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Hamburg

Kommentar von Kathrin Köpp

Dieser Parcour wurde als neue paralympische Disziplin für Nutzer von Rollatoren und Elektrischen Rollstühlen eingerichtet. Besonders beliebt, ergänzend als ergotherapeutische Fingerübung, Meldung beim Meldemichel, Zusatzdisziplin, Aushalten von Frustration, es meldet sich niemand, und repariert wird auch nichts. Schleudertrauma garantiert nach einer Distanz von 400 Metern, regelmäßig haut es Dich aus dem Rollstuhl, origineller Querstand von Gehwegplatten ersetzt Urlaubsreisen.

Kommentar von Reinhard Hollunder

Moin, man kann natürlich alles miteinander vergleichen, auch Äpfel und Birnen. Wenn dann allerdings Gaza ins Spiel kommt, ist man schnell jenseits des Erträglichen.. Also, nicht vergleichen sondern klare Kante: der Zustand der Papenhuder Straße stadtauswärts von der Mundsburger Brücke bis zum Uhlenhorster Weg ist miserabel. Das gilt für den Gehweg, die Baumscheiben, die Fahrradständer und das Begleitgrün gleichermaßen.Dies fällt alles in die Zuständigkeit des Bezirksamt Nord, was manches erklärt. Der Vorgänger der derzeitigen Bezirksamtsleiterin hat sich durch ein passives, bestenfalls schleppendes Verhalten profiliert (trotz wiederholter Meldung und Unfall 4 Jahre bis zum beseitigen einer Stolperfalle vor einem Restaurant…) und zum Abschluß der Amtszeit noch schnell eine völlig fehlgeschlagene “Sanierung”. Seine Nachfolgerin war für eine Verbesserung der dilletantischen Maßnahmen dieser “Sanierung” nicht zu gewinnen. Gegen alle Kritik der Maßnahmen durch mehrere qualifizierte (externe) Fachleute, spannte sie den Schutzschirm auf – und nun haben wir den Salat und baden es aus: Verdopplung der Pfützen nach Regen, Verdopplung der Stolperfallen, durch ungeeigneten Belag ersetztes Gehwegpflaster, Baumscheiben, die die Bäume nicht schützen und manches mehr. Die Einladung zu einem Besichtigungsrundgang wurde ausgeschlagen… Was tun? Wie wäre es mit einem Runden Tisch, wir haben doch einen Bürgerverein? RH

Kommentar von René

Notiz an mich selbst: Wenn man mal die Realsatire zu den Fußwegen zur Seite legt: natürlich beschäftigt mich auch die Frage, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass diese Wege so schlecht sind – und wie man das ausbessern kann.

Auffällig ist es aber schon, dass dieses Problem in anderen Städten nicht so massiv existiert (trotz Bäume, Alter, örtlicher Besonderheiten). Und nicht alles entsteht durch Bäume: die können nix für die Breite, die Ausleuchtung oder den Winterdienst. Oder dass die Gehwege auch von befahrenen Autos zerschlissen werden.

Erster Gedanke ist natürlich die Baumart. Bekanntlich sollten als Straßenbäume eher Tiefwurzler kommen. Eben mal ins Baumkataster geschaut:

  • die Herderstraße hat Ahörner – Flachwurzler.
  • in der Schumannstraße sind es überwiegend Vogelbeeren, Flachwurzler
  • in der Humboldtstraße (gerade bei dem Foto) sind es Linden, Tiefwurzler
  • Andererseits: in dem Bild von Berlin ist ein japanischer Schurbaum zu sehen, auch Flachwurzler.

Zweiter Gedanke: Abstand Baum zu Gehweg bzw. Größe der Baumscheibe. Könnte es sein, dass Bäume auf der Suche nach Nahrung eher flach wurzeln? Im Berliner Bild ist da schon etwas mehr Raum. Ich kenne aber auch deutlich kleinere Baumscheiben in Berlin.

Dritter Gedanke: führt man die Bäume anderswo im Untergrund besser, so dass sie mehr nach unten wurzeln müssen? Beispielsweise durch Ausbreitungssperren oder gezielte Nahrungsquelle in einer gewissen Tiefe?

Ich habe keine Idee, Google brachte mich auch nicht weiter. Aber irgendwas muss man ja historisch anders gemacht haben. Hamburg scheint da auch zu forschen, wie man damit umgeht – Die haben aber auch noch keinen Stein der Weisen gefunden zu haben. Das dürfte aber eher für Neupflanzungen spannend sein.

Und das geht dann schon in die Frage, wie man bestehendes ausmerzen kann? Spontan hätte ich gedacht: man füllt um den Baum etwas auf. Wenn das 10 Zentimeter höher kommt und das auch gekonnte verlegt wird. Vielleicht gibt es auch Gehwegplatten in einem Verbund, so dass nicht einzelne Steine rausragen, sondern das ganze eine geschmeidige Beule bekommt…

Also wer da Ideen zu Ursache und Lösung hat: gerne her damit!

Kommentar von Reinhard Hollunder

Wie sich die Bilder gleichen! Man könnte sie mit nahezu identischen Bildern aus Hamburg Uhlenhorst, Papenhuder Straße und Hofweg ergänzen. Das zuständige Bezirksamt Nord inkl. Leiterin glänzt durch Desinteresse und einen misslungenen Versuch einer Sanierung.Pflege des Grün,Entrümpeln, Entfernung von Schrotträdern sind Fremdwörter ( “Kein Geld, kein Personal”). Die Einladung zur Ortsbegehung an die Bezirksamtsleiterin, SPD, wurde nicht angenommen, die informierten Fraktionen konnten nicht gewonnen werden, hier Druck zu machen und ihre Aufgabe wahrzunehmen.

Kommentar von René

Die Handelskammer Hamburg missbraucht wieder ihre Zwangsmitglieder mit allgemeinpolitischen Statements, zu der sie gemäß §1 IHKG kein Mandat hat. Und selbst wenn sie es hätte, müsste sie gesetzlich auf Minderheitenmeinungen ihrer Mitglieder hinweisen.

In dem Statement listen sie eine Reihe weiterer Kammern auf, die i.d.R. ebenso kein Mandat haben. Das ist die Idee der rechtlichen Sonderstellung mit Zwangsmitgliedern. Wer sich allgemeinpolitisch äußern will, sollte das in einer Partei, Verein oder Verband tun. Die Kammer ist keine Ersatz-FDP.

Ferner beteiligt sich die Kammer über ihre HKS Handelskammer Hamburg Service mit 1,34 Mio Eur an den Bewerbungsaktivitäten. Ich fragte die Handelskammer am 27.02.2026, “ob das Geld wieder von den Zwangsmitgliedern verwendet wurde – oder ob dies getrennt wurde (bspw. durch Spenden für diesen Zweck).”. Auf erneute Nachfrage wurde mitgeteilt, dass die “Handelskammer klar getrennt davon eine Plattform zur Verfügung, um Sponsoringgelder (zur Unterstützung der Olympiakampagne) aus der Hamburger Wirtschaft zu bündeln und zum Beispiel für die Shows zur Verfügung zu stellen.”

Kommentar von René

@Stefan: Der Idee eines (Privat)-Automoratoriums stehe ich kritisch gegenüber. Zunächst in der Idee, aber auch in der Umsetzung. Zulassungsregeln macht der Bund, das kann Hamburg nicht festlegen. Und selbst wenn: ob das Auto in Hamburg oder Niedersachsen angemeldet ist, ist auch egal. Und es ist auch egal, ob der Miet-Stellplatz dann in der Niedersächsischen Pampe nachgewiesen bzw. dort nicht nötig. Ein Auto bewegt sich ja…

Was ich dagegen befürworten würde: eine Zwangsfluktation der Fahrzeuge durch ein wöchentliches zweistündiges Halteverbot zur Tagesmitte (z.B. Mittwoch 12-14 Uhr). Andere Orte machen das zur Straßenreinigung. Das hätte dann den Vorteil, dass die Stellplätze vor allem von denen genutzt werden, die sie wirklich für das Erreichen der Arbeitsplätze etc. brauchen.

Kommentar von Stefan

Hauptsache Autostadt behalten u.a. durch ‘Parkplatzmoratorium’…
Obwohl dringend ein (Privat)Automoratium in der Stadt gebraucht wird. Keine Neuzulassung von Privatpkw ohne nachgewiesenen eigenen Mietstellplatz auf privatem Grund.

Kommentar von Florian Mallok

Lieber René,

als Vorstandsmitglied des ADFC Hamburg bin ich doch reichlich irritiert über Deine Aussage: “Umso fragwürdiger liest sich das Statement des ADFC , welches Schutzstreifen nicht als Notlösung toleriert, sondern diese ausdrücklich begrüßt.”

Es werden ausdrücklich Radverkehrsanlagen an der Stelle begrüßt, weil derzeit gar keine vorhanden sind. Dadurch fahren immer wieder Radfahrende auf dem Gehweg, was ein reales Problem darstellt. Im weiteren Verlauf wird sich dann aber kritisch über die Ausführung der Schutzstreifen in der Dooringzone der Fahrzeuge geäußert.

Da Du als Mitglied des ADFC Hamburg selber regelmäßig bei den Sitzungen der Bezirksgruppe Nord dabei bist, weißt Du über die kritische Diskussion um Schutzstreifen bzw. diese spezielle Maßnahme. Wie Du selber schreibst, ist es kein großer Wurf, sondern eine Minimallösung. Darüber sind wir uns beim ADFC Hamburg einig. Die an der Stelle aber immer noch besser ist, als gar keine Radinfrastruktur.

Es bleibt für mich daher fragwürdig, wie Du – trotz aller Dir zur Verfügung stehenden Informationen – zu der eingangs zitierten Wertung kommst.

Mit vereinsfreundlichen Grüßen
Florian

Kommentar von Frauke Johannsen

Hallo René, ich fahre seit 20 Jahren die Jarrestrasse mit dem Fahrrad entlang. M.E. ist es wichtig, die Strasse von den parkenden Autos, z.T. auf der Strasse, zu entlasten.
Diese machen es unübersichtlich, weil auch überall Fussgänger kreuzen. Übergänge zwischen den Bereichen wo Geschäfte sind, ist sicherlich eine erforderliche Massnahme, genügen aber nicht.
Es werden regulierte Parkflächen (Parkhäuser) benötigt, wo Anwohner ihre Autos lassen können. Leider nimmt die Zahl der gemeldeten PKWs in Hamburg stetig zu, daran muss insgesamt gearbeitet werden. Stichwort: Verdichtung!
Auch fällt auf, dass die Busse z.T. in beiden Richtungen zur selben Zeit fahren, daher die Strasse “verstopfen”.
Vielleicht lässt sich am Fahrplan etwas drehen..Die neuen Buslinien 17 / 18 scheinen mir in unserem Bereich auch nicht wirklich ausgelastet, wenn auch gut frequentiert. Müssen es lange Busse sein? Danke f.d. Kenntnisnahme