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Vuna Blow Holes

Zugegeben: Wir kannten vor unserer Reise noch keine Blow Holes. Woher auch? In Deutschland gibt es keine. Auch in Europa ist soetwas selten (im Norden von Schottland soll es welche geben). Daher gibt es dafür auch kein vernünftiges Wort in der deutschen Sprache. Man könnte es als Blasloch übersetzen, doch versteht das einer, der das Phänomen nicht kennt?

Im Grunde genommen braucht es für Blow Holes kleine Löcher im Fels, durch die Wellenschlag des Meeres das Wasser durchgepresst wird, so dass am anderen Ende des Loches ein feiner Wassernebel austritt und mitunter sehr hoch gespritzt wird.

Einer der Reiseziele auf Taveuni war jedenfalls die Vuna Blow Holes. Wir buchten die Tour. Und Jim (der uns bereits am Flughafen eingesammelt hatte) holte uns ab. Zugegebener war er etwas mehr in Eile als wir. Das hing damit zusammen, dass er einerseits wusste, dass die Tour dahin sich dahin zog, andererseits das Blow Hole nur zur Ebbe zu bewundert war (Bei Flut sind die Löcher alle voll, so dass der Wellenschlag keine Auswirkung mehr hatte).

Die schöne Straße, die wir vom Flughafen her kannten, hatte am Ende des Dorfes Wairiki auch ihr Ende.

Es begann ein unbefestigter Weg, oftmals nur einspurig. Und mein neues Lieblingswort wurde Gravel Roads.

Und es war die einzige Straße, über die die restlichen Dörfer im Süden der Insel angeschlossen waren. Zugleich war dieser Abschnitt auch extrem ausgefahren. Das hing vor allem mit den Wassertrucks zusammen. Im Norder der Insel gibt es Wasserverdorgung mit Rohren (sie nennen es Government Water), doch das gibt es nur bis Wairiki. In die restlichen Dörfer werden Wassertanks kutschiert. Die Laster sind zwar nicht groß, aber Wasser ist bekanntlich schwer. Und das machte dann jede Straße zur Holperpiste.

Wir fragten Jim, warum sie hier nicht bauen – so wie im Norden. Aber es wird dafür auch gar keine Notwendigkeit gesehen. Die Leute leben viel mehr in ihren Dörfern und sind selten unterwegs.

Auch wenn wir nahe der Küste fuhren, verlief die Straße stellenweise auch entlang eines steilen Hanges.

Der Weg verlief durch Kokosplantagen. Wir passierten weitere Ressorts, die ebenso nicht viel größer waren. Und wir begegneten etlichen dieser Wasser-Trucks, bis wir nach weit mehr als einer Stunde am Blow Hole ankamen.

Man kann dazu nicht viele Worte verlieren. Man muss es genießen.

Auf der Südinsel bei den Pancake Rocks sowie am Truman-Track haben wir dann weitere entdeckt.

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