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Die Patentfesseln der digitalen Kameras

Wenn man eine Kamera kauft, sollte man erwarten können, daß man die Kamera auch für jegliche Zwecke nutzen kann, gerade auch im höheren Preissegment. Wenn man allerdings einen Blick in das Kleingrdruckte wirft, so wird man feststellen, daß dies nur für den privaten Sektor gilt. Für kommerzielle Videos benötigt man eine Lizenz für die eingesetzten Komprimierungsverfahren. Ein Ausschnitt aus dem Handbuch der Canon XL H1A für ca. 5.000 Euro:

JEGLICHE VERWENDUNG DIESES PRODUKTS, AUSSER ZUM PERSÖNLICHEN GEBRAUCH IN EINER WEISE, DIE DEM MPEG-2 STANDARD FÜR DIE KODIERUNG VON VIDEO-INFORMATIONEN FÜR PACKAGED MEDIA ENTSPRICHT, IST IM ANWENDUNGSBEREICH DER PATENTE DES MPEG-2 PATENT PORTFOLIO OHNE MPEG LA-LIZENZ AUSDRÜCKLICH UNTERSAGT; EINE DERARTIGE LIZENZ IST ERHÄLTLICH BEI MPEG LA, L.L.C., 250 STEELE STREET, SUITE 300, DENVER, COLORADO 80206, USA.

Grund sind also wieder einmal Softwarepatente, im Groben geht es um die Komprimierung von Videos (via Linux und Ich).

Die rechtliche Frage wäre aber in der Tat interessant, ob dies so haltbar ist. In der Regel wird man beim Kauf von Kameras nicht darauf hingewiesen, daß die Lizenzen zur Nutzung seperat erworben werden müssen — daher wäre dies eine nachträgliche Einschränkung.

Rainald Grebe: Sachsen / Castingallee / Präsident

Nach Thüringen und Brandenburg gibt es von Rainald Grebe auch ein Lied über Sachsen, hier allerdings im Kontext der Klimaerwärmung:

Folge dem Ruf der Zikade nach Sachsen
Ins Land der Orangenmarmelade, das ist Sachsen
Eine Finca in Grimma mit Olivenhain
So schön kann das Leben in Sachsen sein
In Sachsen, das ist Sachsen — Sonniges, sonniges Sachsen

(Textlich gibt es mehere Varianten von dem Lied, u.a. dieses oder jenes).

Ebenso interessant ist das Lied zu Berlin, bzw. hier geht es nur um die Kastanienallee, welche er kurzerhand in Castingallee umtaufte:

Ich sitze hier mit meinem Käsefrühstück
Ich frühstücke bis um 4
Ich bewege mich wenig, also eigentlich garnicht
Ich bewerbe mich hier

Und wenn wir schon einmal bei Rainald Grebe sind, dann sollte ich auch den Präsidenten erwähnen — gerade so kurz vor der Präsidentenwahl:

Ich bin der Präsident
Guten Tag, ich grüße sie
Ich bin der Präsident
Schöne Grüße aus Bellevue

Flexibilität am Arbeitsplatz

Nun ist sie wieder gefordert: die Flexibilität am Arbeitsplatz! Solche Sätze kann man in Zeiten von Krisen und natürlich auch außerhalb davon nicht genug hören. Doch nähert sich ein Großsportereignis, bekommen solche Aussagen einen andere Bedeutung. Der Arbeitgeber soll flexibel sein und seinen Mitarbeitern das Schauen von Fußballspielen (meist als öffentliche Leichenschau angekündigt) ermöglichen.

Der Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt, der sich sonst gegen Rentengarantie und für Ausgabensenkungen von Unternehmen ausspricht, überläßt es Firmen zwar, in wie weit sie die Arbeitszeit mit den Spielterminen in Einklang bringen kann, übt aber trotzdem noch einen feinen Nachdruck:

Ich bin zuversichtlich, dass die Arbeitgeber unter Berücksichtigung der betrieblichen Gegebenheiten flexibel reagieren und gemeinsam mit ihren Belegschaften individuelle Lösungen finden.

Und DGB-Chef Michael Sommer trumpft dabei noch einen drauf:

Um die Spiele der deutschen Nationalmannschaft live verfolgen zu können, tun die Arbeitgeber gut daran, den Beschäftigten Public-Viewing zu ermöglichen, sofern es die Betriebsabläufe nicht stört

Sie sind wieder da, die Zeiten der Brot und Spiele.