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Homepage von René Pönitz

Biometrie als Sicherheitstechnik?

An den vergangenen beiden Tages gab es ein Lobbytreffen zum Thema »Security — Sicherheitslösungen für die digitale Zukunft« mit Schwerpunkt auf Biometrie.

Erstaunlich ist, mit welchen Umfragewerten, sich Staatssekretäre beeinflussen lassen. Aus sieben Ländern wurden 500 Leute befragt — und die sollen zu 85% gesagt haben, daß ein Fingerabdruck sicherer ist als die PIN. Wie leicht ein Fingerabdruck nachahmbar ist, hat der CCC bereits ausführlich beschrieben! Anders sieht das Engagement bei der digitalen Signatur aus. Der Referatsleiter Biometrie und ePass im Bundesinnenministerium Andreas Reisen kündigt den elektronischen Personalausweis an — und stellt aber auch klar, daß es nicht die »Aufgabe des Staates sein [kann], den Bürgern eine digitale Signatur zu verschaffen.«.

Daneben führten einige Firmen ihre Produkte im Bereich der Biometrie vor. Unter anderem den »People Counter« von Via-à-pix. Das Programm wertet die Aufzeichnungen der Überwachungskameras aus — und schlägt bei größeren Menschenansammlungen Alarm. Wozu das gut sein kann? Der Hersteller nennt jedenfalls Museen und Fußballstadien — und Supermarktkassen (z.B. wenn eine weitere Kasse besetzt werden sollte) (vgl. heise)

Die Verbraucher sind schuld?

Die Mobiltelefone von Siemens hatten in Deutschland einmal einen Marktanteil von 29% (Quelle: Focus). Grund genug, den Geschäftszweig an eine ausländische Firma zu verkaufen. Diese schaffte es, innerhalb von zwei Jahren den Marktanteil zu halbieren — anschließend wurde der Geldhahn zugedreht und die deutsche Niederlassung meldet Konkurs an.

Und plötzlich wird an die Verbraucher appelliert: Kauft deutsche Handys aus Solidarität — zu den 3000 Beschäftigten. »Alle Erlöse kommen unmittelbar der Firma und damit den Mitarbeitern zugute. Kein Cent der Erlöse wird den Weg zu Siemens oder der BenQ Corp. in Taiwan finden« — so der Noch-Geschäftsführer Clemens Joos in der Wirtschaftswoche. Ein klassisches Beispiel, daß die Globalisierung auch Nebenwirkungen hat! (Danke, Stephan)

Werkzeug des Teufels

In Insiderkreisen hat der InternetExplorer den Spitznamen »Werkzeug des Teufels« bekommen — und der wurde seinem Ruf nun gerecht!

  • Am Telefon: »Ich probiere es mal mit dem Werkzeug des Teufels!«

Ich bestätige gerade, daß er durch die Firewall darf (außer für Windows-Updates darf er das nicht ohne nachfragen!)

  • Fragendes Echo am anderen Ende: »Werkzeug des Teufels?«

Noch ehe ich es erklären konnte, war er da: der Bluescreen. Da war wirklich der Teufel am Werk!

Neubau des neuen Fakultätsgebäude der Informatik

Vergangenes Wochenende habe ich mir den Neubau des Fakultätsgebäude der Informatik angeschaut. Bisher befand sich die Fakultät in Johannstadt, zwischen Campus und der Außenstelle gibt es nicht einmal eine durchgehende Linie. Nun wurde ein Neubau an das Südende des Campus gelegt.

Das Bauwerk selbst ist wie heutzutage üblich mit viel Glas, Stahl und Beton gebaut worden. Richtig schön sieht es nicht aus, aber das waren auch die wenigsten Neubauten der letzten 10 Jahre in Dresden (Aber das ist vielleicht eine Frage des Baustils, immerhin ist er besser geworden als der nach einem amerikanischen Fernsehknast aussehende Anbau an meiner Hochschule). Andererseits: er soll seinen Zweck erfüllen!

Beim Betreten sticht die Farbe grün heraus: gröngetönte Glasscheiben, grüner Fußbodenbelag sowie drei Gegenstände, die wie so ein Stahlfeder-Eierbecher mit Ei aussieht (die schwingt leider nicht — wäre gutes Mittel zum Frustabbau nach einer schlechten Prüfung). Warum nur unbedingt grün? Sind es die Leiterplatten, die meist grün aussehen? Oder die uralten grün-schwarzen Röhrenmonitore? Schade ist natürlich, daß wieder einmal der kalte und häßliche Beton nicht verputzt wurde (so teuer ist das bißchen Farbe nun auch wieder nicht!).

Da gerade die Einräumphase im Gange war, konnte man in viele Zimmer noch schauen. Einige Räume sind verdammt klein und eng gehalten. Und die ersten Gerüchte eilten dem Bauwerk schon voraus, daß es viel zu klein geplant wurde! Immerhin reichte es bei ca. 3000 Studenten nicht, wenigstens eine Cafeteria mit unter zu bringen. Aber vielleicht gibt es ja im Sommer am Teich einen Eisverkäufer?

Zur Bildergalerie! (Meine Kamera hat keinen Grünstich!)