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Personalausweis als Pfand

Irgendwie ist es ein Unding, wenn Firmen als Pfand den Personalausweis (oder Führerschein) hinterlegt sehen wollen. So erlebte ich es vor kurzen wieder einmal — und zwar beim Holländer. Es ging um eine Schubkarre (die werden da wie Einkaufswagen benutzt) zur komfortablen Beförderung des zuvor Gekauften nach Hause. Selbst das Angebot, den Barwert zu hinterlegen, schien keinen zu interessieren. Stattdessen erlebt man eine äußerst unfreundliche Art der Bedienung.

Vor allem stellt sich die Frage, warum besteht jemand unbedingt auf so ein Ausweisdokument?

Wer ich nun den Vorsatz hätte, so eine Schubkarre (welche zudem sehr markant und schnell dem Laden zuordenbar sind) zu entwenden, gebe ich den Ausweis einen Bekannten, welcher jetzt nicht total anders aussieht. Und gehe den nächsten Tag zum Einwohnermeldeamt und melde ihn gestohlen und beantrage für acht Euro einen neuen (Wer zwischen den Zeilen liest: mit der Diebstahlmeldung nützt die Adresse auf dem Ausweis auch nicht mehr viel).

Mal davon abgesehen ist die Verpfandung von Ausweisdokumenten auch juristisch etwas präkar. Schließlich muß ich in der Lage sein, mich auf entsprechendes Verlangen auszuweisen (nicht verwechseln mit Mitführen).

(Nur am Rande:  ich sollte fairerweise erwähnen, daß ich bisher keine Probleme hatte. Aber da bezog es sich ausschließlich auf Fragen vor dem Kauf.)

Bisherige Kommentare (2)

Kommentar von Nini

Den Angestellten kann man aber wirklich keinen Vorwurf machen. Zwischen Anweisung von Chef und Kundenwunsch würde ich mich sicherheitshalber auch eher für den Chef entscheiden. Außerdem war der letzte Mitarbeiter freundlicher.

Auch wenn die Schubkarre sehr geholfen hätte, kann man es doch hinterher als lustiges Erlebnis verbuchen. ;-)

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