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Die Partei in Lübeck

Bei der Kommunalwahl in Lübeck hat die Partei „Die Partei” ihr erstes Mandat erhalten. In Berlin klappte es damals – wegen der 3%-Hürde – leider nicht. In der Zeit gibt es ein schönes Interview mit Bastian Langbehn

ZEIT ONLINE: Wenn Sie die Politik so ernst nehmen, wo ist denn da die Satire abgeblieben?

Langbehn: Na, dazu müsste man Lübeck jetzt kennen (lacht). Wir haben es hier gar nicht leicht, mit Satire aufzufallen. Da gibt es unter den anderen Parteien schon echte Spitzenanbieter in der Stadt. Wir versuchen es da mit umgekehrter Psychologie.

ZEIT ONLINE: Das verstehe ich nicht.

Langbehn: Die Kernaussage unseres Wahlprogramms ist ja eigentlich: Wahlprogramm liest ja eh keiner. Es scheint ja Konsens zu sein unter den Parteien, das gebrochen wird was da drin steht. Nehmen wir die Grünen. Kaum waren die an der Regierung, zack, waren wir im Kosovokrieg. Dabei waren die ja eigentlich gegen Krieg. Es kann also auch nicht sein, dass alles was wir ins Wahlprogramm schreiben ernst sein muss und die anderen dürfen Faxen machen.

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