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Der neue Irrweg bei der ARD: Monika Piel

Interview mit der neuen ARD-Vorsitzenden Monika Piel in der Frankfurter Rundschau:

Man ist offensichtlich von Seiten der Verlage auf dem Holzweg, wenn man journalistische Inhalte kostenlos anbietet. Diese Kostenloskultur kann nicht Ziel führend sein. Das kann für die Verlage nur heißen, man muss dahin kommen, die journalistischen Inhalte zu verkaufen. Da sind kostenpflichtige Apps der richtige Anfang. Bei diesen fühlen sich die Verleger jedoch im Markt behindert. Wenn der Verlegerverband die Apps kostenpflichtig macht, dann werde ich mich auch vehement dafür einsetzten, dass unsere öffentlich-rechtlichen Apps kostenpflichtig sind.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist gebührenfinanziert. Alle produzierten Dinge sind (mit Ausnahme der Werbung im Vorabendprogramm und diverser Sponsoren) gebührenfinanziert. Die Aufgabe des öffentlich-rechtlichen ist es auch nicht, das Maximum an Profit herauszuholen. Daher kann es der Frau doch eigentlich egal sein, wie sich andere, kommerzielle, Anbieter oder gar der Verlegerverband verhält. Aber scheinbar ist es ihr das wirklich nicht:

[..]es gibt hundert kostenlose Sport-Apps in Deutschland. In so einer Situation können wir, die wir gebührenfinanziert sind, nicht sagen, bei den Kommerziellen kriegt ihr das alles kostenlos, bei uns, für die ihr Gebühren gezahlt habt, müsst ihr das noch mal bezahlen. Wir könnten das in dem Augenblick machen, in dem andere Angebote auch kostenpflichtig wären.

Etwas ausführlicher wird das gesamte Interview von Stefan Niggemeier auseinandergenommen.

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