renephoenix.de

denke ...

Kommentar von DAT

Ich neige leicht zu anderer Ansicht.

Mit dem Kauf eines Lastenrades erweitert sich auch der Verwendungsrahmen eines Fahrrades. Man fährt mehr Strecken die man sonst per PKW zurückgelegt hätte und erledigt mehr Dinge damit.

(also unter der Maßgabe dass man nicht einfach nur ein bereits existierendes Lastenrad ersetzt – aber das ist momentan kein praktisch relevantes Problem)

Es ist möglicherweise nicht die wichtigste Maßnahme – aber es ist eine.

Kommentar von René

Die regionalen Kostenunterschiede sind aus meiner Sicht eines der schwer lösbaren Aspekte. Einerseits muss nicht jeder in den teuersten Wohnlagen wohnen können, andererseits braucht es nach wie vor Instrumente, die einer sozialen Segregation von Stadtteilen entgegenwirken. Neben dem BGE könnte es ja noch Elemente des sozialen Wohnungsbaus geben, ggf. braucht es noch Konstrukte wie Wohngeld oder auch strengere Regelungen wie Mietpreisbremse oder Zweckentfremdungsverbotsverordnung. Ich selbst habe da noch keine abgeschlossene Meinung. Aber gerade hier finde ich die Debatte spannend – und echt schade, dass diese Arbeitsgruppe, so ablehnend ihre Beißreflexe sind, auf dieses Thema nicht kommt.

Was sieht man im Zweifel als Grundbedarf an? Da mögen verschiedene Parteien das unterschiedlich einstufen, die Piraten definieren es als gesellschaftliche Teilhabe. Sprich: ich kann am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Dazu gehören Medien und Mobilität. Ob es nun ein Privat-PKW sein muss, möge man streiten.

Wer würde trotz BGE trotzdem arbeiten? Ich verweise da mal auf diesen Abschnitt: Weil es einen dann trotzdem besser geht.
Die Frage ist nach wie vor, wie viel Energie wir in Leute stecken, die auch heute schon versuchen, Auflagen zu umgehen. Ja, gibt es, gab es, wird es auch mit BGE geben.

Kommentar von Christian

Bekomme ich dann mit meiner Wohnung in München ein so hohes BGE, dass ich hier ohne zu Arbeiten normal leben kann? Was bedeutet dann “normal”? Steht mir ein Auto zu? Darf ich einen Fernseher besitzen? Bekomme ich weniger BGE, wenn ich “normal” an einem anderen Ort weiterleben möchte?

Ich habe das Gefühl, dass heute so vielen Menschen der Faktor “Ich habe Zeit” wichtiger als Geld ist – sodass bei Einführung eines BGE schlagartig 95% weniger Arbeiter arbeiten würden. Ohne Arbeiter kein System zur Finanzierung des BGE.

Ist nur so ein Gedankenspiel von mir…

Kommentar von René

Nach 10 Tagen teilt die Bank folgenden Beitrag:

vielen Dank für Ihre konstruktive Kritik hinsichtlich der Oberfläche und Menüführung unserer SB-Geräte.

Gern gebe ich Ihre Anregung an die zuständige Fachabteilung zwecks Prüfung und ggfs. Umsetzung weiter.

Ich bin gespannt, ob es auch inhaltliches Feedback gibt – und ob ich es an den Geräten bemerke.

Kommentar von René

Ich präge einen neuen Begriff: Das Corona-Paradoxon.

Menschen, die aus Angst um die wirtschaftliche Existenz gegen Corona-Maßnahmen so demonstrieren, dass sie selbst einen Beitrag leisten, diese zu verschlechtern.

Damit nehme ich Bezug zu einem Artikel in der Berliner Zeitung:, dort am Beispiel einer Selbstständigen. In der Sache völlig nachvollziehbar.

Zum Vergleich: Am 24.10.2020 gab es in München die Demo Aufstehen für die Kultur. Unter Einhaltung der Regeln weisen sie auf so einen Misstand hin, den sie geändert sehen möchten – und den die Politik auch ändern kann.

Kommentar von René

Noch eine kleine Randnotiz: Es mag sein, dass manche Menschen die Regeln unserer Gesellschaft gerne übertreten und in dieser Zeit Sorge haben, dass Leute verstärkt denunzieren.

Dem sei nur gesagt:

  1. Ich kann das Denunzieren durchaus verstehen. Ich habe auch keinen Bock, deshalb länger und tiefere Einschnitte hinnehmen zu müssen, als sie nun irgendwie nötig sind. Zudem sind die Leidtragenden in der Regel andere. Gerade soziale Medien ermöglichen auch mal Blickpunkte über die eigene Blase hinaus – bspw. was Sanitätsdienste gerade erleben und mitmachen.
  2. Auch bei Überschreiten der Regeln muss niemand mit Konsequenzen wie Tod, Körperverletzung oder Zwangsarbeit rechnen, die Strafmaße bewegen sich im Bereich von Geld- oder Haftstrafen. Allein aus diesem Aspekt verbietet sich jeglicher Vergleich zur NS-Zeit.
  3. Es darf jeder – unter Beachtung der Regeln – auch seine Meinung zu den Regeln kund tun. Beispielsweise online, so wie ich es tue. Oder eben auch in Form einer Demonstration.

Am 21.11. hat in Hannover sich ne 22-jährige wie Sophie Scholl gefühlt.