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Homepage von René Pönitz

kostenlose WinRAR-Lizenz - nur heute!

Anläßlich des Juliäums, daß WinRar den »SIAF People´s Choice Award« in der Kategorie »Best Overall Utility« gewonnen hat, verschenkt die Softwareschmiede einen Tag lang, also seit heute morgen 0 Uhr (MEZ) bis genau zum nächsten Tageswechsel, eine kostenlose Einzellizenz (»Single User Lizenz«) der aktuellen Version 3.51. Im Gegensatz zu den regulären Lizenzen ist es allerdings nicht möglich, diese auch mit neueren Versionen zu nutzen — und Version 3.6 steht fast in den Startlöchern!

Zuletzt macht der norwegische Browserhersteller Opera anläßlich des 10jährigen Firmenjubiläums damit Schlagzeilen!

Hinkender Vergleich mit Taliban

Auch wenn wir grundsätzlich unterschiedliche Ansichten haben, was die berühmt berüchtigte Waldschlößchenbrücke angeht, so muß ich Dirk Jesse in einem Punkt Recht geben: der Vergleich mit dem Taliban von Nobelpreisträger Günter Blobel geht zu weit!

Auch wenn beide Welterbestätten auf der „Roten Liste” stehen, so sind die politischen Motive und Hintergründe, wie es dazu kam, völlig unterschiedlich! Man kann die Befürworter als Umweltsünder und Betonköpfe hinstellen – aber keineswegs als radikale Fundamentalisten!

Der neue Freßwürfel in Dresden

Ich will absolut nicht destruktiv sein. Ich möchte auch nicht alles neue schlecht reden. Und ich möchte auch nicht unbedingt der DDR-Baukultur hinterhertrauern. Aber …

Aber ich kann beim besten Willen nichts schönes an dem Bauwerk erkennen, was an der Stelle des ehemaligen “Freßwürfels” hingebaut werden soll! Zugegeben: eine Schönheit war der Freßwürfel nicht. Er war typisch für den Baustil der DDR, mehr nicht.

Aber mit dem Nachfolgebau wird sich die Situation nicht unbedingt verbessern! Wuchtig und Langweilig sind wohl die besten Charakteristiken, die mir beim Anblick der Bauskizzen einfallen. Wuchtig deshalb, weil er mit sechs Etagen und seiner Ausmaße einen nicht unbeachtlichen Anteil Fläche einnimmt – er steht zudem frei herum. Langweilig, weil die Fassade einfach nur monoton aussieht. Alle Fenster haben zwei verschiedene Größen, sind regelmäßig angeordnet und bringen keinerlei Spielerei mit sich. Also genau so, wie man früher Häuser mit Lego oder Pebe gebaut hat! Aber ich bin kein Architekt, die Fachjury sieht das ganz anders. Immerhin gewann dieser Vorschlag einen Architektenwettbewerb (mit 5 Teilnehmern):

Die Arbeit überzeugt durch die Stringenz der gerasterten, angenehm richtungslosen Fassadengliederung. Der Verzicht auf eine horizontale Strukturierung des Gebäudes erzeugt eine in sich ruhende Kraft und eine wohltuende Erdung. Dieser Charakter wird durch den Sandstein unterstrichen, der durch die Aufdopplung im Bereich der Fensterbrüstungen noch betont wird. Die zweigeschossige Öffnung zum Postplatz überzeugt ebenso wie die zweigeschossige Arkade mit ihrer partiellen vertikalen Öffnung über die Dachfläche hinaus.

Aber überzeugt euch selbst: der neue Freßwürfel bei “Das neue Dresden”!

Fachkräftemangel in Deutschland?

Die Bitkom, Branchenverband für die Informations- und Telekommunikationsindustrie der Großunternehmen in Deutschland, bemerkt, daß es einen Fachkräftemangel an Informatikern, Ingenieuren und Naturwissenschaftlern gibt. Schön. Und sie schlägt deshalb vor, daß die Einwanderungspolitik in Deutschland (speziell das Zuwanderungsgesetz, sprich GreenCard) zu überdenken:

Ausländische Spitzenkräfte haben in Deutschland kaum langfristige Perspektiven. Spätestens nach fünf Jahren müssen sie wieder gehen, es sei denn, sie verdienen mindestens 85.000 Euro im Jahr.

Ich denke, spätestens ab diesem Satz wird es deutlich, daß man diesen Verband nicht ernst nehmen kann! Mindestens zwei, drei mal in der Woche berichtet heise über Stellenabbau verschiedenster Firmen, zu letzt über BenQ Mobile mit ca. 500 Arbeitsplätzen (siehe auch 29.000 Stellen bei IBM und HP). Bei so einem Trend kann es kaum einen Mangel noch geben. Viel eher geht es der Bitkom wohl eher darum, die Löhne sogenannter »Fachkräfte« zu drücken, in dem der Markt an vorhandenen Arbeitern künstlich aufgebläht wird.

Wo bleibt eigentlich noch der Weitblick? Zum Beispiel die eigene Ausbildung von qualifizierten Mitarbeitern? Das mag vielleicht kurzfristig teurer sein — doch sind die langfristigen positiven Effekte nicht weitaus nützlicher? Oder vielleicht für die Verbesserung von Studienbedingungen einsetzen? (Was leider nicht geht: der Verein befürwortet Studiengebühren und fällt leider auf das leidige Märchen herein, daß die Gelder den Hochschulen zu Gute kommen).

Siehe auch den Leitfaden zur Patentierung computerimplementierter Erfindungen!

Ein alter Araber ...

Ein alter Araber lebt seit mehr als 40 Jahren in Chicago. Er würde gerne in seinem Garten Kartoffeln pflanzen, aber er ist allein und alt und schwach. Sein Sohn studiert in Paris. Deshalb schreibt er eine Email an seinen Sohn.

Lieber Ahmed, ich bin sehr traurig weil ich in meinem Garten keine Kartoffeln pflanzen kann. Ich bin sicher, wenn Du hier wärst, könntest Du mir helfen und den Garten umgraben. Ich liebe Dich. Dein Vater.

Prompt erhält der alte Mann eine Email:

Lieber Vater, bitte rühre auf keinen Fall irgendetwas im Garten an. Dort habe ich nämlich »die Sache« versteckt. Ich liebe Dich auch. Ahmed.

Keine sechs Stunden später umstellen die US Army, die Marines, das FBI und die CIA das Haus des alten Mannes. Sie nehmen den Garten Scholle für Scholle auseinander, suchen jeden Millimeter ab, finden aber nichts. Enttäuscht ziehen sie wieder ab. Am selben Tag erhält der alte Mann noch eine Email von seinem Sohn:

Lieber Vater, sicherlich ist jetzt der Garten komplett umgegraben und du kannst die Kartoffeln pflanzen. Mehr konnte ich nicht für Dich tun. Ich liebe Dich. Ahmed

Liebe Brückenbefürworter!

Ich stellte nun schon mehrfach in Gesprächen mit Befürwortern der Waldschlößchenbrücke fest, daß ihr zum Bürgerentscheid die Fragestellung einfach nicht verstanden habt – und irrtümlich „Ja” angekreuzt habt. Häufig höre ich Dinge wie: „Natürlich brauchen wir dringend eine Brücke. Nur die muß auch irgendwie in die Landschaft passen.”

Aber die Fragestellung war nicht, ob ihr euch eine Brücke für Dresden wünscht, sondern ganz konkret:

Sind Sie für den Bau der Waldschlößchenbrücke? – einschließlich des Verkehrszuges der abgebildeten Darstellung:

Ist die Frage denn so schwer gewesen?

Tour de Ruhr - Teil 1

Was kann man tun, wenn einem der WM-Trubel auf die Nerven geht? Nun ja, man könnte mal wieder ein »Gepflegtes« spielen. Geht aber nicht: alle anderen sind im WM-Trubel, und alleine Skat spielen? Also ab auf´s Fahrrad. Startpunkt der Tour ist der Baldeneysee in Essen. Über die Ortsteile Werden und Kettwig (beide sehr nett) ging es weiter nach Mülheim: ebenso eine weitere Großstadt ohne Gesicht, dafür mit holprigen Radweg!

Die Ruhr wird zur Mündung hin immer kleiner: damit die Schiffbarkeit gewährt ist, verlaufen zusätzlich Kanäle. Ebenso ist der Radweg auch nicht mehr entlang des Flußes: er verläuft über Straßen und Feldwege, sogar einen Kilometer entlang der Autobahn (wenigstens war der Belag in Ordnung). Im Duisburger Hafenbereich war der Radweg zwischen Ruhr und dem Hafenkanal/Rhein-Herne-Kanal.

Die Ruhrmündung selber ist begehbar — der optimale Platz für eine Rast. Nach dem ich wieder gestartet bin, hörte ich jubelnd das erste Tor, als ich an einer Gaststätte am Wegesrand vorbei fuhr. Ich kaufte ein Eis — und frage mal so ganz pflichtbewußt nach dem Zwischenstand: ich bekam ein optimistisches »1:0 für die Argentinier« zur Antwort.

Dann kam der Außen- und Innenhafen Duiburgs, die den Radweg in Richtung Innenstadt umbogen: und da war gerade Straßenfest. Als ich am Hauptbahnhof wieder die Orientierung gewonnen habe, wechselte ich an der nächsten Brücke die Rheinseite, in der Hoffnung, nun mehr Rhein zu sehen. Aber südlich von Duisburg ist auf beiden Seiten erst einmal dicke Industrie. In Krefeld-Ürdingen saß Bayer, anschließend noch eine 2 Kilometer lange Straße, die nur gerade aus ging — mit zahlreiche Fabrikhallen. Erst ca. 15 km vor Düsseldorf gab es wieder einen richtig guten Radweg auf dem Damm.

In Düsseldorf selber wurde ich jubelnd empfangen: überall tutende Autos und unzählige Menschen in der Innenstadt. Danke! Ich glaube, in Köln gab es keine Düsseldorfer mehr! Das war auch das Ende einer 100-Kilometer langen Radtour.

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Einkaufen hier - und Einkaufen da...

Die Meldungen der letzten Monate zeigen deutlich, daß die Verkaufsflächen in Dresden kontinuierlich zunehmen:

  • Der Silberwürfel soll durch ein neues Kaufhaus mit der doppelten Größe der bereits existierenden Altmarktgalerie ersetzt werden
  • Erweiterung des Elbeparks
  • Am Postplatz wird die Fläche zwischen Freiberger Straße, Hertha-Lindner-Straße und der Theatherstraße für einen Investor bereit gestellt (deshalb wird auch die Linie 1/2 ein Stück auf die Gleisanlage der 12 verlegt).
  • weitere zahlreiche neue Kaufhallen im Stadtgebiet

Doch bei allem Bauwut sollte eine Frage im Raum stehen: brauchen wir wirklich so viele Einkaufsflächen?

Oder anders gefragt: Wo wird eigentlich das viele Geld verdient, daß ausgegeben wird? Oder wird bei mehr Einkaufsfläche auch automatisch mehr ausgegeben? Ich bezweifle es! Fehlen uns im Moment wirklich so viele Einkaufsmöglichkeiten? In einigen Stadtteilen wie z.B. die Pirnaische Vorstadt vielleicht. Aber im restlichen Stadtgebiet?

Selbst wenn heute noch euphorisch gebaut wird: wann wird der Tag der (Über-)Sättigung kommen? In 5 Jahren? Oder in 10? Wie sieht dann der sogenannte Plan B aus? Verwaisen dann die Bauten genauso, wie die nach der Wende stillgelegten Fabriken?

Ich habe keine Antwort auf diese Fragen – aber ich habe ein ungutes Gefühl!