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Berlin-Dresden

Und mal eine positive E-Mail am Rande: die Deutsche Bahn erwägt so ganz langsam, die Strecke zwischen Berlin und Dresden zu sanieren. Wenn man bedenkt, daß es heutzutage Streckenabschnitte gibt, wo selbst der IC/EC nur 60 Stundenkilometer fahren darf. Geplant ist, daß ab 2012, also in drei Jahren Bauzeit, die Strecke mit 160 Stundenkilometern wieder befahren werden kann. Dann soll die Reisezeit zwischen Lehrter Stadtbahnhof und Dresden Hauptbahnhof nicht mehr 126 Minuten betragen, sondern lediglich 89 Minuten.

Passend dazu auch die nächste frohe Botschaft: die Strecke Dresden-Leipzig wird künftig nicht mehr stündlich mit dem ICE befahren, sondern alle zwei Stunden mit einem IC-Ersatzzug.

Bisherige Kommentare (2)

Kommentar von Tilo

Hallo,

die Sanierung der Bahnstrecke Berlin-Dresden ist zwar in vorerst fünf dringend notwendigen Abschnitten geplant bis 2012 aber dann soll die Fahrzeit erstmal auf 103 min. reduziert werden. Das spätere Ziel 59 min. ist nur mit der optionalen Ertüchtigung auf 200 km/h zu erreichen.

Die Planung sieht aktuell so aus:

  • Bahnhof Rangsdorf und Neubau der Eisenbahnüberführung Rangsdorf
  • Bahnhof Zossen: Erneuerung des Nordkopfes und Eisenbahnüberführung Nottekanal
  • Bahnhof Wünsdorf bis Haltepunkt Neuhof (ausschließlich) und km 43,7 — Golßen (ausschließlich)
  • Bahnhof Hohenleipisch (einschließlich) — Elsterwerda (ausschließlich) und Kreuzungsbauwerk Elsterwerda-Biehla sowie
  • Bahnhof Großenhain/Berliner Bahnhof (ausschließlich) bis km 29,200 bei Böhla.

Dann ist man allerdings immer noch nicht bei durchgehend 160 km/h,  denn um dies zu erreichen sind aktuell 585 Mio. notwendig, besiegelt sind jetzt 199. Und optional heißt ja auch nur das die Sicherungstechnik sowie Ingenieurmaßnahmen usw. für den Endzustand ausgeführt werden, fraglich ob es  zu diesem auch kommt. Bekannterweise müssen ja bei Geschwindigkeiten über 160 km/h alle Bahnübergänge beseitigt werden, ggfs. ersetzt durch Unterführung oder Brücke. Als Beispiel hat man die Strecke Berlin — Leipzig bis 2006 so ertüchtigt und dies hat ganze 1,7 Millarden! verschlungen und die Strecke ist sogar kürzer.

Hoffen wir das die danach letzte Baustufe schnell folgt und die 59 min. erreicht werden, viel Interesse besteht von der DB AG jedoch nicht da diese ja mehr an lukrativen ICE Strecken interessiert ist und nur der Bundesverkehrsminister sich persönlich für den Ausbau eingesetzt hat, wo auch auf Druck der sächsichen Landesregierung.

Die Frage ist auch ob Dresden überhaupt wieder eine stündliche Ice Verbindung nach Frankfurt erhält, die Bahn dünnt aus wo es geht, jüngstes Beispiel ist die RB Linie 30 von Dresden nach Zwickau die neuerdings nur noch mit einer Doppelstockeinheit (2 Wagen), früher mit er doppelten Anzahl verkehrte. Heute war es so wie in einer überfüllten Strassenbahn.

Es ist also alles unzumutbar, könnte jetzt noch viele Sachen aufführen aber bringt ja nix, ich fahre auf jeden Fall seit über zwei Jahren täglich durch Deutschland und weiß mittlerweile einiges. Was bleibt ist die letzte Hoffnung.

Kommentar von René

Also eine Fahrtzeit von 59 Minuten ist unrealistisch. Das würde eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 200 Kilometer bedeuten. Wenn man nun die Halte in Dresden-Neustadt und Papestraße (Südkreuz) sowie ggf. auch Elsterwerda berücksichtigt und es im innerstädtischen Bereichen auch lärmbedingt vermutlich nicht so schnell gehen kann, müßte ja die Straße gut auf 250 bis 300 Stundenkilometer ausgebaut werden. 89 Minuten ist aber die anvisierte Zeit.

Was den Regionalverkehr angeht: hier wird sich die Bahn noch umschauen müssen. Gerade in den Verbünden gehen viele Verkehrsaufträge verloren, jüngstes Beispiel wird demnächst Ostsachsen alles rund um Görlitz werden (geht an die ODEG).

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