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Software gegen Kinderporno von Microsoft

Microsoft hat zusammen mit kanadischen Behörden eine Software für die Jagd auf Kinderpornographie vorgestellt. Warum bekomme ich dabei Bauchschmerzen?

Wie Microsoft mitteilte, soll es das Programm erstmals ermöglichen, bislang getrennt verfügbare Informationen — Kreditkarten-Buchungsdaten oder Aktivitäten in Internet-Chatrooms — in einen Zusammenhang zu bringen, um konkrete Hinweise auf Täter und Anbieter zu gewinnen.

Wer überweist denn — wenn er etwas Verbotenes tut — das Geld per Überweisung oder Kreditkarte? Da dürfte doch der Postweg oder die Einzahlung auf ein fremdes Konto sicherer sein. Aber dafür lassen sich wunderbar Bewegungsprofile ermitteln — und nicht nur für Kinderschänder. Auch z.B. bei den bösen, bösen Raubkopierern. Nur wenn man es als Software gegen Kinderpronographie ankündigt, ist die Akzeptanz in der Bevölkerung durchaus höher.

Und denkt man mal eine Stufe kapitalisitischer: Microsoft stellt die Software der Polizei kostenlos zur Verfügung. Damit diese aber eingesetzt werden kann, werden aber bestimmt Lizenzen für Windows fällig.

Bisherige Kommentare (3)

Kommentar von Roland

Mag sein, dass diesesProgramm nicht wirklich dass Wahre ist. Aber es ist wenigstens ein Anfang. Endlich versucht jemand mit dem entsprechenden Kleingeld (daran haperts ja meistens doch noch) etwas gegen den Internetvertrieb zu tun. Sicher wird das nicht allzuviel bringen, aber es ist doch der Wille, der zählt, nicht wahr? Außerdem muss alles klein beginnen, wie Gerhard Schöne es einst so treffend formulierte. Aus einem Samenkörnchen wird irgendwann einmal ein Baum wachsen. Und aus einem Kontrollprogramm kann eine Waffe gegen Pornoringe entstehen. Also: Weiter so Microsoft!!

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