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Das Sicherheitsteam bei eBay

Ende Januar erhielt ich von eBay eine E-Mail, in der mir mitgeteilt wurde, daß mein Benutzerkonto gesperrt deaktiviert wurde. Im folgenden Satz rechtfertigte man dies als »Schutz anderer Mitglieder vor betruegerischen Aktivitaeten« — durch Verweis auf die AGB.

Da man solche Maßnahmen eigentlich nichts ins Blaue macht, muß also irgendetwas vorgefallen sein. Mein Benutzerkonto war bisher nur an drei Auktionen beteiligt, die letzte ist schon über ein Jahr her. Könnte es vielleicht jemand gegeben haben, der das Paßwort erraten hat und dann Mist gebaut hat? Also fragte ich bei eBay an ... und erlebte Kurioses!

1. Das Sicherheitsteam

Jede E-Mail wurde von einem anderen Mitarbeiter beantwortet — zumindest steht jedesmal ein neuer Name im Text (14 verschiedene habe ich schon gesammelt). Unter der Annahme, daß dahinter kein Zufallsgenerator steckt (möglich wäre es schon), ist das betriebstechnisch einfach nur Schwachsinn! Warum muß sich jedesmal ein anderer Mitarbeiter in einen Sachverhalt reinarbeiten?

2. Das Pseodo-Sicherheitsteam

Da ich von einer nicht bei eBay angemeldeten E-Mail-Adresse gesendet habe, wurde ich jedesmal hingewiesen, von dieser Adresse zu tun. Auch mein Hinweis, daß die Antwort stets an die Adresse gesendet werden soll, hinter der eBay glaubt, mich zu erreichen, brachte nichts. Ein gefakter gefälschter Header dagegen schon ...

3. Die Ursache

Es gab keinen betrügerichen Aktivitäten. Auch keine Beschwerde. Nein. Aufgrund der längeren Inaktivität war lediglich eine alte Anschrift eingetragen gewesen, hinter der ich nicht mehr erreichbar bin. OK, ich habe geschlafen, kein Thema. Aber warum kann man nicht eine freundliche Erinnerungsmitteilung senden? Spätestens bei der nächsten Auktion hätte ich die Adresse doch eh ändern müssen. Aber nein: ich kann aufgrund der Deaktivierung nun nicht einmal mehr die Adresse korrigieren. Wenn ein normaler Unternehmer solche Maßnahmen macht, ist das ein Vertrauensbruch erster Güte.

Dafür wird um meine »Hilfe« gebeten und ich soll eine Ausweiskopie einsenden. Das möchte ich aber nicht! Nicht bei einem so abstrakten und weit hergeholten Betrugsverdacht ... In einigen Antworten sollte diese Kopie sogar beglaubigt werden und es waren zu dem noch Eigentumsnachweise gefordert — und zwar mit folgender Begründung:

Da Sie auch hochwertige Artikel anboten, haben wir Ihr Mitgliedskonto sicherheitshalber voruebergehend vom Handel bei eBay ausgeschlossen.

Meine einzigen beiden Verkaufsauktionen waren ein Buch (Neuwert ca. 8 Euro) und eine CD (Neuwert ca. 15 Euro).

Fazit:

Zusammenfassend also eine durchaus amüsante Korrespondenz, deren Wirkung wohl einem Kampf gegen Windmühlen nahekommt und absolut nichts bringt. Aber man kann »eBay-Bingo« spielen: notiere alle vermeintlichen Namen der Antwortenden. Wenn ein Name zweimal vorkomt, erhälst du 10 Punkte. Sind die Anfangsbuchstaben von Vor- und Nachnamen gleich, dann 3 Punkte. Wiederholt sich lediglich ein Vor- oder ein Zuname, gibt es 1 Punkt. Zur Zeit habe ich 1 Punkt!

Bisherige Kommentare (3)

Kommentar von BloB

ganz schöne schweinerei. aber ebay kann es sich ja leisten. es gibt keine wirkliche alternative wenn man etwas im netz verkaufen will. alle anderen portale haben viel zu wenig nutzer. nun mag manch einer sich wunder woran es liegt??? ich fags mich auch...

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