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Kommentar von Interpretations Frage

Gedichte zu interpretieren ist natürlich immer sehr subjektiv.

Natürlich kann man hier die Botschaft des „Ausbeutens” deuten, wenn man es denn so WILL.

Ich persönlich entnehme dem Gedicht aber eine andere Botschaft: Würde der „Arme” etwas tun um ebenfalls reich zu werden, wäre in dieser 2er Situation keiner mehr „reich”, da sie beide gleich viel hätten.

Das Gedicht drückt also meiner Meinung nach aus, dass „reich” lediglich Situations abhängig ist. So ist der Millionär gegenüber dem Milliardär „arm”.

In einer Welt in der alle „reich” währen, wäre somit keiner mehr reich, weil es eben kein „arm” mehr gibt. Also wäre paradoxer Weise reich und arm das selbe.

Das ist unlogisch und kann nicht eintreten. Somit ist (rückführend, gesellschaftskritisch betrachtet) auch der Traum von „Keiner Armut” unlogisch und kann nicht eintreten.