renephoenix.de

Homepage von René Pönitz

Einige Gedanken zur Motivation der neuen Seite

Im Winter 2004 entstand meine damalige Seite: Es sollte einfach eine Seite sein, in der chronologisch Beiträge erscheinen, auf die kommentiert werden kann. Ich kannte bereits die Seite von Thiemo, die auf jeden Fall eine wertvolle Inspiration war. Nach gut drei Monaten Bauzeit war ich fertig – und erfuhr, dass es ein Weblog sei.

Einige Besonderheiten hatte die Seite dennoch gehabt: oftmals war damals das Tageuch ein Modul einer kompletten Seite gewesen. Bei mir war es genau umgekehrt: alles wurde chronologisch in eine Baumstruktur einsortiert. Und für das Fotoarchiv (plus weiterer unbenutzter Feautures) wurden zusätzliche Skripte eingebunden.

Damit war ich einige Monate glücklich. Doch schon bald stellte sich der Pflegeaufwand bei den Bildern heraus. Das Fotoarchiv war zwar sichtbar in die Seite integriert, technisch aber eben eine eigene Insel. Ich konnte Bilder vom Fotoarchiv nicht in Beiträgen einbinden und umgekehrt. Ich hätte es umprogrammieren können. Das war die Zeit, in der ich durchaus mit einer Umstellung zu Wordpress gebliebäugelt hatte.

Doch Fotogalerien lassen sich mit Wordpress nicht wirklich sinnvoll handhaben. Mit b2evotlution (das war die Software hinter „Leben in Dresden”) ebenso nicht. Ich testete einzelne Foto-Plugins. Ich schaute mir MoveableType und Serendipity an, ich testete einige klassische CMS wie Drupal oder Joomla. Aus Mangel an Tabellenpräfixen bei einzelnen Systemen liegen noch heute Tabellen auf meiner alten Datenbank herum, deren Herkunft ich nicht mehr zuordnen kann. Ich schaute mich um, wie es andere lösten: entweder sie lagerten die Bilderverwaltung zu flickr aus oder sie betrieben separate Fotoblogs.

Mir gefiel kein Ansatz. Also entstand die Idee, selbst einen zu schaffen.

Ein zweiter Punkt missfiel mir bei einer Vielzahl von Systemen: ich wollte keine separate Admin-Oberfläche mehr haben.

Also starterte ich am 5.9.2005, also noch vor meinem Auslandssemester, mit der Umstellung. Der erste Ansatz missglückte an der Komplexität von regulären Ausdrücken. Es war einfach zu viel!

Nebenbei entstand während des Auslandssemesters die Seite zur Zweitwohnsitzsteuer. Danach passierte fast zwei Jahre nichts – bis ich 2008 eine neue Idee hatte.

Ich betrachtete alles wie Objekte – und jedes Objekt bekommt systemweit eine eindeutige ID. Dieser Ansatz nahm die Komplexität aus den regulären Ausdrücken. Und die wesentlichen Bestandteile der neuen Seite entstanden. Ins Stocken geriet das Vorhaben, als ich ein Berechtigungskonzept implementierte: allein die Abfrage zur Ermittlung der Objekte, die in der Übersicht gezeigt werden sollte, benötigt mehr als 2 Sekunden. Der Datanbank-Join zwischen Tabellen, der mehrfach mit „Oder” verknüpft wurden, benötigte Unmengen an Ressourcen. Heute kann ich nur sagen: zum Glück. Der Ansatz, Berechtigungsregeln auf jedes Objekt festzulegen, ist zwar flexibel, aber in der Praxis nur schwer handhabbar (zumindest für eine im privaten Bereich betriebene Seite).

Es dauerte weitere zwei Jahre, bis ich wieder ernsthaft die Arbeit aufnahm. Zwischendurch entstand Datenleck. Beim Berechtigungskonzept stellte ich mir die Frage, wieviel ich denn wirklich brauchte. Es sollten ein paar Freunde mehr Fotos zu Gesicht bekommen. Und mich davor bewahren, ständig neue DokuWikis anzulegen, wenn ich mit Bekannten etwas zusammentragen will. Die weitere Entwicklung erfolgte in mehreren Schüben. Auf einen aktiven Monat folgten mehrere inaktive Monate – bis ich im Juli 2011 in die Testphase überging. Nebenbei entstand nach all den Jahren auch ein neues Layout (ursprünglich sollte es bestehen bleiben sollte). Neben der Ausbesserung von Fehlern fehlte eigentlich nur noch das finale Datenmigrationsskript, mit dem ich die alten Einträge übernehmen konnte.

Doch dann kam die Berliner Wahl – und alles verzögerte sich um ein weiteres Jahr!

Wenn es meine Zeit zulässt, will ich meine Skripte demnächst zu einem Paket schnürren, damit auch andere diese Seite nutzen können…

Verteuerung bei HostEurope

Es gibt viele Arten, wie ein Dienstleister sich bei seinen Kunden unbeliebt macht. Oftmals sind es versteckte Bedingungen, Knebeleien oder auch mangelhafte Leistung. Eine selten dämliche Art erlebte ich bei meinen Provider HostEurope…

Was war passiert?

Mich erreichte vor Weihnachten ein Newsletter, in dem mir HostEurope erklärte, dass mein bisheriges Paket auf das Nachfolgerpaket mit der nächsten Abbuchung umgestellt werden soll. An sich nichts ungewöhnliches, geschah es ja bereits schon zweimal in der Vergangenheit. In der Regel verbesserten sich in der Vergangenheit die Bedingungen.

Die wichtigsten Eckdaten Ihres neuen WebPack L lauten:

  • - Webspace: 5 GB
  • - Max. E-Mail-Speicherplatz: 25 GB
  • - NEU: Homepagebaukasten WebBuilder Mini
  • - NEU: Datei-Übertragungsmethode WebDAV
  • - Geänderte Vertragslaufzeit: 6 Monate
  • - Zahlungsintervall: 3 Monate im Voraus
  • - Preis monatlich: 5,99 EUR

An sich alles ok, wenn nicht plötzlich ein anderer Preis auftaucht. Kein Wort von Preiserhöhung. Die gibt es nur zwei zwei Absätze später im Zusammenhang mit einer Verteuerung der de-Domainen von 50 auf 60ct.

Noch einmal zusammengefasst: in einem Newsletter, also einen Medium dass man als Kunde nicht unbedingt lesen muss, will der Dienstleister den Preis erhöhen, ohne dass es explizit so bezeichnet wird. Wer also nicht genau aufpasst, bekommt von der Verteuerung des Paketes erst einmal nichts mit.

Das ist zugebenermaßen eine Masche, die ich vor allen mit unseriösen Unternehmen in Verbindung bringe. Das ist eine Masche, von der ich mich distanzieren muß. Wer Vertragsbedingungen zu seinen Gunsten ändern möchte, hat das nun mal deutlich zu machen, verbunden mit einer Option zur Beendigung des Vertragsverhältnisses.

Für eine Vorab-Information mag das ausreichend sein, für eine Änderungskündigung (was es rechtlich ist) allerdings nicht. Ich fragte also nach. Die erste Antwort war gespickt aus Textbausteinen, in der um Verständnis für steigende Kosten gebeten wird, obwohl ich explizit betont habe, dass ich die Preiserhöhung an sich nicht bemängelt habe. Nach mehreren E-Mails fiel folgende Aussage:

In unserer E-Mail von 13.12.2012 wurden Sie bereits über die Vertragsänderung informiert. Eine weitere Information wird hierzu nicht versendet.

Und das ist der Punkt, an dem ich nun ehrlich gesagt nicht mehr weiß, wie lange ich Kunde von HostEurope sein werde – obwohl ich ich mit der Leistung und dem neuen Preis zufrieden bin. Ich hoffe, sie kommen von diesem Irrweg noch ab!

(Wer mir bereits seinen Lieblingsprovider wärmstens empfehlen will, kann das gerne in den Kommentaren tun)

Weltuntergang

Wenn ausgerechnet heute der Axel-Springer-Verlag leichte Liquitätsprobleme einräumen und daraufhin eine seiner überregionalen Tageszeitungen einstellen würde, dann würde die Weltuntergangsstimmung der letzten Tage in einem völlig neuen Licht gesehen werden.

50 in 1 - Pop Danthology 2012

Es ist schon erstaunlich, wie ähnlich viele (Chart-)Titel sich klingen, so ähnlich, dass es möglich ist, die Jahreshitlisten in einem einzigen Titel verschmelzen zu lassen – und dabei Musik von Gesang fast komplett zu entkoppeln und teilweise auch mehrere Gesangsparte übereinander zu legen. 50 Titel verbergen sich also in folgenden Lied:

(via klog)

Abgebloggt