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Morchen - Morcheln

Zugegeben: der Witz ist nicht neu, aber doch ein eher angenehmerer über die sächsische Sprache. Die Ort der Handlung ist in einem sächsischen Gemüseladen:

  • »Moorchn.«
  • »Moorchn.«
  • »Morchln?«
  • »Morchln?«
  • »Morchln.«
  • »Morchn.«
  • »Morchn?«
  • »Morchn.«
  • »Moorchn.«
  • »Moorchn.«

Und die Auflösung:

  • Kunde: Moorchn. (= Guten Morgen)
  • Verkäufer: Moorchn.(= Guten Morgen)
  • Kunde: Morchln? (= Gibt´s Morcheln?)
  • Verkäufer: Morchln? (= Sie woll´n Morcheln?)
  • Kunde: Morchln. (= Ja, Morcheln.)
  • Verkäufer: Morchn.(= Die gibt´s morgen)
  • Kunde: Morchn? (= Erst morgen?)
  • Verkäufer: Morchn.(= Ja, erst morgen.)
  • Kunde: Moorchn.(= Bis morgen)
  • Verkäufer: Moorchn.(= Bis morgen)

(via)

Bisherige Kommentare (1)

Kommentar von Elbnymphe

Also, mir war der Witz neu, aber sehr erhellend. Und es erinnerte mich an einen anderen Sachsen, der im Gemüsegeschäft genau hingehört haben muß:

»Der Kunde zur Gemüsefrau: ›Was lesen Sie denn da, meine Liebe? Ein Buch von Ernst Jünger?‹ Die Gemüsefrau zum Kunden: ›Nein, ein Buch von Gottfried Benn. Jüngers kristalline Luzidität ist mir etwas zu prätentiös. Benns zerebrale Magie gibt mir mehr.‹«
~ Erich Kästners Marktanalyse aus den Stuttgarter Nachrichten v. 29.12.1949

Der Witz hatte einen, sagen wir, problematischen Hintergrund: „Irgendwann, kurz nach Gründung der Bundesrepublik, wurde Gottfried Benn wieder berühmt. Erich Kästners »Marktanalyse« zeigt schön, wie zwei schillernde Vertreter dessen, was sich während der NS-Zeit als ‚innere Emigration‘ verstanden hatte, wieder ins Geschäft gekommen waren.“ … [gelernt bei Georg]

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