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Japanische Toiletten

Der Mythos um die japanischen High-Tech-Toiletten begleitete auch unsere Reise. Der Nervenkitzel, ob man auch den Flush-Button (Spülung) finden wird[1]. Tatsächlich fragten wir uns schon, warum es dieser Toilettentyp eigentlich nie aus Japan heraus geschafft hat?

Hier soll es jedoch weniger um die Annehmlichkeiten eines Bidets sowie den beheizten Klobrillen gehen, sondern um die Besonderheiten rund um diese Toilette.

Schon in unserer ersten Unterkunft wurden wir mit den speziellen „Klopantoffeln” konfrontiert. Aus der Sicht eines Westlers sind sie an solchen mit anderen geteilten Orten eher von zweifelhafter Hygiene (wer hatte schon alles seine Füße darin?). Für den Japaner sind sie jedoch essentiell. Der Toilettenraum gilt schließlich als unrein und muss vom restlichen Bad abgetrennt sein (Businesshotels halten diese Regel jedoch nicht ein, da sonst die Zimmergröße nicht ausreicht). Deswegen darf man auch auf keinen Fall mit den normalen Pantoffeln auf die Toilette oder schlimmer, mit den Klopantoffeln in die Wohnung.

Diese Klopantoffeln gibt es aber auch an öffentlichen Orten, z.B. in Tempeln, die nur auf Socken betreten werden dürfen. Oder auf der allgemeinen Toilette im Hotel.

Bei den öffentlichen Toiletten, für die man glücklicherweise dann doch keine eigenen Pantoffeln braucht, amüsieren uns die fast immer anzutreffenden Hinweisschilder, wie die Toilette zu benutzen ist.

Das gibt es in Touristenregionen auch andersherum, für die asiatische Toilette.

Sehr praktisch finden wir auch, dass die Klokabinen beider Geschlechter fast immer einen Kindersitz eingebaut haben, in dem man sein Kind kurz absetzen kann. Wickelräume sind auch fast immer vorhanden.

Ein Rätsel bleibt jedoch: Warum haben manche Damentoiletten eigentlich ein Pissoir? Meist auch gut sichtbar, wie hier am Bahnhof Emmachi.

Am Flughafen in Tokio gibt es sogar eine kleine Toilettenausstellung:

1 Ja, denn entgegen aller urbanen Legenden war bisher jede Toilette ausreichend mit lateinischen Schriftzeichen beschriftet.

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