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Fiji: Bobbys Farm

Bobbys Farm

Zugegeben, es klang auf den ersten Blick etwas albern und eher an Kinder gerichtet: Bobs Farm. Aber das war es am Ende eigentlich nicht. Es war ein schöner Überblick in Flora und Fauna von Fiji.

Auf dem Rückweg vom Blowhole hielt unser Fahrer bei eben jener Farm. Ein alter Herr, Bobby, begrüßte uns. Ihm gehörte ein größeres Stück Land – und versuchte dieses über mehrere Jahre traditionell zu bewirtschaften – im Gegensatz zu den zahlreichen Plantagen von Kokospalmen und anderen Gewächsen. Er selbst war indischstämmiger Fiji und lebte mit seiner Frau in einem kleinen Häusschen. Als er erfuhr, dass wir aus Deutschland waren, verwies er auf ein Forschungsprojekt, in dem auch Deutschland beteiligt war.

Nach dem Stärken ging es los zu einem Rundgang durch sein Anwesen. Bewaffnet mit er eine Machete schlug er sich und uns durch den Dschungel:

Er zeigte uns Vogelarten – und wir er mit ihnen kommunizierte. Und in der Tat: durch sein Pfeiffen erschienen sie:

Zugegeben, ich kann mich nicht mehr an alle Früchte erinnern:

Eine Ananas. Im Ressort gab es öfters welche, sie schmeckten auf Fiji wesentlich besser als in Deutschland.

Erinnerungen an meinen Blumentopf zu Hause:

Er zeigte uns Bilimbi, warnte uns aber, dass es sehr sauer war. Tatsächlich war es das auch. Es schmeckte nach Sternfrucht und nach etwas anderem. Erst als ich die deutsche Übersetzung las, nämlich Gurkenbaum, schmeckte ich die feine Note der Gurke heraus.

Er pflückte ein paar Blätter, machte sie nass sie und rubbelte sie in den Händen. Es schäumte. Wir probierten auch. Er umschrieb es mit Natural Soap:

Er erntete eine Kakaonuss und öffnete sie mit seiner Machete. Kakao ist bitter, klar. Aber um die Kakaonuss ist eine süße Substanz. Er nannte es Natual Candy. Er war nur irritiert, dass ich die Kakaonuss mit aß.

Wilder Ingwer:

Und dann gab er uns eine Kokosnuss. Wobei er hierbei uns nicht das Innere präsentierte oder die Milch, sondern eine Kokosnuss, die bereits treibt. Dann bildet sich eine schaumige Substanz um die Nuss herum. Er nannte sie Natural Cake. Auch dies konnten wir essen.

Ein großes Thema war auch der Zyklon Winston, der 2016 auf Fiji wütete. Unzählige Bäume hatte er dadurch verloren. Vor allem ging auch einiges der Tierwelt verloren. Besonders stolz war er auf den Orange Fruit Dove, eine sehr seltene Taubenart, die es auch nur auf bestimmten Inseln von Fiji gibt. Und seine sind seit dem Zyklon weg. Wir hatten aber später noch Glück bekamen eine – dank 65fach Zoom – noch zu Gesicht.

Auch Termiten gibt es. Er demonstrierte uns eine leichte Verletzung ihres Baus – und die rege Aktivität der Tiere, diesen wieder zu reparieren. Beeindruckend.

Vermutlich der Schädel einer Fledermaus. Wir wissen es aber nicht:

Sehr hübsche Schmetterlinge:

Wann immer ich in Deutschland einen SUV sehe, muss ich an die Straßen von Fiji zurückdenken. Da braucht man es für die ausgefahrenen Cravel Roads.

Noch was ganz leckeres:

Laut Bobby soll es auf Taveuni keine für Menschen gefährliche Tiere geben. Trotz des Urwaldes. Zugegeben: ich bin da zurückhaltender und würde so eine exotische Spinne nicht anfassen. Bei Pflanzen gab er uns den Tipp, auf Vögel zu schauen: Nichts essen, was die Vögel auch nicht essen.

Nach dem Rundgang gab es ein Essen. Die Zutaten stammten überwiegend aus dem Garten. Die indischen Wurzeln ließen sich in der Schärfe des Essens nicht verbergen. Es war trotz alledem lecker. Und natürlich wollte er auch das kleine Entgelt haben, umsonst führt er schließlich die Touristen auch nicht durch seinen Garten!

Nach dem Essen sollte es noch um die Erkundung des Wassers gehen – mit Schnorchel und Kamera. Gegenüber der Straße war bereits Wasser. Und ab in das Wasser:

Zugegeben: Ich habe noch nie geschnorchelt. Aber das Gefühl, durch eine Brille direkt den Untergrund im Wasser zu betrachten, hatte schon etwas. Wir sahen auch kleine, blaue Fischlein.

Die Zeit war reif – für die Rückfahrt. Über die berühmt gefürchteten Grave-Roads:

Fazit: Ein sehr schöner, erlebnisreicher Tag. Gerne wieder.

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