Kommentar von René
Satire-Version des Artikels, den ich auf nebenan.de platzierte:
Für einige Menschen gilt ja Hamburg als die schönste Stadt der Welt. Und in der Tat haben wir echt beeindruckende Wahrzeichen wie die deutschland berühmte und befürchtete Waitzstraße oder das neue Wahrzeichen “Kurzer Olaf”. Eine besondere Perle sind aber unsere Fußwege. Nirgendwo sonst in Deutschland sind Fußwege so abwechslungsreich und voller Überraschungen wie in Hamburg, so dass jeder Gang zum Erlebnis wird.
Die Kunst der zufällig fehlenden Gehwegplatten ist eine Freude für das haptische Erlebnis dieser Stadt. Ganz besonders auch die feinen kleinen und großen Höhenunterschiede bescheren auch den Menschen in Rollstühlen tolle Gefühle. Und die Gehwege sind auch in der Regel schön schmal gehalten – optimale Spurführung auch für Menschen mit 2,8 Promille.
Und nicht vergessen: unsere Gehwege sind auch für Kinder ein tolles Erlebnis, wenn bei Regen sich die kleinen Teiche bilden. Das erspart häufig auch den Gang ins Freibad. Auch die Freunde des heiligen Bleches erfreuen sich immer wieder, auf diesen schmalen Wegen noch ein Plätzchen zu finden, da drückt auch die Polizei nur zu gerne ein Auge zu. Ein ganz besonderes Highlight ist auch das Passieren der Gehwege bei Dunkelheit, denn durch die gezielte Anordnung der Laternen schafft man perfekten Wechsel von Licht und Schatten – und verstärkt die haptischen Gefühle vor allem in den dunklen Bereichen.
Wir sollten nicht meckern und die Perle unsere Stadt würdigen. Vor allem sollten wir der SPD dafür danken, dass sie all das jahrelang so vorzüglich gepflegt hat, dass die Hamburger Gehwege zum Unesco Kulturerbe erklärt werden sollten!
(Sorry, kleiner Flüchtigkeitsfehler. Dieses letzte Bild mit der völlig monotonen Ausrichtung der Platten ist aus Berlin. Das ist echt schrecklich, wie heruntergekommen dort die Gehwege aussehen!)


