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im Studentenrat

Ideen und eLearning

Ja, wir wollen eLearning machen. Und Nein, richtige Ideen haben wir auch nicht. Und Zeit schon mal gar nicht. Und Geld eigentlich auch nicht. So liest sich irgendwie der sogenannte Idenwettbewerb des »eCampus«-Team der HTW-Dresden:

Ihr müsst keine professionellen Programmierer/-innen sein. Holt Euch Unterstützung für die Realisierung Eures Vorhabens bei Freunden/-innen und Bekannten. Was zählt sind innovative Ideen!

Und der(die) glückliche(n) Gewinner des Wettbewerbs dürfen dann für ihre Preisgeld auch gleich die Sache umsetzen. Für maximal 80 Stunden winken dann 250 Euro. Wie wäre es denn mit einem MediaWiki für jeden Fachbereich?

Demo gegen das neue Hochschulgesetz in Sachsen

Wahnsinn, im StuRa der HTW geht es nach längerer Rezession richtig vorwärts: Gegen die geplante Novellierung des Hochschulgesetzes wurde eine Demonstration am 13.12. in Dresden angekündigt. Durch die Novellierung wird die Mitbestimmung der einzelnen Teile der Hochschule neu geordnet. Insbesondere haben wichtige Gremien wie der Senat und der Fachbereichsrat nur noch beratenden Charakter, während die Entscheidungen künftig nur noch beim Rektor und den Dekanen liegen.

Der Gipfel ist der neue Hochschulrat, der das Konzil ersetzen soll: 75% der Besetzung werden durch das Ministerium mit Hochschulfremden festgelegt — und die sollen nun über strategische Fragen der Hochschule entscheiden. Also wie bei der Bahn: ein Vorstand, der von einer Eisenbahn nichts versteht.

Auch wenn das Thema Studiengebühren für das Erststudium noch nicht direkt angesprochen wird, so ist trotzdem ein gewisser Wind zu spüren: die Finanzautonomie wird neu geregelt — und für den Fall möglicher Studiengebühren vorbereitet.

Weitere Infos:

Der ALDI-Hörsaal

Tagesschau: Studieren im orange-blauen"Aldi"-Hörsaal

ALDI Süd erworb sogenannte Namensrechte des Audimax der Würzburger Fachhochschule erworben. Das heißt, der Raum wird künfig ALDI-Hörsaal heißen und in blau-orange gestaltet werden. Was es für das Unternehmen bringt, wird mir nicht deutlich. Kaufe ich automatisch mehr bei ALDI? Gibt es vielleicht wirklich noch Studenten, die mit ALDI gar nichts anfangen können?

Wie auch immer: das bayrische Wirtschaftsministerium jubelt. Demnächst wird man wohl solche Dialoge an den Hochschulen hören dürfen:

»Ich habe gleich im Lidl. Und du?« -
»Ich muß in den Spar« -
»Na gut, treffen wir uns dann vorm Conrad«

Das letzte ist dann der Hörsaal der Elektrotechniker. Das ist viel spannender als irgendwelche Raum- und Gebäudenummern (Danke, Nini)

Es waren die Eltern ... und die SPD!

So langsam tappt Bundeskanzlerin Angela Merkel auch in jedes Fettnäppfchen, was man sich denken (vermutlich von Stoiber abgeschaut). Ihre Worte über protestierende Studierende während einer Wahlkampfveranstaltung in Münster:

Diese Schreihälse sind das Produkt einer fehlenden Erziehung im Elternhaus, von 39 Jahren SPD-Herrschaft in Nordrhein-Westfalen und eines verkorksten Bildungssystems an Rhein und Ruhr.

Ich dachte bisher immer, daß die Kinder in verwahrlosten Elternhäusern nur sehr geringe Chancen haben, überhaupt ein Studium zu beginnen — und ein gesundes Demokratieverständnis entwickeln. Aber so langsam verstehe ich nun auch, warum Merkel den (Un-)Beliebtheitsgrad von Bush erreicht hat! (vgl. Aktionsbündnis gegen Studiengebühren)

Speiseplan nun auch für das Mobiltelefon

Ich hatte die bisherige Argumentationsweisen des Dresdner Studentenwerkes nie verstanden. Es wurde jahrelang abglehnt, daß niemand den Speiseplan der Dresdner Mensen auf anderen Seiten einbinden darf — mit der Begründung, daß damit dem Studentenwerk Besucher verloren gehen, die man nicht mehr informieren kann, bzw. auch Klicks für die Werbung (»Page Impressions«).

Aber das ist nun vergessen: nun gibt es den Speiseplan auch für das Mobiltelefon — als SMS.

Videoüberwachung an der Universiät Leipzig

Frank Nolden, Kanzler der Universität Leipzig, zu den geplanten Maßnahmen der Videoüberwachung an seiner Uni:

Die Videoüberwachung soll der besseren Kommunikation zwischen Lehrenden und Hausmeister dienen, wenn etwa Probleme mit der Technik auftreten

Der Mann sollte — sofern er diesen Satz so gesagt bzw. gemeint hat — von seinem Amt zurücktreten, ehe er noch größeren Schaden anrichtet! Englische Verhältnisse brauchen wir nicht an Deutschen Hochschulen (vgl. SZ-Online).

Kabarett ROhrSTOCK - so wars!

Am 24.4. war es soweit: das weltberühmte Kabarett ROhrSTOCK trat in unserer Hochschule auf. In zahlreichen Episoden schafften die studentischen Künstler den Hörsaal in gute Stimmung zu bringen. Auch einige lokale Pointen (N-Gebäude, Waldschlößchenbrücke, WOBA-Verkauf, ...) bauten die Künstler mit ins Programm. Insgesamt 130 Personen konnten wir etwa dieses Mal verbuchen.

Ein Dank für die Unterstützung bei der Organisation des Kabaretts geht an Frau Stephan vom Studentenwerk, u.a. für die Eintrittskarten, Studententage und Bezuschußung, an die Hochschule für die Bereitstellung des Raumes, an Hugo vom Kellerclub Gag18, an André, Christina und Michaela vom StuRa und natürlich an die ROhrSTOCKer selber!

Und hier geht´s zu den Bildern!

Kabarett ROhrSTOCK am 24.4. in der HTW

Es ist wieder Kabarettszeit in der Hochschule: wie bereits letztes Jahr mit Dietrich und Raab (Fotos) sind auch dieses Mal wieder Rostocker am Start: und zwar das weltberühmte Kabarett ROhrSTOCK.

Los geht es 20 Uhr, Karten u.a. im HTW-StuRa für 3 Euro (Studenten) und aufgeführt wird das Programm »erziehung!GROßGESCHRIEBEN!«. Mehr Infos beim Studentenrat. Also schaut vorbei!

Update: Und wer das Stück von Dietrich und Raab damals verpaßt hat (oder noch ein zweites Mal sehen möchte): sie spielen am 23.4. im Mondpalast.

Der Ärger um meinprof.de

Evaluationen innerhalb der Hochschule sind schon ein Kapitel für sich. Schon bei regulären, im Hochschulgesetz vorgeschriebenen Evaluationen taucht hin und wieder die Frage nach dem Datenschutz auf — auch das sind personenbezogene Daten. Als ich vom Projekt meinprof.de zum ersten Mal hörte fragte ich mich, wie lange es dauern wird, bis die ersten Professoren sich darüber beschweren und das Portal auseinander nehmen.

Das ist nun endlich soweit.

Pessimistisch kann man zu Evaluationen sagen: die Guten werden auch ohne Fragenbogen positives Feedback bekommen und brauchen die Evaluation nicht wirklich, bei den Schlechten wird sich auch dadurch nichts ändern. Das ist leider das Traurige!

Tip an die Macher: zeigt eine Durchschnittsnote erst nach einer bestimmten, representativen Anzahl Stimmen an!