Nein, nicht die Musikindustrie. Diesmal ist es die japanische Fernsehbranche, die dem »Kabarett der Rechtsverdrehung« beigetreten ist!
Sie definieren eine mit Werbung versehene Sendung als untrennbare Einheit, die der Zuschauer als Ganzes genießen soll. Damit sollen Werkzeuge zur Umgehung der Werbung (z.B. durch Weiterspulen oder Herausschneiden) verboten werden — also eine Funktion, die ein Videorekorder schon seit Jahrzehnten beherrscht. Folglich wären dann auch Toilettengänge illegal — da umgehe ich auch die Werbung.
Aber kann ein Urheber eigentlich verlangen, daß sein Werk entweder ganz oder gar nicht genossen wird? Bei einer CD springe ich auch zum nächsten Titel, wenn mir ein Lied nicht gefällt. (vgl. heise)
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»Ja, wir könnten jetzt was gegen den Klimawandel tun, aber wenn wir dann in 50 Jahren feststellen würden, dass sich alle Wissenschaftler doch vertan haben und es gar keine Klimaerwärmung gibt, dann hätten wir völlig ohne Grund dafür gesorgt, dass man selbst in den Städten die Luft wieder atmen kann, dass die Flüsse nicht mehr giftig sind, dass Autos weder Krach machen noch stinken und dass wir nicht mehr abhängig sind von Diktatoren und deren Ölvorkommen. Da würden wir uns schön ärgern.«
Marc-Uwe Kling, Kabarettist