renephoenix.de

Homepage von René Pönitz

Speiseplan nun auch für das Mobiltelefon

Ich hatte die bisherige Argumentationsweisen des Dresdner Studentenwerkes nie verstanden. Es wurde jahrelang abglehnt, daß niemand den Speiseplan der Dresdner Mensen auf anderen Seiten einbinden darf — mit der Begründung, daß damit dem Studentenwerk Besucher verloren gehen, die man nicht mehr informieren kann, bzw. auch Klicks für die Werbung (»Page Impressions«).

Aber das ist nun vergessen: nun gibt es den Speiseplan auch für das Mobiltelefon — als SMS.

Opera 9 ist da!

Der norwegische Browserhersteller veröffentlichte heute die neue Version Nr. 9 des wohl weltbesten Browsers Opera. Die wesentlichsten Veränderungen:

  • Opera bekennt sich nun endlich zu seinem Namen — und gibt sich standardgemäß auch als Opera aus.
  • Die Engine wurde verbessert: Opera besteht den ACID2-Test. Glückwunsch! Und gefühlsmäßig schneller ist sie auch!
  • Bei SVG ist noch einiges zu tun.
  • Ein integrierte BitTorrent-Client dürfte nützlich werden, bei den Widgets lasse ich mich überraschen.
  • Konfiguration mit about:config möglich!
  • Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Anpassung der Tastenkürzel an Mozilla. STRG-N öffnet nun kein neues Tab mehr, sondern ein Fenster (man kann das aber wieder umstellen)
  • Wenn die Maus über die Tabs bewegt wird, erscheint ein kleines Vorschaubild der Seite:


include{standard}(9372).

Ein großes Problem besteht allerdings nach wie vor: seit der Version 8.02 cacht Opera keine HTTPS-Seiten mehr. Dadurch ist die Benutzung von SquirrelMail über HTTPS nahezu unbrauchbar geworden (ursprünglich vermutete ich, daß es an den Frames lag). In den Einstellungen taucht Cache HTTPS zwar auf — ist aber noch wirkungslos. Leider!

Nützlich zu Opera:

Fazit: Wenn das Problem mit dem Cache gelöst ist, wird sich für mich erst der komplette Umstieg von 8.0 lohnen!

Marmor, Stein und Eisen brechen ...

Drafi Deutscher ist vergangenen Freitag gestorben. Der Zwiebelfisch hat den Tod zum Anlaß genommen, seinen bekanntesten Titel zu analysieren:

[..]sondern vor allem wegen der Titelzeile. Die enthält eine Aufzählung von drei Materialien: Marmor, Stein und Eisen. Ursprünglich sollten es nur zwei sein, denn Marmor und Stein waren eigentlich als ein Wort gedacht: »Marmorstein« — so wie Ebenholz und Elfenbein. [..] Aber darum geht es hier nicht. Es geht um das letzte Wort der Zeile, um das Verb »bricht«. Sprachpuristen werden nämlich nicht müde zu monieren, dass hier ein Fehler vorliege. Es müsse »brechen« heißen, sagen sie.[..]

(vgl. EricPP)

Vorabprüfung von Forenbeiträgen ist unzumutbar

Das Oberlandesgericht Düsseldorf entschied (Az I-15 U 21/06), daß Forenbetreiber einen Beitrag erst ab Kenntnis von rechtswidrigen Inhalten entfernen müssen — und nicht wie das Landgericht Hamburg bereits vorab geprüft nach möglichen und unmöglichen Verstößen untersucht werden muß. Dies würde ansonsten die Forenbetreiber "in technischer, persönlicher und wirtschaftlicher Hinsicht schlicht überfordern [..] und das Betreiben von Internetforen letztlich wegen der sich aus der Überwachungspflicht ergebenden Haftungsrisiken unmöglich machen — so das Urteil. (vgl. Golem, heise)

Anmerkung: Die PC Welt berichtet über ein Urteil vom Landgericht Bielefeld gegen Serienabmahner. (vgl. Patrick Kempf)

Fischer Fratze ...

Die Betroffene packt aus: ein kleiner Familienstreit bei Großindustriellen. Mit Karikaturen und verschiedenen Schriftwechseln zu finden auf der Seite: fischerfratze.de

Da die Betreiberin abgemahnt worden ist, könnte es sein, daß die Adresse bereits morgen nicht mehr existiert. (vgl. Mein parteibuch)

Tagesausflug nach Düsseldorf

Über Pfingsten ging es nach Düsseldorf. Düsseldorf selber ist — obwohl Landeshauptstadt — nur die viertgrößte Stadt des Bundeslandes.

  • Der erste Blick aus dem Bahnhof wirkte irgendwie trostlos. Zudem war gerade eine Demo gegen rechte Gewalt, so daß das Gebiet um den Hauptbahnhof gesperrt war. Eine U-Bahn-Station war komplett geschlossen und bewacht — sozusagen ein Geisterbahnhof
  • Die Innenstadt selber ist recht nett, insbesondere der Altstadtbereich.
  • Die Kö (Königsallee) ist eine etwas ruhigere Boulevard-Straße im Zentrum. In ihrere Mitte führt ein kleiner Kanal, am nördlichen Ende befindet sich der Hofgarten mit einem Teich.

  • Die Brücken im Zentrum von Düsseldorf (Nordbrücke, Oberkasseler Brücke und Rheinkniebrücke) sehen alle ähnlich aus: mit Hilfe von Pylonen und paralell verlaufenden Schrägseilen werden die Brücken gehalten. Die Anzahl der Pylone ist verschieden.
  • In Düsseldorf gibt es an den Fußgängerampeln eine Gelbphase. Leider waren die Entwickler zu phantasielos, auch dafür ein Ampelmännchen zu erstellen — und beließen es mit einem gelben Balken.
  • Der ÖPNV in Düsselsdorf ist überzeugend: 6 U-Bahnen (oder Stadtbahnen) und 13 Straßenbahnen bilden ein durchaus durchwachsenes Netz. Zum Vergleich: Essen ist noch minimal größer und hat nur 3 + 6, also die Hälfte.
  • Der RegionalExpress RE1 (in NRW) ist brechend voll. Selbst am Samstag. Von Dortmund über Essen, Duisburg und Düsseldorf nach Köln passiert er fünf große Metropolen (> 500.000 EW).

Die umfangreichsten Städte in der Wikipedia

Thiemo berichtet über die Langen Artikel in der Wikipedia — und bemerkt, daß teilweise relevante Themen weniger umfassend beschrieben worden sind, als fiktives. Auch bei den Städten in Deutschland kann man diesen Trend erkennen:

  1. Dresden (156.123 Byte)
  2. Münster (Westfalen) (124.584 Byte)
  3. Lübeck (124.249 Byte)
  4. Dortmund (118.382 Byte)
  5. Emden (116.402 Byte)
  6. Rostock (100.694 Byte)
  7. Bielefeld (99.395 Byte)
  8. Krefeld (98.341 Byte)
  9. Ulm (95.445 Byte)
  10. Dehrn (94.568 Byte)

Während die Hauptstadt nur halb so groß ist, wie die sächsische Landeshauptstadt, ist ein kleines Dorf in Westhessen mit 2289 Einwohnern bereits in der TOP10 vertreten. Man sollte nur beachten, daß die Länge eines Artikels nichts über die Qualität ausdrückt — und das bestimmte Abschnitte bei größeren Städten in eigenständige Artikel ausgelagert werden.

iPDF - weil man zu blöd für HTML ist?

Man könnte sagen: iPDF ist die sinnvolle Kombination von Internet und PDF. Es verbindet die Navigationsmöglichkeiten der Browser mit der Darstellungstreue im Druckbereich. Ein iPDF integriert interaktive Elemente wie Flash oder Sound und
unterliegt keiner gestalterischen oder typografischen Einschränkung.

Mit diesen Worten kündigt der Hersteller TradeGroup sein Produkt iPDF an. Er möchte so gesehen HTML verbannen (»So beheben Sie Darstellungsprobleme bei Safari unter Mac OSX!«) und die PDF um multimediale Möglichkeiten verbinden. Für die Erstellung von Bildschirmpräsentationen mag das Werkzeug vielleicht nützlich sein, aber für den angeworbenen Zweck sollte man es meiden:

  • Beim Druck würde jede Seite ein Menu bekommen. Wirklich gewollt?
  • Die Qualität für den Druck läßt zu Wünschen übrig. Mit der Demonstrationsdatei erkennt Acrobat Reader eine Schriftart nicht und überlagert Texte. Fox-It verweigert die Umlaute. Lustig wird es dagegen, wenn die erste Video-PDF in die Druckerei geht.
  • Die Demonstrationsdatei ist bereits 591 KB groß — und hat noch keine großartigen Multimediainhalte eingebunden. Zudem muß der Besucher warten, bis das Dokument vollständig heruntergeladen ist.
  • Baut man noch etwas mehr ein — wie bei der PDF von Trade Group (die PDF scheint verschwunden zu sein), ruckelt es schon massivst beim Scrollen.
  • Aufgrund der Skalierbarkeit (als Vorteil angepriesen) kann es passieren, daß der Text nicht lesbar wird, insbesondere das »Kleingedruckte«. Im Zweifel muß man Text erst bis zur Lesbarkeit heranzoomen.
  • Wirklich ansehbar ist die PDF nur im Vollbildmodus, wenn man vorher auf »Single Page« (und nicht Continous) gestellt hat.
  • Anforderungen an die Barrierefreiheit bleiben vollkommen unberücksichtigt. Auch sind Inhalte nicht automatisch generierbar und filterbar, wie z.B. mit RSS und weiteren Formaten.

Aber ich kann mir schon die Käufer des Programms vorstellen: »Ah, und eine Kopiersperre gibt es im PDF auch noch?« (vgl. praegnanz.de)

Die Fußballurne

Nun geht sie los, die WM (und in einen Monat ist sie zum Glück wieder vorbei!). Die Werbeindustrie boomte ja in den vergangenen Monaten. Beispielsweise liefert nun schon Nutella Elektronikschrott mit jedem Glas, der im Sondermüll zu entsorgen ist. Aber auch Bestatter fiebern fleißig mit:

Ein recht ausgefallenes Begrägbnis für diejenigen, die also nun bei einem terroristischen Angriff in um die Stadien ums Leben kommen!