnvorfeld (das hier liebevoll Gleisharfe genannt wird) zu schweigen. Es geht nicht nur um die Kohle und das Metall, auch die Belüftung, Wasser, Schlacke und was so alles anfällt. Als Informatiker erinnert diese Komplexität an ein Software-Projekt. Ob es jemals einen Menschen gab, der diese Anlage mit allen ihren Einzelbestandteilen verstanden hat?

Es ist aber auch ein beeindruckend, wie die Natur sich diesen Raum zurückholt:

Und wie man diese Flächen heute nutzt. Gärten in alten Kohlebunkern.

Ein Kletterparkur auf den Pfeilern an den alten Bunkern.

Ja sogar eine Kinderruschte:

Ende:

Und alle Bilder (75) des Rundganges. Es fiel schwer, auszusortieren:

Mehr zur Industriekultur: Im Jahr 2006 stellte ich Bilder der Zeche Zollverein vor. Und im Blog von Frau Maja werden zwei weitere Beispiele von Industriekultur

Rhein-Hamburg-Radtour

In den letzten beiden Wochen war es im Blog hier eher ruhig. Das hing damit zusammen, dass ich mich noch einmal auf’s Rad für eine 11-tägige Tour gesetzt habe.

Der Startpunkt war Karlsruhe. Vorbei am mittleren Rheintal ging bis zum Duisburger Landschaftspark. Von da ging es einmal quer durch den Pott (inklusive den schon bestehenden Teil des neuen Ruhrschnellweges). Über Dortmund-Ems-Kanal via Münster bis zum Mittellandkanal, den ich dann bis Hannover folgt und über die Lüneburger Heide bis nach Hamburg.

Im groben war dies die Strecke mit insgesamt 1070 Kilometern:

Meine einzelnen Etapen (mit Bildern und tw. auch Videos zu den Tagen):

Tag Kilometer Zielort Via
1 55 Speyer Start in Karlsruhe
2 110 Mainz Mannheim, Ludwigshafen, Worms
3 105 Koblenz Bingen, Loreley, Rheintal
4 70 Bonn (Einfach nur Regen)
5 130 Duisburg Köln, Düsseldorf
6 95 Waltrop Landschaftspark, HOAG, RS1, Essen
7 70 Münster
8 140 Espelkamp Mittellandkanal
9 100 Hannover Minden, Wasserstraßenkreuz
10 135 Lüneburg Celle, Bahnhof Uelzen
11 60 Hamburg Elbe, IGA-Gelände

Rhein-Hamburg-Tour, Tag 10+11: Hannover - Lüneburg - Hamburg (135 + 60km)

Der Regen ist weg. Die Sonne scheint. Einmal durch den Park der Herrenhäuser Gärten in Richtung Zentrum.

Ein letzter Blick auf den Mittellandkanal, ehe es durch die Lüneburger Heide geht:

In Altwarmbüchen hupte mich eine Fahrerin mehrfach freundlich an, den Fußweg (der für Radfahrer freigegeben ist) doch zu benutzen. Das hätte ich vielleicht auch gemacht, wenn der Belag nicht so unheimlich schlecht gewesen wäre.

Im Nachbarort Stelle spürt man noch, dass früher die Bundesstraße 3 hindurchführte. Die einst sehr breite Fahrbahn bietet natürlich gute Voraussetzungen für gute Radwege.

Ich nähere mich dem ersten Zielort: Celle. Doch zuvor geht es noch durch Westercelle. Warum denke ich da nur einen FDP-Politiker?

Halt im Französischen Garten von Celle:

Die Altstadt von Celle:

Positiv aufgefallen ist mir, dass der Ort sehr liberal ist, was die Freigabe von Wegen für den Radverkehr angeht.

Weiter ging es fast Non-Stop bis Uelzen – entlang der B191.

Uelzen selber … was soll ich schreiben? Alle Wege sind natürlich ausgeschildert zum Hundertwasser-Bahnhof.

Ein Rundgang im wahrsten Sinne des Wortes:

Bei den ganzen unebenen Böden fehlt eigentlich noch ein Gleis-Looping!

Einen der besten Fahrradständer, den ich bisher bei ALDI gesehen habe:

(Leider gab es auch nur diesen einen Fahrradständer)

Ich erreiche die Jugendherberge in Lüneburg. Dort bekam ich gleich ein warmes Essen. Resteessen. Ehe es weggeworfen werden musste. Vielen Dank!

In der Jugendherberge fand ich einen Spieleschrank mit teils sehr fragwürdigen Spielen:

An der Bardowicker Mauer macht weder Radfahren noch Radschieben Spaß!

Den nächsten Tag ging es dann weiter nach Hamburg. Mit Gegenwind. Der Radweg bis Winsen (Luhe) ist sehr bescheiden.

Dann erreiche ich die Elbe. Die alte Harburger Brücke sieht sehr schön aus:

Und weiter durchs IGA-Gelände:

Damit endet diese Tour!

Rhein-Hamburg-Tour, Tag 09: Espelkamp - Hannover (100km)

Der kleine Stadthotel mit den 15 Betten war echt nett. Also wenn es mich jemals wieder in diesen kleinen Ort hineinverschlagen sollte…

Aber wenn ich mir den Ort so anschaue, wird das wohl nicht so gleich passieren. Ich habe mir das Zentrum mit dem 1500 Stellplätzen noch einmal angeschaut:

Es sieht nicht schön aus – und das war nicht nur das regnerische Wetter. Selbst das Rathaus ist in diesem Baustil. In der Wikipedia steht, dass der Ort „auf den Resten einer ehemaligen Heeresmunitionsanstalt” zu einer „modernen Plansiedlung für Vertriebene und Immigranten” heranwuchs.

Nächster Halt: Minden – und das Wasserstraßenkreuz zwischen Mittellandkanal und Weser:

Es hat schon geregnet – und die Kanalwege sind noch nass.

Eine der wenigen Stellen, in denen der Kanal eher ein Einschnitt in die Landschaft war:

Der Regen erwischte mich noch einmal richtig kurz vor Hannover. Regenschutz unter der A2-Brücke.

Bei Hannover geht der Mittellandkanal in den Stichkanal Hannover-Linden. Schotter als Oberfläche. Wäääh!

Rhein-Hamburg-Tour, Tag 08: Münster - Espelkamp (140km)

Entgegen aller Wetterprognosen optimales Fahrradwetter. Und optimaler Wind.

Noch einmal eine Runde über den Promenadenring – und weiter geht’s am Kanal.

Die Kreuzung von Ems und Dortmund-Ems-Kanal:

Die Einmündung des Mittellandkanals:

Ein Chemiewerk:

Was den Mittellandkanal auszeichnet: Unheimlich viele Brücken auch in absolut ländlichen Regionen. Die Brücken sind nummeriert und tragen die Streckenkilometer. Es gibt nur wenige Abschnitte, wo zwei Brücken länger als einen Kilometer voneinander entfernt sind. Viele Brücken sehen auch ähnlich aus. Wie eine Serienproduktion für Brücken.

Aber man kann nicht jede Brücke zum Verlassen des Kanals nutzen. Zumindest nicht mit vollbeladenen Rad. Einmal musste ich ein Rad auch über die Leitplanke heben.

Der Kanal selber verläuft meist über dem Niveau des Umfeldes. Die Brücken haben alle einen recht imposanten Anstieg.

Ich beende den Tag in dem Örtchen Espelkamp. Habe ich vorher noch nie gehört. Muss man auch nicht kennen. Um etwas Aufmerksamkeit zu erhalten, wird das Zentrum auch wie folgt beworben:

Der Blick aus dem Fenster des Stadthotels Espelkamp:

Rhein-Hamburg-Tour, Tag 07: Waltrop - Münster (70km)

Ein kurzer Tag von Datteln nach Münster, aber Münster nutzte ich gleich zum Besuch. Abends gab es eine Runde Caverna.

Rund um Datteln kreuzen sich unheimlich viele Wasserwege. Von Waltrop radelte ich einen Abschnitt des Datteln-Hamm-Kanals:

Und hier sehen wir die Mündung des Wesel-Datteln-Kanals:

Etwas Ironie: eine fahrradfreundliche Stadt ohne Radwege:

Ganz im Gegensatz zu Münster. Das erste, was mir auffiel: Wenn der Asphalt durch die Wurzeln rausgedrückt wird, wird oben abgefräst.

Beeindruckend ist der Promenadenring. Er ist ein grüner Ring um die Stadt für Fußgänger und Radfahrer auf alten Befestigungsanlagen. Von den Ampelkreuzungen und der einen Unterführung abgesehen, ist die Verkehrsregelung alles andere als durchdacht. Der Fußgänger hat mittels Zebrastreifen Vorrang, der Radfahrer muss warten. Steigt der Radfahrer ab, hat er Vorrang. Also wartet der Radfahrer auf das Auto, welches auf den Fußgänger wartet. Das führt jedenfalls zu vermeidbaren Verwirrungen.

Gelegentlich kommt es vor, dass auch fahruntüchtige Fahrräder fortbewegt werden. In Münster sah ich am Promenadenring einen, dessen Hinterrad nicht arretiert war, sondern lose hin und her wackelte.

Recht nett ist der Aasee.

Weniger erfreulich an Münster ist der religiös motivierte Krach. Die Stadt hat eindeutig zu viele Sakralbauten. Und einige nehmen für sich den Anspruch heraus, eine Viertel Stunde lang zu schellen. Da scheppert es erst in der einen Gasse und dann in der anderen. Muss das sein?

Der Baum scheint wohl eine Lokalposse zu sein. Auf jeden Fall hat der Zaun den Baum nicht gehalten, als er ausbüchsen wollte:

Caverna ist übrigens ein cooles Spiel, dass ich erst kennen lernte. Ich habe die Partei gewonnen.